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Was macht ein Copywriter?
Alles, was du über den Beruf des Copywriters wissen musst

Der Beruf des Copywriters ist einer der kreativsten auf dem Arbeitsmarkt und für viele ein absoluter Traumjob. Egal ob jung oder alt, braun- oder blauhaarig, ausgebildet oder Quereinsteiger – das Einzige, was hier zählt, ist Talent. Bist du neugierig, kreativ und jonglierst du gerne mit Worten? Dann bist du vielleicht der geborene Copywriter.

Inhalt

Was ist ein Copywriter?

Ein Copywriter ist der Autor von Werbetexten. Seine Aufgabe ist es, Menschen mit Hilfe seiner Worte von Produkten und Dienstleistungen zu überzeugen und zum Kauf zu animieren. Er darf daher nicht mit einem Content Marketer oder Redakteur verwechselt werden, die eher eine informierende, statt werbende Funktion haben.

Copywriter sind meist bei Werbeagenturen angestellt, können jedoch auch in der Marketingabteilung von Unternehmen oder freiberuflich als sogenannte “Freelancer” arbeiten.

Was macht ein Copywriter?

Ein Copywriter ist für alles textliche in der Werbung zuständig – von einfachen Headlines, beispielsweise für Plakate, über Anzeigentexte in Werbekatalogen bis hin zu Skripten für TV- und Radiospots. Die Aufgaben eines Copywriters sind vielseitig, sodass sich sein Arbeitsalltag meist sehr abwechslungsreich gestaltet.

Ein Beispiel für die Arbeit eines Copywriters:

Ein Fahrzeughersteller beschließt eine Anzeige für seinen neuen Sportwagen zu schalten. Die Marketingabteilung des Unternehmens beauftragt daher eine Werbeagentur, die Anzeige nach bestimmten Vorgaben (Größe/Stilrichtung/Tonalität) zu entwerfen. Diese Vorgaben werden in einem sogenannten Briefing zusammengefasst und an den Copywriter weitergegeben. Hier beginnt seine Arbeit.

Der Copywriter muss sich unter Berücksichtigung der Vorgaben eine möglichst kurze und prägnante Headline überlegen, die die Vorteile des Sportwagens betont, ohne dabei zu werblich zu klingen. Die Schwierigkeit besteht darin, die Aufmerksamkeit des Kunden zu erregen, damit dieser sich an die Werbung erinnert und bestenfalls sogar mit seinen Mitmenschen darüber redet. Ziel ist es, das Produkt im Kopf des Kunden zu “speichern”, sodass er später zu diesem, statt zu einem Konkurrenzprodukt greift.
Dies gestaltet sich besonders dann schwer, wenn die Vorgaben des Unternehmens nur wenig Platz für kreativen Freiraum bieten.

Der Copywriter recherchiert daher zunächst genau, wie der Sportwagen aussieht, welche (vielleicht noch gar nicht bedachten) Vorteile dieser bietet und welche besonderen Merkmale er aufweist. Diese Erkenntnisse versucht er dann in einen möglichst kurzen und kreativen Satz zu verwandeln, wobei dieser immer auf irgendeine Art besonders oder überraschend sein muss. Nur so kann er die Aufmerksamkeit des Kunden wecken und erreichen, dass er sich wirklich mit der Anzeige auseinandersetzt. Andernfalls prallt die Werbebotschaft einfach von ihm ab und sie bleibt wirkungslos.

Test: Versuche dich selbst einmal an der Aufgabe. Überlege dir einen kurzen Satz (nicht mehr als 10 Worte) mit einem schlauen, lustigen oder unerwarteten Dreh, der einen Sportwagen deiner Wahl verkaufen könnte. (Tipp: Wenn du Inspiration suchst, dann schau dir beispielsweise die Anzeigen von Mercedes an.)
Du hast Schwierigkeiten deine Gedanken in so wenige Worte zu packen? Wenn dir längere Texte besser liegen, dann passt das Content Marketing vielleicht besser zu dir.

Nachdem der Copywriter einige Tage Headline um Headline geschrieben hat, stellt er diese seinem Vorgesetzten, dem Creative Director, vor. Dieser wählt einige aus, die dem Unternehmen präsentiert werden. Die Mitarbeiter der Marketingabteilung entscheiden dann, welche der Headlines am ehesten ihren Vorstellungen entspricht, und geben diese an die Werbeagentur weiter. Die Grafiker setzen die Headline in ein zum Text passendes Bild ein (das sich der Copywriter im besten Fall ebenfalls schon überlegt hat) und schon kann die Anzeige veröffentlicht werden.

