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Die perfekte Bewerbung für dein Praxissemester [2019]

Kay KochOktober 2019

Egal ob ein Praxissemester fest in dein Studium integriert ist oder du einfach nur mal aus der Uni rauskommen willst, um die Praxis kennenzulernen – die wichtigsten Regelungen findest du in deiner Studienordnung.

Dort steht in der Regel, ob du ein Praxissemester machen musst, in welchem Zeitrahmen, welche Unternehmen in Frage kommen und wie der Inhalt gestaltet sein muss. Viele Vorgaben, die du beachten solltest.

Bei der Bewerbung bist du allerdings auf dich alleine gestellt. Finde jetzt heraus, wie du dich am besten auf dein Praxissemester bewirbst. 

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Inhalt

Was ist ein Praxissemester?

Praxissemester finden sich vor allem an Hochschulen, da diese im Vergleich zu Universitäten eher praktisch orientiert sind.

Je nach Hochschule dauert das Praxissemester bis zu 6 Monate und findet meist in der zweiten Hälfte des Studiums statt. In dieser Zeit sollst du Einblicke in den Alltag deines möglichen Berufsfeldes bekommen.

Dein Studium ermöglicht dir zwar viele unterschiedliche Möglichkeiten, aber bestimmt hast du nach dem Grundstudium schon eine Idee, was dir gefällt – oder zumindest eine grobe Richtung.

Falls nicht, auch nicht schlimm: Du kannst die Zeit auch nutzen, um dich auszuprobieren. Zu wissen, wo du später mal auf keinen Fall arbeiten willst, ist auch viel wert.

Praxissemester: Bewerbung und Anschreiben

Die Bewerbung für ein Praxissemester unterscheidet sich nicht grundsätzlich von denen für Praktika. Die Bewerbung besteht für gewöhnlich aus deinem persönlichen Anschreiben, deinem Lebenslauf und deinen Anlagen mit Arbeitszeugnissen und zertifizierten Qualifikationen.

Stressig? Finden wir auch. Deswegen kannst du dich bei uns ohne klassisches Anschreiben auf Praxissemester bewerben.

Falls du dennoch ein Muster für deine Bewerbung auf ein Praxissemester willst, findest du in unserem Artikel “Die perfekte Bewerbung fürs Praktikum [inkl. Musteranschreiben]” Inspiration für kreative Inhalte, die Struktur sowie Dos und Don’ts im Anschreiben und Lebenslauf.

Die wichtigsten Tipps zur Bewerbung für ein Praxissemester gibt es für dich hier auf einen Blick:

Schreib bereits in den Betreff des Anschreibens, dass du dich auf ein Praktikum für ein Praxissemester bewirbst. Denn viele Unternehmen nehmen aufgrund der Einführung des Mindestlohns für Praktikanten ab einer Beschäftigungsdauer von 3 Monaten überhaupt keine längerfristigen Praktikanten mehr an. Dieses Ausschlusskriterium übergehst du elegant, indem du diese Information im Betreff oder deinem ersten Satz vorweg nimmst.

Verwende für dein persönliches Anschreiben Schlüsselwörter aus der Stellenanzeige. Da vor allem Personalern großer Konzerne täglich Bewerbungsschreiben zugesendet werden und der Aufwand für eine manuelle Bearbeitung viel zu groß ist, findet heutzutage eine maschinelle Vorselektion von Bewerbungsunterlagen statt. Bewerbungen per Mail werden nach Must-Have- und Nice-to-Have-Fähigkeiten im Lebenslauf und Anschreiben gescannt.

Um deine Chancen in die zweite Runde zu kommen zu erhöhen, solltest du die Schlüsselworte oder -kompetenzen einer Stellenausschreibung ausfindig machen. Diese solltest du dann im gleichen Wortlaut in deine Bewerbungsunterlagen einbauen.

Das persönliche Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Auch wenn es dir schwer fällt, deine Erfahrungen zu priorisieren und für die jeweilige Stelle nur die wichtigsten Erfahrungen und Qualifikationen herauszuarbeiten – nimm diese Anstrengung auf dich, es lohnt sich. Personaler freuen sich, wenn du ihnen die Suche nach dem perfekten Kandidaten so einfach wie möglich machst.

