KarriereguidePfeil rechts SymbolBerufseinstieg & KarrierePfeil rechts SymbolWas ist ein Werkstudent?

Was ist ein Werkstudent?

Als Werkstudent verdienst du nebenbei Geld und sammelst Erfahrung für dein späteres Berufsleben. Damit sind Werkstudentenjobs eine gute Alternative zu Jobs in der Gastronomie, Ferienjobs oder mehreren Praktika. Hier erfährst du, was es mit den Privilegien für Werkstudenten auf sich hat, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und mit welchem Gehalt du als Werkstudent rechnen kannst.

Du möchtest direkt loslegen und bewerben? Bei Campusjäger by Workwise kannst du dich in nur 2 Minuten ohne Anschreiben bewerben. Beantworte die Motivationsfragen zur Stelle und fertig ist die Bewerbung. Zeig mir passende Werkstudentenstellen.

Inhalt

Definition: Was ist ein Werkstudent?

Werkstudenten arbeiten neben ihrem Studium in einem Unternehmen. Die Aufgaben müssen dabei nicht zwangsläufig etwas mit den Studieninhalten zu tun haben.

Was ist ein Werkstudentenjob? Ein Werkstudentenjob ist für viele der erste Schritt in ein selbständiges Projekt und ein Türöffner für die eigene Entwicklung im Unternehmen. Werkstudenten lernen strategisch zu denken, zu präsentieren, Projekte zu managen und eignen sich weitere so genannte Soft Skills wie den Umgang mit Kolleginnen oder Kollegen, den Umgang mit Stress und Kritikfähigkeit an.

Werkstudentenjob finden

Wie du siehst, kann ein Werkstudentenjob eine sinnvolle Ergänzung während dem Studium sein. Unternehmen schreiben offene Stellen entweder direkt auf ihrer Webseite aus oder du nutzt eine Online-Jobplattform. Das kann vor allem sinnvoll sein, um interessante Unternehmen zu entdecken, die du vorher noch gar nicht auf dem Schirm hattest.

Trotzdem ist der ganze Prozess für dich als Bewerber:in oft aufwendig: Du musst bei jeder Bewerbung ein Anschreiben verfassen und anschließend all deine Unterlagen in der Bewerbungsmaske hochladen (deren Aufbau natürlich je nach Unternehmen variiert) oder per E-Mail verschicken. Deswegen haben wir eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit zur Bewerbung. Um dich auf die Stellen zu bewerben, die auf Campusjäger ausgeschrieben sind, benötigst du kein Anschreiben. Du erstellst ein Profil und beantwortest Motivationsfragen zur Position, die vom Unternehmen gestellt wurden. Anschließend verfolgst du den Status deiner Bewerbung in deinem Profil.

Das Werkstudentenprivileg: Versicherung als Werkstudent

Das Werkstudentenprivileg sorgt dafür, dass du mehr Geld von deinem Job behältst. Das funktioniert so:

Als Arbeitnehmer:in erhältst du einen Bruttolohn, von dem verschiedene Steuern und Abgaben automatisch abgezogen werden. Dazu gehören auch Beiträge zur Sozialversicherung. Die Sozialversicherung besteht aus:

  • Unfallversicherung
  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

Als Werkstudent musst du keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bezahlen – egal wie viel du verdienst. Die Unfallversicherung wird vom Unternehmen übernommen.

Sonderfall Werkstudenten Krankenversicherung: Die gesetzlichen Krankenkassen machen es komplizierter. Bis zum Alter von 25 Jahren bist du familienversichert. Das heißt, du musst keine Krankenversicherungsbeiträge bezahlen solange du geringfügig entlohnt (450-Euro-Job) oder als Werkstudent maximal 445€ verdienst. Bist du älter oder verdienst du mehr, musst du dich selbst bei einer Krankenkasse versichern. Die Beiträge dafür liegen bei etwa 110€ monatlich.

Zur Rentenversicherung musst du einen Teil beitragen. Regulär beträgt sie aktuell 18,6% des Bruttolohns und wird je zur Hälfte von Unternehmen und Arbeitnehmer:in übernommen. Die genaue Höhe des Beitrags ist jedoch abhängig von deinem Gehalt:

Verdienst du weniger als 450€ pro Monat in deiner Werkstudententätigkeit, kannst du dich von der Rentenversicherung komplett befreien lassen (frag dazu einfach mal bei der Personalabteilung nach). Verdienst du zwischen 450€ und 850€ pro Monat, fällst du unter die Gleitzonenregelung: Das Unternehmen übernimmt den größeren Teil, du zahlst abhängig von Gehalt und Bundesland 4-9,3 %. Bei über 850€ pro Monat zahlst du den vollen Betrag. Das sind aktuell 9,3% des Bruttolohns.

