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Was ist ein Werkstudent?
Was du über die Anstellung als Werkstudent wissen musst

Du möchtest als Student nebenbei gutes Geld verdienen und Erfahrung für dein späteres Berufsleben sammeln? Eine gute Alternative zu Kellnerjobs, Ferienjobs oder sich aneinanderreihenden Praktika sind Werkstudentenjobs.

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Inhalt

Werkstudent – Was ist das?

Ein Werkstudent ...

  • ist an einer Hochschule oder Universität immatrikuliert
  • will mehr als einen langweiligen Nebenjob
  • möchte sein Wissen aus dem Studium in der Praxis anwenden

Als Werkstudent arbeitest du als Student neben dem Studium für mehrere Stunden pro Woche im Unternehmen, bekommst dort ein eigenes Gehalt und bekommst Einblicke in dein zukünftiges Berufsleben. Dies gilt dann als eine mehr als geringfügige Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit.

Voraussetzungen für einen Werkstudentenvertrag ist lediglich die Immatrikulation an einer Fachhochschule oder Hochschule. Werkstudent kannst du also nur sein, wenn und solange du an einer Hochschule oder Universität eingeschrieben bist. Das Arbeitspensum liegt bei maximal 20 Stunden pro Woche und darf nur in der vorlesungsfreien Zeit bis zu 40 Stunden betragen.

Das soll sicherstellen, dass du dein Studium nicht vernachlässigst. Sobald dieser Status endet, endet auch der Vertrag als Werkstudent.

11 Vorteile eines Werkstudenten

Als Werkstudent hast du im Gegensatz zu bezahlten Praktika, nicht nur den Vorteil, dass du über einen längeren Zeitraum – in der Regel mindestens sechs Monate – bei einem Unternehmen angestellt bist, sondern auch finanzielle Vorteile. Werkstudenten sind zwar rentenversicherungspflichtig, jedoch von der gesetzlichen Krankenversicherung und von der Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung befreit. Da bekommst du also mehr Netto vom Brutto.

Während der Vorlesungszeit darf die wöchentliche Arbeitszeit 20 Stunden nicht überschreiten. In den vorlesungsfreien Zeiten bieten viele Firmen ihren Werkstudenten jedoch auch die Möglichkeit, auf Vollzeit zu erhöhen. Das macht sich natürlich schnell am Gehalt bemerkbar, du kannst voll in die einzelnen Projekte einsteigen und lernst den Ablauf eines Vollzeitjobs kennen.

Vorteil 1: Du verdienst gutes Geld

Infografik: Wie finanzieren Studenten in Deutschland ihr Studium? - 87% unterstützt von Eltern, 63% haben einen Nebenjob, 32% erhalten BAföG, 6% nehmen einen Studienkredit

Viele Firmen sind offen für Werkstudenten, da sie Knowhow einbringen aber im Gegensatz zu Vollzeitkräften günstiger sind. Im Durchschnitt verdienst du trotzdem meistens mehr als Studenten, die ein Praktikum machen.

Diese sind oftmals nur drei Monate beschäftigt und damit vom Mindestlohn freigestellt. Als Werkstudent hingegen profitierst du vom Mindestlohn – falls dich interessiert, was genau du als Werkstudent verdienst, kannst du das auf Gehalt von Werkstudenten nachlesen.

Vorteil 2: Du sammelst Praxiserfahrung

Ein Werkstudentenjob ist ein absolutes Plus im Lebenslauf. In kaum einem anderen Studentenjob kannst du so fachspezifische Praxiserfahrung sammeln. Dabei lernst du nicht nur die Theorie praktisch umzusetzen, sondern siehst auch, ob diese in der Praxis überhaupt verwendet wird. Du erlebst den Arbeitsalltag in allen Facetten mit und bereitest dich damit realitätsnah auf die Zeit nach deinem Studium vor. Das verschafft dir einen realistischeren Blick für deinen möglichen Berufsalltag.

Werkstudent zu sein erlaubt es dir, in verschiedene Abteilungen reinzuschnuppern. Dadurch wird dir der Freiraum gegeben zu reflektieren, wo du dich in Zukunft siehst. Denn natürlich ist es nicht nötig von Anfang an genau wissen, was dir Spaß macht und wo du besonders gut bist, manchmal hilft es auch zuerst herauszufinden in welchen Bereichen du dich gar nicht siehst.