3 Gründe, dein Praxissemester richtig zu nutzen

Fragst du dich manchmal: “Warum mache ich das alles eigentlich?”

Natürlich kann es sein, dass dein Praxissemester fest in der Studienordnung verankert ist und du gar keine andere Wahl hast. Aber du solltest diese Chance auf jeden Fall nutzen.

Wir geben dir schon mal drei gute Gründe, wieso du dich auf dein Praxissemester freuen solltest – obwohl es erstmal zusätzlichen Aufwand bedeutet.

1) Erfahrung

Das Praxissemester dauert meist zwischen 4 und 6 Monate und kann mit den vorausgehenden und anschließenden Semesterferien auf bis zu 8 Monate verlängert werden.

Viel Zeit um viel Erfahrung zu sammeln. Je nachdem wie lang dein Praxissemester sein soll, kannst du jetzt sogar noch ein zweites Praktikum machen.

Natürlich ist es auch eine Erfahrung über einen sehr langen Zeitraum in einem Unternehmen zu bleiben, viele Firmen stellen Praktikanten jedoch nur zwischen 2 und 6 Monate an, um die geringfügige Entlohnung zu rechtfertigen – und es geht doch schließlich um die Erfahrung, nicht ums Geld, oder?

2) Was willst du?

Seit Beginn deines Studiums zweifelst du, ob es die richtige Entscheidung war, sich für genau dieses Studienfach einzuschreiben. Die Theorie ist dir zu trocken, das Gelernte macht dir wenig Spaß und du fragst dich immer wieder: “Was wäre, wenn ich das Studium einfach abbrechen würde?"

Schluss damit und ab ins Praxissemester!

Denn nur hier bietet sich die Chance aus deinem festgefahrenen Studienalltag auszubrechen und in die Praxis einzutauchen. So lernst du den Bereich aus nächster Nähe kennen, blickst über den Tellerrand in andere Bereiche und kannst besser entscheiden, was dir liegt.

3) Kontakte knüpfen

Kontakte sind viel wert. Während des Praktikums hast du die ideale Gelegenheit, um zu netzwerken. So kannst du Kontakte knüpfen, die dir interessante Einblicke in ihren Fachbereich zeigen und dich im Praktikum unterstützen.

Außerdem kannst du schon den Grundstein legen, um nach deinem Studium in eine Festanstellung übernommen zu werden.

Praxissemester: Dauer

Der Name sagts schon: Praxissemester dauern in der Regel ein Semester (4–6 Monate), manchmal auch bis zu einem Jahr. Das variiert meist je nach fachlicher Ausrichtung und Studienordnung. Zudem ist es möglich, dass du die Semesterferien vor der Praxisphase und nach der Praxisphase bereits für dein Praktikum nutzt und so den Zeitraum ausweiten kannst.

Dadurch könntest du sogar nach deinem Pflichtpraktikum ein weiteres Praktikum machen. Dieses ist dann durch deine neu erlangten Qualifikationen leichter zu bekommen und wird als freiwilliges Praktikum – je nach Länge – oft besser vergütet.

Da Praxissemester oft fester Bestandteil eines Studiums sind, musst du dir nicht extra Zeit dafür nehmen. Anders sieht es aus, wenn du noch ein zusätzliches Praxissemester machen willst oder du sowieso nur auf freiwilliger Basis eins absolvieren kannst. In den Fällen kannst du beispielsweise ein Urlaubssemester einlegen, denn Praktika gehören zu den möglichen Gründen, um eines zu beantragen.

Wann solltest du dich für ein Praxissemester bewerben?

Manche würden jetzt bestimmt sagen, dass du die Bewerbung fürs Hochschulpraktikum abschicken solltest, bevor du überhaupt das Studium anfängst. So schlimm ist es nicht.

Aber: Manche Praktika sind begehrter als andere und daher schneller vergeben. Deswegen solltest du am besten immer die Augen offenhalten und dich auch mal initiativ bewerben. Da du weißt, wann die Praxisphase in deinem Studium stattfindet, kannst du gut vorausplanen.

Aber mach dir keine Sorgen, es gibt genug Unternehmen, die sehr kurzfristig Praktika ausschreiben.