Insgesamt bedeutet das: Dir wird weniger Geld von deinem Gehalt abgezogen. Das Gleiche gilt übrigens auch für Unternehmen. Sie müssen ebenfalls keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bezahlen. Daher sind Werkstudenten auch für Unternehmen attraktive Arbeitnehmer:innen.

Um in den Genuss des Werkstudentenprivilegs zu kommen, gibt es Voraussetzungen, auf die wir im nächsten Abschnitt eingehen.

Werkstudent Voraussetzungen

Es müssen vor allem zwei Voraussetzungen erfüllt sein, damit du als Werkstudent angemeldet werden kannst und vom Werkstudentenprivileg profitierst:

  • Du musst in einem Vollzeitstudium immatrikuliert sein und befindest dich nicht im Urlaubssemester.
  • Du darfst maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten (in der vorlesungsfreien Zeit sind bis zu 40 Stunden möglich).

Werkstudent kannst du also nur sein, solange du an einer Hochschule oder Universität eingeschrieben bist. Beendest du dein Studium oder wirst exmatrikuliert, endet damit auch automatisch das Werkstudentenprivileg. So bist du beispielsweise mit Ablauf des Monats, in dem du offiziell schriftlich über deine finalen Prüfungsergebnisse informiert wurdest, kein ordentlicher Student mehr und kannst damit nicht als Werkstudent angestellt sein.

In einigen Arbeitsverträgen ist auch geregelt, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Studium endet. Wenn das nicht für deinen Werkstudentenvertrag der Fall ist, hast du theoretisch das Recht auf Weiterbeschäftigung – wirst aber unter Umständen in allen Versicherungen versicherungspflichtig.

Das Arbeitspensum liegt bei maximal 20 Stunden pro Woche und darf nur in der vorlesungsfreien Zeit bis zu 40 Stunden betragen.

Neben der 20-Stunden-Regel gibt es auch die 26-Wochen Regel, laut der du maximal 26 Wochen pro Beschäftigungsjahr mehr als 20 Stunden arbeiten darfst.

Beide Regeln sollen sicherstellen, dass du genug Zeit für dein Studium aufbringen kannst und die Werkstudententätigkeit nicht zu deiner Hauptbeschäftigung wird. Überschreitest du sie, verlierst du das Werkstudentenprivileg.

Es gibt Ausnahmen von der 20-Stunden-Regel:

  • Während der vorlesungsfreien Zeit darfst du mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, solange du die 26-Wochen-Regel nicht überschreitest.
  • Arbeitest du überwiegend abends, nachts oder am Wochenende, darfst du im Einzelfall auch mehr also 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Über die Einzelfälle entscheidet deine Krankenkasse.

Absolvierst du ein Pflichtpraktikum im gleichen Unternehmen, kannst du natürlich auch auf 40 Stunden erhöhen. Allerdings ist hierfür ein separater Vertrag notwendig und auch das Gehalt in Pflichtpraktika kann sich ändern. Mehr zum Gehalt im Praktikum findest du hier.

Werkstudent Gehalt

Als Werkstudent bekommst du im Gegensatz zu den meisten Praktikanten ein passables Gehalt, denn du verdienst auf jeden Fall den Mindestlohn. Seit dem 01.07.2021 beträgt er 9,60€ pro Stunde. Das heißt: Bei 20 Stunden pro Woche bekommst du etwa 768€ im Monat.

Abhängig von deinem Gehalt musst du gegebenenfalls Lohnsteuer bezahlen. Der Betrag, den du jährlich lohnsteuerfrei verdienen kannst, nennt sich Grundfreibetrag und liegt 2021 bei 9.744€. Durch verschiedene Pauschalbeträge kannst du monatlich 989€ verdienen, ohne dass dir Lohnsteuer abgezogen wird.