Vorteil 3: Du bekommst tief gehende Einblicke

Werkstudenten sind Teilzeitbeschäftigte, wohingegen Praktikanten in der Regel nur kurzfristig in Unternehmen beschäftigt sind. Durch den längeren Zeitraum deiner Beschäftigung erhältst du tief gehende Einblicke in das operative Tagesgeschäft und deinen Fachbereich.

Länger in einer Firma angestellt zu sein, hat aber auch noch die Vorteile, das Vertrauen zum Arbeitgeber zu stabilisieren und dadurch mehr Verantwortung in einzelnen Projekten zu übernehmen. Zusätzlich sind deine Aufgaben meist spannender als die Aufgaben während eines Praktikums. Denn für diese wird oft nur ein kurzfristiges, zeitgebundenes Projekt aus dem Boden gestampft.

Vorteil 4: Du erweiterst deine Qualifikationen

Unter dem Begriff Hard Skills sind all jene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verstehen, die berufstypisch und messbar sind. Dazu gehören, neben dem Umgang mit fachspezifischer Software wie Bildbearbeitungsprogramme, auch die Vertiefung deiner Kenntnisse und Fähigkeiten in Standardprogrammen.

Typischerweise zählen hierzu Microsoft Word, Powerpoint und Excel oder vergleichbare Programme. Denn ob du beispielsweise ein Experte in Powerpoint bist, hast du durch deine vielfältige Ausführung in Präsentationen bereits beweisen können. Zudem erhältst du Einführungen in fachübergreifende Software wie Projektmanagement-Tools und Firmen-Chats. Alle neu erlernten Hard Skills, fügst du deinem Lebenslauf hinzu – ein weiteres Plus!

Soft Skills sind persönliche und soziale Fähigkeiten, die du ständig weiterentwickelst. Dazu gehören Engagement, Empathie, Neugier, Belastbarkeit, Organisationstalent, Zeitmanagement, Kommunikations- und Kritikfähigkeit und viele mehr. Als Werkstudent lernst du deine Soft Skills gezielt einzubringen und zu verbessern.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, was du bereits für persönliche Fähigkeiten hast und welche es gibt? Eine gute Übersicht über weitere Soft Skills steht für dich in unserem Karriereguide bereit.

Vorteil 5: Du lernst Stärken und Schwächen kennen

Als Werkstudent kommst du an deine Grenzen und lernst dabei deine Stärken (und Schwächen) kennen. Durch deine Arbeit als Werkstudent entwickelst du dich persönlich wie auch fachlich weiter und lernst dich dabei selbst besser kennen. Das verschafft dir für zukünftige Bewerbungen auf Jobs deutliche Vorteile. Denn während andere bei Vorstellungsgesprächen krampfhaft ihre Stärken und Schwächen aufsagen, bleibst du ruhig.

Deine Werkstudentenstelle hat dich in vielen Bereichen gefordert, du hast dich spezifiziert und persönlich sowie fachlich weiterentwickelt. Im Gegensatz zu Personen, die noch keine Erfahrung gesammelt haben, fällt dir das reflektierte Beantworten dieser typischen Frage leichter.

Du bekommst als Werkstudent die Möglichkeiten in verschiedene Bereiche und Abteilungen reinzuschnuppern und diese kennenzulernen. Durch den ständigen Reflektionsprozess deines mitgebrachten Wissens aus dem Studium und der Rückkopplung im Job, hast du zudem einen Anreiz, in welchen Bereichen du dich noch verbessern kannst und auch solltest.

Vorteil 6: Flexible Arbeitszeiten

Du hast bis 14Uhr Vorlesungen und ab 18Uhr wieder ein Seminar – kein Problem! Als Werkstudent besitzt du zumeist das Privileg, dir deine Zeiten flexibel einzuteilen. An welchen Tagen du wie lange arbeitest, hängt davon ab, wie du verfügbar bist und wann du besonders gebraucht wirst.

Du entscheidest, wie viel Zeit du neben dem Studium für deine Arbeit aufbringen willst. Allerdings darfst du nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dadurch wird sichergestellt, dass du das Studium nicht vernachlässigst!

