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Bewerbung als Werkstudent

Werkstudentenstellen sind unter Studenten sehr gefragt und werden auch für Unternehmen immer beliebter. Denn anders als normale Nebenjobs sind sie fachlich mit deinem Studium verknüpft, sodass du theoretisches Wissen aus den Vorlesungen direkt in der Praxis anwenden kannst.

Wir zeigen dir, worauf es bei der Bewerbung als Werkstudent ankommt – vom Anschreiben bis zum Lebenslauf. Du bist noch auf der Suche? Finde jetzt deine Werkstudentenstelle. Wenn du dich über Campusjäger by Workwise bewirbst, benötigst du kein Anschreiben. Du lädst deinen Lebenslauf hoch, beantwortest 3 Fragen zur Stelle und fertig ist deine Bewerbung.

Inhalt

Definition: Was ist ein Werkstudent?

Werkstudenten sind immatrikulierte Studenten – nicht im Urlaubssemester – die neben dem Studium in einem Unternehmen tätig sind. Es geht darum, deine Soft Skills zu verbessern, neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrung zu sammeln.

Eine Anstellung als Werkstudent zeichnet sich vor allem durch den Versicherungsstatus aus: Du zahlst keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Eine Ausnahme gibt es, wenn du über 450€ pro Monat verdienst oder über 25 Jahre bist. In diesem Fall bist du nicht mehr in der Familienversicherung, sondern musst dich selbst versichern.

Außerdem darfst du als Werkstudent höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. So wird sichergestellt, dass dein Studium nicht gefährdet ist. In den Semesterferien darfst du jedoch Vollzeit arbeiten – das heißt maximal 40 Stunden pro Woche.

Werkstudent Gehalt

Ein Werkstudent hat das Recht auf Mindestlohn, der seit 2021 bei 9,50€ pro Stunde liegt. Wenn du beispielsweise die vollen 20 Stunden pro Woche ausschöpfst, verdienst du knapp 760€ im Monat – und das, ohne im Studium kürzer treten zu müssen.

Genaueres zum Thema findest du im Artikel Werkstudent: Gehalt, Steuern und Versicherungen [2021].

Werkstudentenjob finden

Es gibt zahlreiche Jobbörsen im Internet. Einige davon sind direkt auf passende Stellen für Studenten und Absolventen spezialisiert. Das erleichtert dir die Suche nach einer Werkstudentenstelle.

Doch jedes Mal ein neues Anschreiben zu verfassen und die Bewerbungsunterlagen auf verschiedenen Plattformen hochzuladen oder per Mail zu versenden kostet viel Zeit. Deswegen bietet Campusjäger by Workwise dir eine Plattform für alle Bewerbungen. Um dich auf die Stellen zu bewerben, benötigst du auch kein Anschreiben. Stattdessen beantwortest du 3 Fragen zur Stelle, die vom Unternehmen gestellt wurden.

Bewerbung Student: Aufbau und Form

Egal ob Finanzamt oder Daimler, BWL oder Maschinenbau – beim Bewerben auf eine Werkstudentenstelle kannst du dich an der universellen Grundstruktur von Bewerbungen orientieren:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf inkl. Zertifikate und Arbeitszeugnisse
  • Motivationsschreiben (falls gewünscht)
4 von 5 häufige Absagegründe liegen in deiner Hand: Richtig bewerben, Absagen vermeiden [Guide].

Im nächsten Abschnitt gehen wir mit dir die einzelnen Bestandteile Schritt für Schritt durch, damit du Bescheid weißt, was genau Unternehmen in der Bewerbung als Werkstudent von dir verlangen. Kuli und Notizblock liegen bereit? Los geht's!

Anschreiben: Bewerbung Werkstudent

Im Anschreiben erläuterst du dein Anliegen, warum du unbedingt in diesem Unternehmen arbeiten willst und gibst dem Personaler einen ersten Überblick über deine fachlichen Qualifikationen und Persönlichkeit.

Die ersten Sekunden des Lesens eines Anschreibens sind hierbei besonders entscheidend, da mit einem Blick auf das Format, die Struktur und die ersten Sätze schon aussortiert und abgewägt wird, ob du für die Stelle als Werkstudent in Frage kommst oder nicht.

