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Bewerbung auf Studentenjob: Aufbau & Muster [2020]

Kay KochMärz 2020

Eine einfache Lösung, um dein Studium zu finanzieren und dir öfters mal etwas Schönes zu gönnen, ist hierbei natürlich ein Nebenjob. Doch die Auswahl ist groß und vielfältig. Ob du lieber in die Gastronomie, als Verkäufer/in oder im Lager arbeitest, musst du selbst entscheiden.

Sobald du ein paar Stellen herausgesucht hast, folgt die Bewerbung. Dabei ist es gar nicht so leicht, ein erfolgreiches Bewerbungsschreiben mit passenden Unterlagen zu verfassen, wenn du noch keine Erfahrung beim Erstellen eines Lebenslaufs oder eines Motivationsschreibens hast.

Damit nichts schiefgeht und du so schnell wie möglich deinen Nebenjob anfangen kannst, helfen wir dir mit dieser Anleitung, alles richtig zu machen.

Auf der Suche nach einem Studentenjob? Finde hier unkompliziert deinen nächsten Studentenjob.

Inhalt

Studentenjobs: Diese Möglichkeiten hast du

Studentenjob ist nicht gleich Studentenjob. Du hast einige Möglichkeiten, während des Studiums Geld zu verdienen. Und je nachdem wofür du dich bewerben willst, sieht auch jede Bewerbung ein bisschen anders aus. Die wichtigsten Studentenjob stellen wir die hier kurz vor.

Werkstudent

Werkstudenten arbeiten neben ihrem Studium in einem Unternehmen. Es ist zwar keine Voraussetzung, aber oft übernehmen sie dabei Aufgaben, die zum Studium passen – der Architekturstudent in einem Architekturbüro, die Wirtschaftsstudentin in einer Unternehmensberatung. 

Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du sammelst früh Berufserfahrung, knüpfst Kontakte und lernst einzelne Bereiche kennen – während du dafür Geld bekommst. Auf jeden Fall den Mindestlohn (9,35 Euro pro Stunde), oft sogar noch ein bisschen mehr.

Willst du mehr über Werkstudenten erfahren? Hier findest du alles, was wichtig ist: Was ist ein Werkstudent?

Durch die fachliche Nähe, solltest du in der Bewerbung auf solch einen Studentenjob auch besonders deine fachlichen Fähigkeiten hervorheben. Natürlich musst du kein Experte sein, schließlich bist du noch in der Ausbildung, aber du solltest schon erklären können, wieso dich dieser Bereich interessiert und warum du bei dem Unternehmen arbeiten willst.

Aushilfe/Minijob

Du möchtest lieber etwas Abstand zum Studium haben und trotzdem Geld verdienen? Kein Problem, Aushilfs- und Minijobs haben meistens keinen Fachbezug, im Prinzip kann es sich um alles handeln: Vom Klassiker als Kellner über Umzugshelfer bis Einkaufshilfe für Senioren. 

In deiner Bewerbung ist es daher umso wichtiger, dass du auf Soft Skills eingehst, die für den Job nötig sind. In der Gastronomie ist beispielsweise Stressresistenz ein Plus, als Umzugshelfer Organisationsgeschick.

Studentische Hilfskraft

Oder – falls du schon einen Hochschulabschluss hast – auch wissenschaftliche Hilfskraft genannt. Fast jede Fakultät jeder Hochschule sucht HiWis. Im Prinzip gilt das Gleiche wie auch bei Werkstudenten: Die fachliche Nähe kann bestehen, beispielsweise wenn du bei deiner Fakultät als Hilfskraft arbeitest, du kannst aber auch an einer ganz anderen Fakultät arbeiten.

Die Aufgaben sind sehr unterschiedlich, fangen aber oft bei klassischen unterstützenden Tätigkeiten an: Beispielsweise Kopieren, (Literatur-)Recherche oder Dateneingabe- und analyse. Es kann aber auch sein, dass du als Tutor Lehrtätigkeiten übernimmst oder Klausuren korrigierst. In der Regel lässt sich die Arbeitszeit flexibel gestalten und ideal an dein Studium anpassen.