Vorteil 7: In den Semesterferien auf Vollzeit arbeiten

Zudem bietet dir die Werkstudententätigkeit die Möglichkeit, in den Semesterferien auf Vollzeit zu arbeiten. Du hast im Gegensatz zu deinen Kommilitonen damit eine Sorge weniger. Denn du musst dich für die freie Zeit nicht extra noch um ein Praktikum oder einen Aushilfsjob bemühen. Die Studienfinanzierung sowie das Sammeln von Praxiserfahrung sind keine Problempunkte für dich, sondern in deinem Job als Werkstudent geschickt miteinander verknüpft.

Vorteil 8: Als Pflichtpraktikum anrechnen lassen

Während deines Studiums musst du ein Pflichtpraktikum machen, doch ein Praktikum, das in die vorlesungsfreie Zeit passt, ist schwer zu bekommen? Die Unternehmen wollen dich gleich 12 bis 24 Wochen haben, du hast aber nur knappe 8 Wochen frei? Ein Problem, das mit einer Tätigkeit als Werkstudent umgangen werden kann.

Werkstudententjobs können nämlich oft als Pflichtpraktikum angerechnet werden. Wichtige Voraussetzungen sind die thematische Vergleichbarkeit mit deinen Studieninhalten und der Abgleich mit geforderten Maßstäben des Pflichtpraktikums in deiner Studienordnung. Gleichen sich die Anforderungen deines Studiums mit deinen Tätigkeiten im Job, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser als ein Pflichtpraktikum angerechnet werden kann.

Zur Sicherheit solltest du das jedoch frühzeitig mit einer verantwortlichen Person an deiner Universität oder Hochschule abklären.

Vorteil 9: Netzwerk aufbauen

An deinem Arbeitsplatz lernst du viele interessante Personen kennen. Baue dir ein Netzwerk auf, auf das du in Zukunft zurückgreifen kannst! Als Werkstudent schaffst du dir bereits deine ersten Kontakte. Über deinen Tätigkeitsbereich lernst du innerhalb und außerhalb deines Arbeitsplatzes viele interessante Leute kennen. Vernetze dich und nutze die Chance mit diesen Leuten sowie deinem Arbeitgeber, sämtlichen Mitarbeitern und weiteren Bekannten aus deinem Arbeitsumfeld in Kontakt zu bleiben.

Nicht selten ergeben sich hierdurch weitere Vorteile und Chancen für deine Zukunft. Das belegt auch eine Studie der Universität Heidelberg, die geknüpfte Kontakte während eines Praktikums oder anderweitigen studentischen Erwerbstätigkeiten als “effizient” einstuft. Der Berufseinstieg fällt dir also meistens leichter.

Vorteil 10: Deine Übernahmechancen steigen

Durch deine Werkstudententätigkeit kannst du dich in vielerlei Hinsicht beweisen. Indem du dich zuverlässig und verantwortungsbewusst zeigst, baust du Vertrauen zu den Personen in deinem Umfeld auf und überzeugst mit deinen Kompetenzen.

Wenn du deinen Arbeitgeber von dir überzeugst, steigen die Chancen, dass du nach dem Studium direkt übernommen wirst. Dein Arbeitgeber kennt dich, weiß was du kannst und wie er dein Potenzial am besten einsetzt. 

Wenn das Unternehmen für deine karrieretechnische Weiterentwicklung attraktiv ist, du das Team schätzen gelernt hast und bleiben willst, ist das ein perfektes Match! Deine Karriere direkt nach dem Studium über einen Werkstudentenjob anzufangen sorgt für einen nahtlosen Übergang und ausbleibenden Lücken im Lebenslauf. Wenn du darauf keine Lust hast, profitierst du für die Zukunft trotzdem von deiner Erfahrung, denn deine erweiterten Qualifikationen bleiben.

Vorteil 11: Thesis schreiben

Hast du dich schon gefragt, ob du nicht vielleicht deine Thesis in einem Unternehmen schreiben willst? Oftmals schreiben diese die Möglichkeiten für Thesis-Themen gar nicht aus, sondern vergeben diese intern. Viele Themen ergeben sich zufällig während der Arbeit aus einem Projekt heraus oder über einen glücklichen Umstand.

Als Werkstudent hast du Zugriff auf diesen internen Markt und kommst über deine aufgebauten Beziehungen einfacher an diese ran. Aber auch bei offiziell ausgeschriebenen Themen verschafft dir deine Tätigkeit als Werkstudent Vorteile. Der Übergang von der Werkstudententätigkeit zu einer Thesis im Betrieb ist in beiden Fällen leichter.