Der Aufbau von Anschreiben ähnelt zumeist der Briefform – außer sie sind als E-Mail gewünscht, dann ändert sich der Kopfteil: Die Kontaktdaten des Empfängers werden nicht mehr benötigt und deine Kontaktdaten kommen unter deine Unterschrift an den Schluss.

Die Grundelemente eines Anschreibens sind:

  • Kopfteil
    • Eigene Kontaktdaten
    • Daten des Empfängers
    • Betreff
  • Einleitung
    • Motivation für die Bewerbung
  • Hauptteil
    • Aktueller Stand (Status quo)
    • Qualifikationen
    • Persönlicher Fit
  • Schluss

Inhalt eines Bewerbungsschreibens für Werkstudenten

Der Inhalt deines Anschreibens sollte so nah wie möglich an den geforderten Qualifikationen der ausgeschriebenen Werkstudentenstelle sein.

Belege alle deine Fähigkeiten und Kompetenzen sowie charakterliche Stärken anhand von Beispielen und lasse unnötige Informationen, die nichts mit der Stelle zu tun haben, einfach weg. Du musst nicht zeigen, was du alles gemacht hast, sondern gezielt Informationen aus deinem Lebenslauf aufbereiten und logisch in Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Stelle bringen.

Welche Informationen in deinem Anschreiben stehen sollten, siehst du hier:

Der (Brief-)Kopfteil

Du beginnst den Kopfteil deines Anschreibens mit deinen eigenen Kontaktdaten, lässt danach drei bis vier Zeilen frei und gibst die Daten des Adressaten an. Diese Formalität ist für die spätere Kontaktaufnahme sowie die richtige Zustellung an deinen Ansprechpartner wichtig.

Auch bei E-Mail-Bewerbungen gehören die Personalien dazu, hier werden jedoch nur deine eigenen Kontaktdaten gebraucht. Diese werden üblicherweise in Form einer Signatur oder einfach nach der Unterschrift aufgeführt.

Tipp: Versuche immer den passenden Adressaten herauszufinden. Oft ist dieser als Ansprechpartner für die jeweilige Stelle auf der Webseite des Unternehmens vermerkt. Falls nicht, solltest du dir die Mühe machen und anrufen. Auch wenn man dir nicht beim ersten Anruf die gewünschte Antwort gibt, bleib dran und lass dich gegebenenfalls weiterleiten.

Wenn du nach den Telefonaten dann deinen gewünschten Ansprechpartner gefunden hast, ist es sinnvoll, den Anruf im Anschreiben auch zu erwähnen (z.B.: „Nach unserem Telefongespräch ...“).

Die Person, die deine Bewerbung später in die Hände bekommt, erinnert sich eventuell sogar an euer Telefonat, fühlt sich in jedem Fall aber zumindest gleich persönlich angesprochen und ist bereitwilliger deine Bewerbung zu lesen.

Als Vorlage für ein gutes Anschreiben haben wir dir hier ein Muster verfasst:

Ein schlechtes Anschreiben dagegen kannst du dir so vorstellen:

Betreff und Einleitung Anschreiben

Dein Betreff sollte so kurz und präzise wie möglich sein. Am besten nennst du hier, wofür du dich bewirbst und übernimmst die Bezeichnung (beispielsweise die Referenznummer) aus der Stellenausschreibung.

Auch dein Einleitungssatz sollte das Interesse des Lesers wecken, damit er weiterlesen möchte.

Folgende Floskeln solltest du dabei vermeiden:

  • „Hiermit bewerbe ich mich bei/für/als …“
  • „Durch Ihre Jobanzeige im Internet/in der Zeitung …“
  • „Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil …“

Besser sind Formulierungen, die übermitteln, dass du dich bereits mit dem Unternehmen auseinandergesetzt und dir ernsthaft Gedanken über deine Aufgaben, Ziele und Vorstellungen gemacht hast.

Oder hattest du sogar bereits (persönlichen oder telefonischen) Kontakt zu einem Ansprechpartner des Unternehmens? Das kannst du auch immer super als Aufhänger verwenden.