Werkstudenten kommen in der Regel aber nicht in diese Bereiche. Die meisten reizen die erlaubten 20 Stunden pro Woche nicht komplett aus, sodass sie selbst mit einem höheren Stundenlohn noch unter dem Freibetrag liegen. Falls du mehr über die Vergütung als Werkstudent erfahren willst, findest du in unserem Artikel Gehalt als Werkstudent alle nötigen Infos.

Werkstudent Steuern

Ja, es gibt zwar das Werkstudentenprivileg, allerdings betrifft das nur die Sozialversicherung. Aus steuerrechtlicher Sicht werden Werkstudenten wie Teilzeitarbeitskräfte behandelt. Daher musst du auch als Werkstudent einen Beitrag zur Rentenversicherung und die Lohnsteuer zahlen. Beides ist abhängig von der Höhe deines Gehalts.

Durch den Grundfreibetrag und verschiedene Pauschalbeträge wird die Lohnsteuer beispielsweise erst ab etwa 989€ brutto im Monat fällig.

Wenn du es genauer wissen willst, findest du in unserem Artikel Gehalt als Werkstudent alle Infos zu Steuern und Freibeträgen als Werkstudent.

Werkstudent Urlaub

Da du im Grunde als regulärer Arbeitnehmer giltst, hast du auch Anspruch auf Urlaub. Normalerweise sollte das bereits in deinem Werkstudentenvertrag geklärt sein – wenn nicht, kannst du trotzdem Urlaub verlangen. Das ist gesetzlich festgelegt.

Laut dem Bundesurlaubsgesetz haben Arbeitnehmer:innen Anspruch auf 4 Wochen Urlaub pro Jahr. Werkstudenten werden wie Teilzeitbeschäftigte behandelt.

Wie viele Tage das genau sind, ist davon abhängig, wie oft du im Büro bist:

  • 5 Tage pro Woche: 20 Tage Urlaub pro Jahr
  • 4 Tage pro Woche: 16 Tage Urlaub pro Jahr
  • 3 Tage pro Woche: 12 Tage Urlaub pro Jahr
  • 2 Tage pro Woche: 8 Tage Urlaub pro Jahr
  • 1 Tag pro Woche: 4 Tage Urlaub pro Jahr

Wie viele Stunden du als Werkstudent arbeitest, ist dabei erstmal egal. Wichtig ist, wie du sie auf die Woche verteilst. Arbeitest du 16 Stunden und teilst die auf zwei Tage auf, hast du Anspruch auf 8 Tage Urlaub pro Jahr.

Die Tage, die du Urlaub nimmst, werden entsprechend mit deiner täglichen Arbeitszeit multipliziert und entsprechend deines Stundenlohns bezahlt.

11 Vorteile eines Werkstudenten

Als Werkstudent hast du im Gegensatz zu bezahlten Praktika nicht nur den Vorteil, dass du über einen längeren Zeitraum bei einem Unternehmen angestellt bist, sondern auch finanzielle Vorteile durch das Werkstudentenprivileg. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere gute Gründe, die für einen Werkstudentenjob sprechen:

1. Du verdienst gutes Geld

Viele Firmen sind offen für Werkstudenten, da sie Knowhow einbringen, im Gegensatz zu Vollzeitkräften jedoch günstiger sind. Im Schnitt verdienst du meistens mehr als Studierende, die ein Praktikum machen, denn diese sind oftmals nur drei Monate beschäftigt und damit vom Mindestlohn freigestellt.

Als Werkstudent hingegen profitierst du vom Mindestlohn, aktuell immerhin 9,60€ pro Stunde. Viele Unternehmen zahlen ihren Werkstudenten aber 10–15€ Euro. Falls dich interessiert, was genau du als Werkstudent verdienen kannst, kannst du das auf hier nachlesen.

2. Du sammelst Praxiserfahrung

Ein Werkstudentenjob ist ein absolutes Plus im Lebenslauf: In kaum einem anderen Studentenjob kannst du so fachspezifische Praxiserfahrung sammeln.

Dabei lernst du nicht nur die Theorie praktisch umzusetzen, sondern siehst auch, ob diese in der Praxis überhaupt verwendet wird. Du erlebst den Arbeitsalltag und bereitest dich damit auf die Zeit nach deinem Studium vor. Das verschafft dir einen realistischeren Blick für deinen Berufseinstieg.