Die typischen Aufgaben eines Werkstudenten

Werkstudenten werden im Unternehmen in der Regel in Projektteams oder für die Assistenz von Projekten und Aufgaben eingestellt. Das heißt du als Student bist aktiv an der Umsetzung von Themen oder Projekten beteiligt, wie zum Beispiel Veranstaltungen, Marketingkampagnen, IT-Kampagnen und Relaunches von Systemen oder Webseiten.

Dadurch lernst du durch den Umgang mit anderen Kollegen und Führungskräften früh, dich menschlich einzubringen und Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit auszubauen und einzuschätzen. kennen, sondern auch die Herausforderungen an sich selbst, die ein Berufsalltag mit sich bringen kann.

Dass Werkstudenten in klassischer Projektarbeit, Projektmitarbeiter oder -leiter unterstützen und entlasten, ist eine typische Aufgabe. Diese Anforderungen an deine Werkstudententätigkeit sind aber von Unternehmen zu Unternehmen und je nach deren Bedarf unterschiedlich gestaltet. Gefragt sind vor allem Studierende als Werkstudent im Marketing oder Werkstudent in der Informatik.

Für diese Tätigkeiten müsstest du auch nicht unbedingt aus Studiengängen kommen, die mit Marketing oder Informatik zu tun haben. Eine Grundaffinität ist gut, aber es können auch Geisteswissenschaftler Werkstudentenjobs in dem Bereich aufnehmen - Werkstudentenjobs sind demnach eine gute Quereinstiegschance für dich als Student, wenn du dich für einen Fachbereich besonders interessierst und hierzu grundlegende Erfahrungen sammeln willst.

In Werkstudentenjobs kannst du die Weichen für deine eigene Karriere im jeweiligen Unternehmen stellen. Wer auf sich aufmerksam macht, hat nach dem Studium gute Chancen weiter im Unternehmen bleiben zu können. Eine Werkstudententätigkeit kann also ein Karrieresprungbrett sein. Daher ist es ratsam, bei der Wahl der Werkstudententätigkeit schon darauf zu achten, welches Unternehmen und welche Tätigkeit du dir aussuchst.

Deine Aufgaben als Werkstudent sind …

Was verdient ein Werkstudent?

Als Werkstudent verdienst du im Gegensatz zu den meisten Praktikanten ein passables Gehalt. Je nach Unternehmen können Werkstudenten bis zu 2.500 Euro brutto verdienen. Wie das Gehalt für eine ausgeschriebene Stelle überhaupt zustande kommt und welches Gehalt Werkstudenten erwarten dürfen, kannst du hier genauer nachlesen.

Ein Werkstudentenjob ist für viele der erste Schritt in ein selbständiges Projekt und ein Türöffner für die eigene Entwicklung im Unternehmen. Werkstudenten lernen strategisch zu denken, zu präsentieren, Projekte zu managen und eignen sich weitere so genannte Soft Skills wie den Umgang mit Kolleginnen oder Kollegen, den Umgang mit Stress und Kritikfähigkeit an.

... und hier nochmal alles auf einen Blick

Der Weg zum Werkstudentenjob mit Campusjäger

Ja, Werkstudenten haben schon ein schönes Leben. Stell dir mal vor, du wärst einer von ihnen. Teil von diesem Club der reichen und erfahrenen Studenten. Die wirklich verstehen, was der Prof da vorne erzählt, weil sie so etwas schon in der Arbeit gemacht haben. Die sich nicht tagtäglich von labbrigem Toast und Nudeln mit Pesto ernähren müssen, sondern sich Sachen wie Nutella, Avocados und Fleisch leisten können. Die am Monatsende immer noch gemütlich feiern gehen und sich einen Cocktail nach dem anderen reinpfeifen können. Ein Traum oder?

Und jetzt stell dir vor, dieser Traum kann schon in wenigen Tagen in Erfüllung gehen. Du musst nur auf den pinken Button drücken und dir den gewünschten Werkstudentenjob heraussuchen. Wir erledigen den Rest! Kein Anschreiben. Kein lästiges Hin und Her. Kein Stress. Nur gaaanz viel Nutella.

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