  • „Auf der letzten X-Messe in X-Stadt lernte ich Ihr Unternehmen durch Frau XV als innovative und kreative Firma kennen. Ein energisches Arbeitsumfeld, in welchem ich meine Fähigkeiten XY einsetzen und entwickeln kann, reizt mich sehr.“
  • „Nach unserem ausführlichen und, wie ich finde, sehr angenehmen Telefonat, für das ich mich nochmals bedanken möchte, hier wie besprochen meine vollständigen Bewerbungsunterlagen.“

Weitere Formulierungen für einen individuellen Einstieg in deine Bewerbung haben wir dir hier zusammengestellt.

Motivation für die Bewerbung

Ein super Einstieg für ein Anschreiben ist es, deine Motivation zu formulieren. Beantworte hierfür in zwei kurzen Sätzen, wieso du dich für das Unternehmen und genau diese ausgeschriebene Werkstudentenstelle interessierst.

Am besten startest du direkt mit dem stärksten Argument. So kannst du den Personaler direkt überzeugen und hast seine Aufmerksamkeit. Hilfreich kann es auch sein, wenn du einen direkten Bezug zu deinem Studium herstellst. Je näher die Werkstudentenstelle an deinem Studiengang ist, desto besser. Du kannst auch an dieser Stelle einzelne Module hervorheben, die du thematisch passend findest. Das zeigt, dass du dich schon seit längerem für das Aufgabengebiet interessierst und verdeutlicht deine Motivation.

Der Hauptteil

Nach den ganzen Formalitäten geht es nun ans Eingemachte: Jetzt musst du deine Qualifikationen und Fähigkeiten mit überzeugenden Argumenten darlegen.

Idealerweise ist dein Ansprechpartner nach deiner gelungenen Einleitung neugierig geworden und möchte mehr über dich erfahren. Damit du ihn nicht enttäuschst, solltest du dir Gedanken darüber machen, was dich an der Stelle als Werkstudent reizt.

Als angehender Werkstudent hast du wahrscheinlich noch keine große Berufserfahrung vorzuweisen. Deswegen musst du mit deinen Fähigkeiten, Erfolgen in Uniprojekten und durch deine Persönlichkeit überzeugen.

Dein Status quo

Dein aktueller Stand ist immer ein guter Ausgangspunkt zu erklären, was du kannst. Denn wenn du gerade erst im dritten Semester bist, kann niemand erwarten, dass du bereits massig Berufserfahrung gesammelt hast.

So werden keine falschen Erwartungen und Missverständnisse erzeugt.

Deine Qualifikation

Natürlich musst du deine bereits erbrachten Qualifikationen nennen, damit sich die Personalabteilung ein Bild von dir und deinen Fähigkeiten machen kann.

Du kannst diesen Punkt auch an deine Motivation anknüpfen. Das ist sprachlich zwar etwas anspruchsvoller, zahlt sich aber aus, da du deine Beweggründe mit deinen Fähigkeiten belegst.

Du hast alle Tipps befolgt: Individuelles Anschreiben, einen übersichtlichen Lebenslauf und trotzdem hat es noch nicht für eine Jobzusage gereicht? Das ist auf keinen Fall ein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Stattdessen ist es sinnvoll, die Zeit zu nutzen und dich weiterzubilden. Und dafür bieten sich Webinare an. Du kannst dir wertvolle Hard und Soft Skills aneignen, die dir einen Vorteil bei der nächsten Bewerbung verschaffen. Hier findest du kostenlose Webinare zu den Themen Bewerbung, Präsentation und Karriere.

Dein Persönlicher Fit

Versuche auch aus scheinbar „unwichtigen“ Fähigkeiten eine Stärke zu formulieren und eventuelle Lücken in deinen Fertigkeiten – die in der Stellenausschreibung jedoch gefordert werden – positiv zu formulieren und immer wieder zu unterstreichen. Hier kannst du deine Motivation hinzuzählen und auf deine Lernbereitschaft verweisen.

Diese Fähigkeit zählt nämlich zu deinen Soft Skills. Darunter sind persönliche, soziale und methodische Kompetenzen zu verstehen. Also überfachliche Qualifikationen, die sich – im Gegensatz zu den fachlichen Fähigkeiten, den Hard Skills – schwieriger überprüfen lassen.