Das Gehalt kann sich auch sehen lassen: Es wird auf jeden Fall der Mindestlohn fällig, meistens liegt der Stundensatz ein wenig darüber und ist auch davon abhängig, wie weit du mit deinem Studium bist. Im Bachelor kannst du mit etwa 10–11 Euro rechnen, im Master mit etwa 11–13 Euro. Pauschal lässt sich das aber nicht sagen, die Beträge variieren je nach Bundesland, Hochschule und Semester.

Nebenverdienst als Freiberufler

Nicht der klassische Studentenjob, aber eine Möglichkeit, die wir nicht unter den Tisch fallen lassen wollen: Viele Unternehmen lagern kleinere Projekte an Freiberufler aus. Oft handelt es sich um Tätigkeiten in den Bereichen Softwareentwicklung, Webdesign, Videoproduktion und Texterstellung. 

Damit hängt aber auch deutlich mehr Bürokratie zusammen: Gegebenenfalls musst du ein Unternehmen anmelden, Steuererklärungen machen und Rechnungen schreiben. Hier solltest du dich im Vorfeld gut informieren und genau darauf achten, dass sich das auch lohnt.

Aufbau der Bewerbung auf einen Studentenjob

Eine Bewerbung besteht typischerweise aus drei Teilen: Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen.

Worauf du jeweils achten musst, erfährst du im Folgenden.

Anschreiben

Am Anfang einer Bewerbung steht immer das Anschreiben. Darin erläuterst du dein Anliegen und gibst dem Arbeitgeber einen ersten groben Überblick über deine persönlichen und fachlichen Fähigkeiten, die dich zu dem perfekten Kandidaten für die zu besetzende Stelle machen.

Wie du das am besten machst?

So:

  • Eigene Kontaktdaten
  • Kontaktdaten des Empfängers
  • Ort, Datum
  • Betreff
  • Anrede
  • Einleitung
  • Hauptteil
    • Motivation
    • Qualifikationen
  • Schlussteil: Grußformel, Angaben zu den Anlagen

Im Prinzip handelt es sich dabei um eine universelle Grundstruktur, mit der du immer richtig liegst – oder zumindest nie komplett daneben. Sieh es als Orientierungshilfe, die du nach Lust und Laune anpassen kannst. Damit sind die wichtigsten Punkte abgedeckt. Wir führen diese im Anschluss detailliert aus.

Zur Inspiration kannst du auch unseren Artikel zum  Bewerbung als Werkstudent lesen, da sich die Bewerbungsinhalte grundsätzlich stark ähneln. Dort findest du unter Anderem auch grafische Beispiele zum formalen Aufbau.

Ein Anschreiben, das alle Informationen korrekt aufgelistet und aufbereitet präsentiert, ist die erste Hürde, die während deines Bewerbungsschreibens auf dich zukommt. Es gilt hier besonders sorgfältig zu sein, Formulierungen auf den Punk zu bringen und deine Angaben so präzise wie möglich zu gestalten. Grundsätzlich gilt:

  • Orientiere dich für dein Layout an dem eines Briefes
  • Wähle eine Schriftart, die das Lesen erleichtert (Übersicht über Schriftarten für Bewerbungen)
  • Mixe nie mehr als zwei Schriftarten. Setze auf Einheitlichkeit.
  • Erhöhe den Zeilenabstand auf 1,15pt oder sogar 1,5pt
  • Wähle die Schriftgröße nicht kleiner als 10pt

Kontaktdaten

Du beginnst zuerst mit deinen eigenen Kontaktdaten und dann denen deines Adressaten. Diese Formalität ist für die spätere Kontaktaufnahme sowie die richtige Zustellung an deinen Ansprechpartner wichtig. Auch bei E-Mail-Bewerbungen gehören die Personalien dazu, obwohl diese paradoxerweise nicht relevant sind. In diesem Fall kannst du deine Personalien einfach in die Signatur packen – aber bitte vollständig.