Werkstudent zu sein erlaubt es dir, in verschiedene Abteilungen reinzuschnuppern. Dadurch wird dir der Freiraum gegeben zu reflektieren, wo du dich in Zukunft siehst. Denn natürlich ist es nicht nötig von Anfang an genau wissen, was dir Spaß macht und wo du besonders gut bist, manchmal hilft es auch zuerst herauszufinden in welchen Bereichen du dich gar nicht siehst.

3. Du bekommst tief gehende Einblicke

Praxiserfahrung ist aber nicht alles. Durch den längeren Zeitraum deiner Werkstudententätigkeit erhältst du tief gehende Einblicke in das Unternehmen, das operative Tagesgeschäft und deinen Fachbereich.

Dadurch kannst du das Vertrauen zum Unternehmen stabilisieren und mehr Verantwortung in einzelnen Projekten übernehmen. Deine Aufgaben werden dadurch immer spannender.

4. Du erweiterst deine Qualifikationen

Unter dem Begriff Hard Skills sind all jene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verstehen, die berufstypisch und messbar sind. Dazu gehören, neben dem Umgang mit fachspezifischer Software wie Bildbearbeitungsprogrammen, auch die Vertiefung deiner Kenntnisse und Fähigkeiten in Standardprogrammen. Typischerweise zählen hierzu Microsoft Word, Powerpoint und Excel oder vergleichbare Programme.

Zudem erhältst du Einführungen in fachübergreifende Software wie Projektmanagement-Tools und Firmen-Chats. Alle neu erlernten Hard Skills, fügst du deinem Lebenslauf hinzu – ein weiteres Plus.

Soft Skills sind persönliche und soziale Fähigkeiten, die du ständig weiterentwickelst. Dazu gehören Engagement, Empathie, Neugier, Belastbarkeit, Organisationstalent, Zeitmanagement, Kommunikationsfähigkeit und Kritikfähigkeit und viele mehr. Als Werkstudent lernst du deine Soft Skills gezielt einzubringen und zu verbessern.

5. Du lernst Stärken und Schwächen kennen

Als Werkstudent kommst du zwischen Studium, Arbeit und Freizeit auch mal an deine Grenzen und lernst dabei deine Stärken (und Schwächen) kennen.

Durch deine Arbeit als Werkstudent entwickelst du dich persönlich wie auch fachlich weiter. Das verschafft dir für zukünftige Bewerbungen auf Jobs deutliche Vorteile. Denn während andere bei Vorstellungsgesprächen krampfhaft ihre Stärken und Schwächen aufsagen, fällt dir das reflektierte Beantworten dieser typischen Frage leichter.

Dein Werkstudentenjob hat dich in vielen Bereichen gefordert, du hast dich spezifiziert und persönlich sowie fachlich weiterentwickelt. Ganz im Gegensatz zu Personen, die noch keine Erfahrung gesammelt haben.

6. Flexible Arbeitszeiten

Du hast bis 14 Uhr Vorlesungen und ab 18 Uhr wieder ein Seminar – kein Problem.

Als Werkstudent besitzt du zumeist das Privileg, dir deine Zeiten flexibel einzuteilen. An welchen Tagen du wie lange arbeitest, hängt davon ab, wie du verfügbar bist und wann du besonders gebraucht wirst. Du entscheidest, wie viel Zeit du neben dem Studium für deine Arbeit aufbringen willst.

Allerdings darfst du nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dadurch wird sichergestellt, dass du das Studium nicht vernachlässigst.

7. In den Semesterferien Vollzeit arbeiten

Zudem bietet dir die Werkstudententätigkeit die Möglichkeit, in den Semesterferien auf Vollzeit zu arbeiten.

Du hast im Gegensatz zu deinen Mitstudierenden damit eine Sorge weniger. Denn du musst dich für die freie Zeit nicht extra noch um ein Praktikum oder einen Aushilfsjob bemühen.

Die Studienfinanzierung sowie das Sammeln von Praxiserfahrung sind keine Problempunkte für dich, sondern in deinem Job als Werkstudent geschickt miteinander verknüpft.

8. Als Pflichtpraktikum anrechnen lassen

Während deines Studiums musst du ein Pflichtpraktikum machen, doch ein Praktikum, das in die vorlesungsfreie Zeit passt, ist schwer zu bekommen? Die Unternehmen wollen dich gleich 3 oder 6 Monate haben, so viel Zeit hast du aber nicht? Ein Problem, das du mit einer Tätigkeit als Werkstudent umgehen kannst. Werkstudententjobs können nämlich oft als Pflichtpraktikum angerechnet werden.