Fachlicher Bezug von Praxissemestern

Ein weiterer Unterschied zwischen einem Praxissemester und einem freiwilligen Praktikum ist es, dass für vorgeschriebene Praxisphasen in der Regel ein fachlicher Bezug zum Studium vorausgesetzt wird. Dieser bildet die Basis für die Anerkennung deines Praktikums für dein Praxissemester. Freiwillige Praktika dienen hingegen der beruflichen Orientierung und sind nicht zwingend fachgebunden.

So ist es üblich, dass sich beispielsweise Maschinenbaustudenten für Praxissemester bewerben, die nach Kenntnissen aus Vorlesungen und Seminaren des Maschinenbaustudiums verlangen. Für eine Bewerbung auf ein Praxissemester im Maschinenbau sowie in anderen Fachrichtungen ist es jedoch nicht schlimm, wenn du nicht alle gewünschten Anforderungen einer Stellenausschreibung erfüllst.

Wichtiger ist meist, dass du Lernbereitschaft zeigst und motiviert bist, Wissenslücken zu füllen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Anforderungen erfüllst, solltest du entweder nachfragen oder aber im Zweifel immer dein Glück versuchen.

Du studierst Lehramt? Für Lehramtstudenten ist ein Praxissemester zwischen dem Bachelor- und Masterstudium sowie bereits während des Bachelors unabdingbar, um nochmals zu testen, ob du wirklich bereit bist, Lehrer zu werden. Genaue Informationen für verpflichtende Praxisphasen für Lehramtstudierende in Baden-Württemberg findest du beispielsweise unter Lehrer Online in Baden-Württemberg.

Praxissemester: Gehalt und Mindestlohn

Was ist ein Praxissemester? Wir wollen dich hier nicht mit einer Definition eines Praxissemesters langweilen, aber es ist wichtig, diese Frage näher zu betrachten, denn sie ist wichtig für das Gehalt im Praxissemester.

Eigentlich beschreibt ein Praxissemester ein berufspraktisches Semester, das fester Bestandteil eines Studiums an Hochschulen ist. Da du es absolvieren musst, handelt es sich um ein Pflichtpraktikum.

Demgegenüber stehen freiwillige Praktika, die du machen kannst/willst, beispielsweise vor dem Studium, in der vorlesungsfreien Zeit oder zwischen Bachelor und Master.

Für Pflichtpraktika gelten andere gesetzliche Regelungen als für freiwillige Praktika. Das hat zur Folge, das Pflichtpraktika – und damit Praxissemester – nicht vergütet werden müssen. Unternehmen können aber, wenn sie möchten. Oft bekommen Praktikanten monatlich 450€ gezahlt, manchmal auch mehr. Theoretisch sind nach oben keine Grenzen gesetzt.

Freiwillige Praktika, die länger als drei Monate dauern, müssen hingegen mit dem Mindestlohn vergütet werden. Bei dem aktuellen Mindestlohn von 9,19€ pro Stunde macht das etwa 1.600€ im Monat. Ein ziemlicher Unterschied, wie du siehst.

Mehr zu Thema Mindestlohn in Praktika und Praxissemestern findest du in unserem Artikel Praktikum und Praxissemester: Wer bekommt Mindestlohn?

Nun wird der Begriff "Praxissemester" schnell für Praktika jeder Art verwendet, die etwa ein Semester dauern. Manchmal sind damit aber freiwillige Praktika gemeint, was zu Missverständnissen führen kann. Deswegen solltest du genau darauf achten und im Zweifel nochmal nachfragen, was mit "Praxissemester" gemeint ist, und in deiner Bewerbung ganz eindeutig sagen, nach welcher Art Praktikum du suchst.

Durch die Einführung des Mindestlohns gewinnen Pflichtpraktika für Praxissemester immer weiter Aufschwung, denn viele Unternehmen können und wollen diesen Preis für einen Praktikanten nicht zahlen.

Ob das nun gut ist oder nicht, sei dahingestellt. Tatsache ist: Die Auswahl an Praxissemesterstellen ist besonders groß und vielseitig – und wird immer größer und vielseitiger.

Egal ob du dich für ein Praxissemester im Bereich der sozialen Arbeit, BWL, Maschinenbau oder im (Bau-)Ingenieurwesen bewerben willst, du findest auf jeden Fall ein Praktikum.

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