Betreff und Einleitung des Anschreibens

Dein Betreff sollte so kurz und präzise wie möglich sein. Am besten nennst du hier, wofür du dich bewirbst und übernimmst die Bezeichnung aus der Stellenausschreibung. Auch dein Einleitungssatz sollte das Interesse des Lesers wecken, damit er seine anfängliche Skepsis überwindet und deine Bewerbung weiterlesen möchte.

Nicht gut sind dabei Floskeln, die jeder schon tausende Male gehört hat:

  • „Hiermit bewerbe ich mich bei/für/als …“
  • „Durch Ihre Jobanzeige im Internet/in der Zeitung …”
  • „Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil …“

Besser sind Formulierungen, die zeigen, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt und dir ernsthaft Gedanken über deine Aufgaben, Ziele und Vorstellungen gemacht hast.

  • “Schon oft war ich Gast in Ihrem gemütlichen Café, um einen Cappuccino zu trinken und mich mit Freunden zu treffen. Dabei fiel mir immer sofort die angenehme Atmosphäre positiv auf ... ”

Motivation

Nach den ganzen Formalitäten geht es nun ans Eingemachte: Du musst deine Motivation mit überzeugenden Argumenten darlegen. Als Student hast du vielleicht noch keine Berufserfahrung vorzuweisen. Deswegen musst du mit deinen Fähigkeiten und dem Nutzen, den du dem Unternehmen bringst, überzeugen. Hierbei ist Individualität gefragt. Es hilft hier, dich im Voraus darüber zu informieren, wo dein zukünftiger Arbeitgeber aktuell potenzielle Baustellen hat, bei denen du gezielt behilflich sein könntest.

Stressig? Finden wir auch. Deswegen kannst du dich bei uns ohne klassisches Anschreiben auf Studentenjobs bewerben.

Qualifikationen

Natürlich solltest du auch deine Qualifikationen nennen, damit sich dein potenzieller Arbeitgeber ein Bild von dir und deinen Fähigkeiten machen kann. Du kannst diesen Punkt separat erläutern oder ihn argumentativ an deine Motivation anknüpfen. Letzteres ist sprachlich etwas anspruchsvoller, da du deine Beweggründe mit deinen Fähigkeiten belegst. Bei Nebenjobs sind außerdem auch Soft Skills wie Freundlichkeit, höflicher Umgang mit Kunden / Gästen, Teamarbeit und Zuverlässigkeit ziemlich gefragt.

Schlussteil

Im Abschlussteil deiner Bewerbung drückst du deine Bereitschaft aus, zu einem persönlichen Gespräch vorbeizukommen. So bleibt deine Bewerbung in guter Erinnerung. Du kannst dir den letzten Satz auch wie einen Händedruck vorstellen: nicht zu schlapp, aber auch nicht zu kräftig.

Zu schwache Formulierungen wären:

  • „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden.“
  • „Bitte laden Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch ein.“

Und diese hier sind etwas zu stark:

  • „Ich freue mich auf das Vorstellungsgespräch!“
  • „Rufen Sie mich an!“

Besser sind:

  • „Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich.”
  • „Gerne stelle ich mich Ihnen persönlich bei einem Vorstellungsgespräch vor.”

Schlussendlich verabschiedest du dich noch freundlich und setzt deine Unterschrift unter die Bewerbung. Damit wäre der größte Teil geschafft. Weiter geht’s mit deinem perfekten Lebenslauf.

Puh. Ganz schön viel, das du beachten musst. Du denkst dir sicher: Geht das nicht einfacher? Das hat Campusjäger sich auch gedacht.

Auf unserer Online-Plattform brauchst du kein Anschreiben – in zwei bis drei Sätzen schilderst du deine Motivation und lädst einfach deinen Lebenslauf hoch. Wir erledigen den Rest, komplett kostenlos. Überzeuge dich selbst und finde bei Campusjäger noch heute deinen nächsten Studentenjob.