Wichtige Voraussetzungen sind die thematische Vergleichbarkeit mit deinen Studieninhalten und der Abgleich mit geforderten Maßstäben des Pflichtpraktikums in deiner Studienordnung. Gleichen sich die Anforderungen deines Studiums mit deinen Tätigkeiten im Job, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser als ein Pflichtpraktikum angerechnet werden kann. Zur Sicherheit solltest du das jedoch frühzeitig mit einer verantwortlichen Person an deiner Universität oder Hochschule abklären.

9. Netzwerk aufbauen

An deinem Arbeitsplatz lernst du viele interessante Personen kennen. Als Werkstudent schaffst du dir bereits deine ersten Kontakte.

Über deinen Tätigkeitsbereich lernst du innerhalb und außerhalb deines Arbeitsplatzes viele interessante Leute kennen. Vernetze dich und nutze die Chance mit diesen Leuten sowie dem Unternehmen, sämtlichen Teammitgliedern und weiteren Bekannten aus deinem Arbeitsumfeld in Kontakt zu bleiben.

Nicht selten ergeben sich hierdurch weitere Vorteile und Chancen für deine Zukunft. Das belegt auch eine Studie der Universität Heidelberg, die geknüpfte Kontakte während eines Praktikums oder anderweitigen studentischen Erwerbstätigkeiten als „effizient“ einstuft. Das heißt konkret: Du findest wahrscheinlich schneller einen passenden Berufseinstieg.

10. Deine Übernahmechancen steigen

Durch deine Werkstudententätigkeit kannst du dich in vielerlei Hinsicht beweisen. Indem du dich zuverlässig und verantwortungsbewusst zeigst, baust du Vertrauen zu den Personen in deinem Umfeld auf und überzeugst mit deinen Kompetenzen.

Wenn du das Unternehmen von dir überzeugst, steigen die Chancen, dass du nach dem Studium übernommen wirst. Das Team kennt dich, weiß was du kannst und wie dein Potenzial am besten eingesetzt wird.

Wenn das Unternehmen für deine Karriere attraktiv ist, du dich wohlfühlst und bleiben willst, ist das ein perfektes Match. Deine Karriere direkt nach dem Studium über einen Werkstudentenjob anzufangen sorgt für einen nahtlosen Übergang und ausbleibenden Lücken im Lebenslauf.

Wenn du darauf keine Lust hast, profitierst du für die Zukunft trotzdem von deiner Erfahrung, denn deine erweiterten Qualifikationen bleiben.

11. Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben

Hast du dich schon gefragt, ob du nicht vielleicht deine Abschlussarbeit in einem Unternehmen schreiben willst? Oftmals wird diese Möglichkeiten gar nicht ausgeschrieben, sondern intern vergeben. Viele Themen ergeben sich zufällig während der Arbeit aus einem Projekt heraus oder über einen glücklichen Umstand.

Als Werkstudent hast du Zugriff auf diesen internen Markt und kommst über deine aufgebauten Beziehungen einfacher an diese ran. Aber auch bei offiziell ausgeschriebenen Themen verschafft dir deine Tätigkeit als Werkstudent Vorteile. Der Übergang von der Werkstudententätigkeit zu einer Thesis im Betrieb ist in beiden Fällen leichter.

Werkstudententätigkeit: Typischen Aufgaben als Werkstudent

Werkstudenten werden im Unternehmen in der Regel in Projektteams oder für die Assistenz von Projekten und Aufgaben eingestellt. Das heißt du als Student:in bist aktiv an der Umsetzung von Themen oder Projekten beteiligt, zum Beispiel Veranstaltungen, Marketingkampagnen, IT-Kampagnen und Relaunches von Systemen oder Webseiten.

Dadurch lernst du früh den Umgang mit anderen Teammitgliedern und Führungskräften kennen und wie du dich menschlich einbringen kannst. Zudem baust du Soft Skills wie Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit aus.

Eine typische Aufgabe für Werkstudenten ist die klassische Projektarbeit. Du unterstützt Projektleiter:innen bei der Arbeit. Diese Anforderungen an deine Werkstudententätigkeit sind aber von Unternehmen zu Unternehmen und je nach deren Bedarf unterschiedlich gestaltet. Gefragt sind vor allem Studierende im Bereich Marketing oder Werkstudenten in der Informatik.