Wenn du beispielsweise eine Junioren-Handballmannschaft trainierst, könnte das bedeuten, dass du eine große Teamfähigkeit besitzt, erste Erfahrung in einer Führungsposition vorweist und andere Menschen gut motivieren kannst.

Du siehst, sofort hast du aus einem scheinbar irrelevanten Hobby wichtige Qualifikationen für deinen Werkstudentenjob herausgeholt.

Schlussteil

Im Abschlussteil deiner Bewerbung drückst du deine Bereitschaft aus, zu einem persönlichen Gespräch vorbeizukommen und bedankst dich für die investierte Zeit deines Lesers. So bleibt deine Bewerbung in guter Erinnerung.

Du kannst dir den letzten Satz wie einen Händedruck vorstellen: Nicht zu schlapp, aber auch nicht zu kräftig.

Zu schwache Formulierungen für den Schluss wären:

  • „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden.“
  • „Bitte laden Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch ein.“

Und diese hier sind etwas zu stark:

  • „Ich freue mich auf das Vorstellungsgespräch!“
  • „Rufen Sie mich an!“

Besser sind:

  • „Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich.“
  • „Gerne stelle ich mich Ihnen persönlich bei einem Vorstellungsgespräch vor.“
Knackiger Schlusssatz für die Bewerbung: Warum der Schlusssatz so besonders ist und Beispiele.

Schlussendlich verabschiedest du dich noch freundlich und setzt deine Unterschrift unter die Bewerbung. Damit wäre der größte und deutlich anspruchsvollere Teil deiner Bewerbung bereits geschafft.

Weiter geht’s mit dem perfekten Lebenslauf.

Werkstudent Lebenslauf

Neben deinem Bewerbungsschreiben fügst du deinen Unterlagen noch einen Lebenslauf hinzu. Dieser enthält deine schulische und berufliche Laufbahn, damit die Fähigkeiten, die du in deinem Motivationsschreiben erwähnt hast, auch bewiesen werden.

Du solltest also darauf achten, dass dein Anschreiben und Lebenslauf inhaltlich stimmig sind.

Ein guter Lebenslauf ist außerdem übersichtlich und enthält nur die für die Anstellung benötigten Informationen. Die wichtigsten Kenntnisse und Erfahrungen müssen schnell erkenntlich sein und ansprechend wirken.

Lebenslauf Inhalt

Der klassische Lebenslauf ist tabellarisch aufgebaut. Das bedeutet: Du listest inhaltlich lückenlos Informationen über persönliche Daten, deinen beruflichen Werdegang, deine Erfahrungen und Fertigkeiten auf.

Du kannst dich hierbei an dieser Gliederung orientieren:

  • Persönliche Kontaktdaten
  • Dein Bewerbungsfoto
  • Ausbildung/Studium
  • Erfahrungen/Praktika
  • Kenntnisse und Fähigkeiten

Beachte, dass diese Reihenfolge nur ein Beispiel ist.

Du kannst deine Gliederung jederzeit beliebig anpassen, wenn du beispielsweise im Ausland warst, außeruniversitäre Zusatzqualifikationen erlangt hast oder ehrenamtlich tätig bist. Damit wird dein Lebenslauf so individuell wie möglich.

Wie du einen besonders guten Lebenslauf für deine Bewerbung schreibst und ein Muster zur Inspiration findest du im Artikel Lebenslauf Student – So überzeugst du mit deinem Lebenslauf. Tipps fürs Vorstellungsgespräch als Werkstudent findest du hier.

Mit diesen Tipps kannst du direkt mit deinem Anschreiben loslegen. Oder du gehst den einfachen Weg und bewirbst dich innerhalb von nur 2 Minuten. Wenn du dich über Campusjäger by Workwise bewirbst, benötigst du kein Anschreiben. Du beantwortest 3 Fragen zur Stelle und schon kannst du deine Bewerbung abschicken.

Jetzt passende Werkstudentenstelle finden

Veröffentlicht am 14.06.2016, aktualisiert am 26.05.2021

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