Besprechung Copywriter und Chef

Wie du Copywriter wirst

Um Copywriter zu werden brauchst du keine spezifische Qualifikation. Es gibt zwar einige Texterschulen wie etwa die “Texterschmiede” in Hamburg, die eine Copywriting-Ausbildung anbieten, jedoch ist der Besuch keinesfalls die Regel, geschweige denn ein Muss. Die meisten Copywriter sind Quereinsteiger oder solche, die sich direkt nach der Schule in einer Werbeagentur bewerben.

Was du jedoch unbedingt mitbringen solltest ist eine natürliche, angeborene Neugier. Sie ist fast wichtiger als das textliche Können, da letzteres bis zu einem gewissen Punkt erlernt werden kann und sich sowieso erst mit der Zeit und durch stetiges Üben richtig entfaltet. Die wichtigste Eigenschaft eines Copywriters besteht nämlich in dessen unbändigen Wissensdurst – nur mit breitem Allgemeinwissen und einer guten Beobachtungsgabe schafft er es, etwas an Produkten oder der Umwelt zu entdecken, das noch keinem anderen aufgefallen ist. Und nur so kann er Texte schreiben, die Menschen überraschen, schockieren oder unterhalten.

Neugier allein jedoch macht noch keinen guten Copywriter aus. Ein guter Umgang mit der deutschen (und bestenfalls englischen) Sprache, sowie Leidenschaft und Talent fürs Schreiben ist ebenfalls ein Muss. Außerdem solltest du ehrgeizig und diszipliniert sein – nicht selten wirst du tagelang an ein und demselben Satz sitzen und vielleicht sogar ein wenig daran verzweifeln. Wichtig ist, dass du nicht aufgibst und auch mal über die “Schmerzgrenze” hinaus gehst, immer mit dem Ziel, besser zu werden und etwas Einzigartiges zu schaffen.

Diese Eigenschaften lassen sich bei einem gewöhnlichen Vorstellungsgespräch nur schwer erkennen. Werbeagenturen testen Bewerber daher meist mit einer Art Aufnahmeprüfung, dem sogenannten “Copytest”.
Dieser besteht oft aus mehreren Aufgaben und erfordert einige Tage Arbeit. Schaffst du es, hierbei schon zu überzeugen, ist das Vorstellungsgespräch oft nur noch reine Formsache. Kommunikationsfähigkeit ist zwar für den Job des Copywriters wichtig und erwünscht, bist du allerdings sehr talentiert, macht es auch nichts, wenn du schüchtern bist. Oder gerne in einem Teddykostüm rumläufst. Was hier zählt, ist die Qualität deiner Arbeit – alles andere ist Nebensache.

Auch dein Arbeitsalltag ist geprägt von Freiheiten, von denen andere nur träumen können. Golf im Flur, spontane Tanzeinlagen im Großraumbüro, Bier schon 4 Stunden vor Feierabend – das alles ist Alltag in einer Agentur. Dafür musst du jedoch längere Arbeitszeiten in Kauf nehmen und ständigem Druck (vor allem bei nahenden Abgaben) standhalten können. Lebst du jedoch für diesen Beruf und fühlst dich wohl an deinem Arbeitsplatz, so ist das ein denkbar kleiner Preis für all deine Freiheiten.

Arbeiten als Copywriter

Gehalt: Das verdient ein Copywriter

Hier kommt das große Aber – gehaltstechnisch sieht es beim Copywriter nämlich eher mau aus. Als Einsteiger, also Junior Copywriter, musst du dich nicht selten mit einem brutto Jahresgehalt von 30.000 € oder weniger zufrieden geben. Als Texter beziehungsweise Senior Texter erwarten dich dann Löhne um die 40.000 € – was nach mehreren Beförderungsstufen und angesichts der doch oft sehr langen Arbeitstage kein sonderlich berauschendes Gehalt ist.

Einen merklichen Gehaltssprung gibt es erst ab der Stufe des Creative Directors – hier sind Gehälter um die 80.000 € üblich. Jedoch sind hier schon die obersten Stufen der Karriereleiter erreicht und es muss enorme Verantwortung getragen werden: ein Creative Director entscheidet nämlich, welche Texte an den Kunden (also das jeweilige Unternehmen) weitergegeben werden und muss bei Unzufriedenheit Rede und Antwort stehen.

Um diesen Strukturen zu entgehen, machen sich einige Copywriter selbstständig und bieten ihre Dienste als sogenannte Freelancer an. Sie werden beispielsweise von Agenturen beauftragt, wenn es zu temporären Engpässen kommt oder von Unternehmen, die nicht eine ganze Agentur beauftragen wollen.