Das Ganze kostet dich nur 5 Minuten und ab dann kannst du dich zurücklehnen. Wir suchen dir passende Stellen zu deinem Profil aus und schlagen dir diese vor. Wenn dir dann davon etwas gut gefällt, musst du deine Motivation nur noch kurz und knackig präsentieren und schon geht die Bewerbung an das Unternehmen raus.

Der Lebenslauf

Zur Bewerbung auf einen Studentenjob gehört auch ein Lebenslauf. Dieser enthält deine schulische und berufliche Laufbahn, damit die Fähigkeiten, die du in deinem Motivationsschreiben erwähnt hast, auch bewiesen werden. Du solltest also darauf achten, dass dein Anschreiben und Lebenslauf inhaltlich stimmig sind.

Ein guter Lebenslauf ist außerdem übersichtlich und enthält nur die für den Job benötigten Informationen. Die wichtigsten Kenntnisse und Erfahrungen müssen schnell erkenntlich sein und ansprechend wirken.

Hier findest du ausführlichere Infos zum Lebenslauf für Studenten.

Aber was genau gehört denn jetzt alles in einen Lebenslauf?

Der klassische Lebenslauf ist ein tabellarisches Dokument, in dem du inhaltlich lückenlose Informationen über den beruflichen Werdegang und einige persönliche Daten auflistest. Du kannst dich dabei an dieser Gliederung orientieren:

  • Titel: Entweder schlicht und einfach "Lebenslauf" oder deinen Namen
  • Persönliche Daten: Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail, Geburstdatum- und ort
  • Bewerbungsfoto: keine Pflicht, aber gerne gesehen
  • Ausbildung: in chronologischer oder antichronologischer Reihenfolge
  • Berufliche Laufbahn: in chronologischer oder antichronologischer Reihenfolge
  • Kenntnisse & Fähigkeiten: Fremdsprachen, Führerschein, Ehrenämter, EDV-Kenntnisse ...

Denke aber daran, dass diese Reihenfolge nur ein Beispiel ist. Du kannst die Gliederung jederzeit beliebig anpassen, damit der Lebenslauf so individuell wie möglich wird.

So kann das Ganze dann aussehen:

Anlagen

In den Anlagen befinden sich Kopien (keine Originale) deiner relevanten Dokumente, die deine Stationen im Lebenslauf belegen.

Dazu gehören beispielsweise dein letztes Abschlusszeugnis, Praktikumbescheinigungen, Arbeitszeugnisse oder Sprachzertifikate.

Achte darauf, dass es nicht zu viel wird, sonst wirkt es schnell unübersichtlich und chaotisch. Maßgeblich sollte die Relevanz deiner angehängten Dateien für den Studentenjob sein. Bewirbst du dich beispielsweise als Kellner musst du eher nicht belegen, dass du die beiden Programmiersprachen beherrschst, die du im Lebenslauf angegeben hast.

Vor allem für Online-Bewerbungen gilt: Führe alle Dokumente in einer PDF zusammen. 

Auf der Suche?

Campusjäger unterstützt dich bei der Suche nach einem Studentenjob, der genau zu dir passt. Dafür musst du dich kostenlos registrieren, dein Profil ausfüllen und deine Anlagen hochladen. Das Ganze dauert nur ein paar Minuten. Danach kannst du dich entspannt zurücklehnen – den Rest machen wir für dich:

Wir suchen dir kostenlos passende Stellen zu deinem Profil aus und schlagen dir diese vor. Wenn dir unser Vorschlag gut gefällt, musst du deine Motivation nur noch mit 2–3 Sätzen kurz und knackig präsentieren und schon geht die Bewerbung an das Unternehmen raus.

Natürlich begleiten wir dich die ganze Zeit und überprüfen nochmal deine Unterlagen bevor wir sie weiterleiten. Wir sind deine persönliche Anlaufstelle für einfache und unkomplizierte Bewerbungen.

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