Für diese Tätigkeiten müsstest du auch nicht unbedingt aus Studiengängen kommen, die mit Marketing oder Informatik zu tun haben. Eine grundlegende Affinität ist gut, aber es können auch Geisteswissenschaftler Werkstudentenjobs in diesen Bereichen aufnehmen – Werkstudentenjobs sind demnach eine gute Chance für Quereinsteiger, wenn du dich für einen Fachbereich besonders interessierst und hierzu grundlegende Erfahrungen sammeln willst.

Bewerbungsschreiben als Werkstudent

Für die Bewerbung auf einen Werkstudentenjob kannst du dich an diese Struktur orientieren:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf inkl. Zertifikate und Arbeitszeugnisse
  • Motivationsschreiben (falls gewünscht)

Werkstudentenjob Anschreiben

Im Anschreiben legst du dar, warum dich die Werkstudententätigkeit interessiert und welche fachlichen Qualifikationen für den Job mitbringst. Dabei ist vor allem der Einleitungssatz wichtig. Der Einstieg entscheidet, ob dein Anschreiben weitergelesen wird oder auf dem großen Haufen landet.

Die Grundelemente eines Anschreibens für einen Werkstudentenjob sind:

  • Kopfteil
    • Eigene Kontaktdaten
    • Daten des Empfängers
    • Betreff
  • Einleitung
    • Motivation für die Bewerbung
  • Hauptteil
    • Aktueller Stand (Status quo)
    • Qualifikationen
    • Persönlicher Fit
  • Schluss
Keinen Nerv für das nächste Anschreiben, das wieder individuell sein soll? Bewirb dich doch einfach ohne Anschreiben auf deinen nächsten Werkstudentenjob.

Natürlich hast du bei deiner Bewerbung als Werkstudent noch nicht viele Praxiserfahrungen gesammelt. Trotzdem kannst du deine Fähigkeiten und Kompetenzen beispielsweise anhand von Projektarbeiten im Studium erläutern. Umso besser, wenn die Projekte sogar in Zusammenarbeit mit Unternehmen stattgefunden haben. Hier findest du ein Muster für dein Anschreiben als Werkstudent.

Lebenslauf Student

Heutzutage wird der tabellarische Lebenslauf am häufigsten genutzt – das gilt auch für die Bewerbung auf einen Werkstudentenjob. Beim klassischen Lebenslauf listest du alle Informationen über deinen beruflichen Werdegang und einige persönliche Daten auf. Als Student besteht dein Lebenslauf aus folgendem Inhalt:

  1. Kontaktdaten
  2. Bewerbungsfoto
  3. Berufliche Laufbahn
  4. Kenntnisse und Fähigkeiten

Wenn du wissen möchtest, wie das in der Praxis aussieht, schau dir gerne unser Lebenslauf Student Muster an.

Fazit: Das bringt dir ein Werkstudentenjob und so findest du deine Werkstudententätigkeit

In Werkstudentenjobs kannst du die Weichen für deine eigene Karriere im jeweiligen Unternehmen stellen. Wer auf sich aufmerksam macht, hat nach dem Studium gute Chancen, weiterhin im Unternehmen bleiben zu können. Eine Werkstudententätigkeit kann also ein Karrieresprungbrett sein. Daher ist es ratsam, bei der Wahl der Werkstudententätigkeit schon darauf zu achten, welches Unternehmen und welche Tätigkeit du dir aussuchst.

Deine Aufgaben als Werkstudent sind also äußerst vielfältig – und eine ebenso vielfältige Auswahl findest du deshalb. Campusjäger by Workwise bietet dir eine Plattform für alle Bewerbungen. Du kannst dich ohne Anschreiben schnell und einfach auf passende Werkstudentenjobs bewerben.

Finde deinen Werkstudentenjob

Veröffentlicht am 09.06.2016, aktualisiert am 12.07.2021

Auf der Suche?

Bewirb dich auf deinen nächsten Job ohne Anschreiben. Entdecke Praktika, Werkstudentenjobs und Berufseinstiege. Bei Rückfragen zu deiner Bewerbung sind wir persönlich für dich da.

Gib einen Ort ein