Freelancer sind zwar noch freier, als bei Agenturen angestellte Copywriter, jedoch müssen sie stetig um Aufträge kämpfen und haben kein festes Einkommen. Eine sicherere und besser bezahlte Alternative bietet da eine Anstellung bei einem Unternehmen. Hier sind die Löhne meist höher, jedoch ist das Arbeitsklima etwas konservativer und die Aufgaben weniger abwechslungsreich, da hier ausschließlich Texte für das jeweilige Unternehmen geschrieben werden.

Copywriter werden solltest du daher nicht wegen des Gehalts, sondern wegen des Spaßes an der Arbeit, der ungewöhnlichen Atmosphäre und der vielen Freiheiten. Reich wirst du mit diesem Job zwar nicht, aber für ein normales Leben reicht das Geld allemal. Und was ist schon Reichtum gegen ein erfülltes Arbeitsleben?

Checkliste: Solltest du Texter werden?

Du bist neugierig geworden und überlegst dir, ob Copywriting wirklich das Richtige für dich ist? Dann stell dir die folgenden Fragen:

  • Liest du viel und gerne?
  • Bist du neugierig auf alles und jeden?
  • Schaust du gerne Quiz-Sendungen und rätst du gerne und erfolgreich mit?
  • Probierst du gerne neue Dinge aus?
  • Ist schreiben dein allerliebstes Hobby?
  • Würdest du sagen, du bist lustig?
  • Bist du zielstrebig?
  • Hast du manchmal total verrückte Gedanken?
  • Kannst du gut mit Druck umgehen?
  • Kannst du auf Knopfdruck total kreative Ideen raushauen?
  • Ist dir schon mal etwas aufgefallen, dass keiner vorher bemerkt hat? Beispielsweise, dass ein geöffnetes Buch auf einer spiegelnden Oberfläche aussieht wie ein Mund? Oder dass Neil Armstrong rückwärts gelesen “Gnorts, Mr. Alien” bedeutet?
  • Könntest du dich mit einem vergleichsweise geringen Gehalt anfreunden, wenn du dich dafür freier entfalten und dein Hobby zum Beruf machen könntest?
  • Bist du bereit für deinen Beruf zu leben?

Wenn du alle (oder zumindest die meisten) Fragen mit “Ja” beantworten hast, dann ist der Beruf des Copywriters wahrscheinlich genau dein Ding. Du studierst etwas ganz anderes und bist dir noch nicht ganz sicher? Dann mach doch einfach mal ein Praktikum bei einer Werbeagentur und finde es heraus! Bist du gut, hast du sogar große Chancen gleich übernommen zu werden – ganz egal aus welchem Bereich du kommst.

Praktikum als Copywriter bei einer Werbeagentur

Fazit

Der Beruf des Copywriters ist hart und stressig. Die Tage sind lang, die Nächte kurz und das Gehalt lässt auch zu wünschen übrig. Aber das schreckt einen wahren Copywriter nicht ab – schließlich darf er den ganzen Tag das tun, was er am meisten liebt und wird dafür auch noch bezahlt! Wer kann das schon von sich behaupten?

Herausragende Copywriter (wie etwa David Ogilvy) erfreuen sich sogar einem gewissen Promi-Status in der Werbeszene. Sie werden national und international mit Preisen überschüttet und gefeiert. Und das, genau das ist der Grund, warum viele diesen Beruf lieben; dieser Moment, wenn man für seine harte Arbeit vor hunderten Menschen mit dem Oskar der Werbewelt, dem Cannes-Löwen, geehrt wird. Blut, Schweiß, Tränen und die Nervenzusammenbrüche auf dem Weg dahin, sie sind allesamt vergessen, sobald die Menge jubelt und die Fachzeitschriften sich um ein Interview mit einem reißen. Ganz, wie bei einer Geburt. Na gut, vielleicht nur fast. Aber ganz nah dran.

Dich lässt das kalt? Du möchtest schreiben, aber Copywriting ist dir zu abgefahren und stressig? Dann versuchs doch mal im Social Media Marketing. Oder stöber einfach mal in unserem Jobportal – da ist für jeden etwas dabei, egal ob Analytiker, Kreativer oder Allroundtalent. Und das ganz ohne Anschreiben oder stressigem Bewerbungsverfahren. Alles was du hier für deinen Traumjob machen musst, ist dich mit Namen und E-Mail-Adresse zu registrieren und dich mit wenigen Klicks zu bewerben. Wir geben dir dann Bescheid, wann und wo dein Vorstellungsgespräch stattfindet. Und das alles sogar kostenlos. Also worauf wartest du noch?

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