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Was macht ein Konstrukteur?

Sophie HilbertJanuar 2020

Du liebst Zeichnen mit CAD und Zeichenbrett, bist kreativ und dich fasziniert das Innenleben von Maschinen? Dann ist der Beruf Konstrukteur genau das Richtige für dich.

Hier erfährst du, was ein Konstrukteur ist, wie du dazu wirst und was deine Aufgaben im Betrieb sind.

Inhalt

Definition: Was ist ein Konstrukteur?

Konstrukteure sind die Tüftler und Erfinder im Betrieb: Sie planen, entwerfen und entwickeln neue Produkte, Anlagen und Systeme und schaffen damit die Voraussetzung für eine reibungslose Herstellung.

Ihr Werkzeugkasten besteht dabei aus einem Zeichenbrett oder CAD-Programmen (engl.: "Computer aided Design"), mit welchen sie 3D-Modelle bauen.

Zuletzt regelt ein Konstrukteur auch den Materialbedarf und steht dafür ein, dass genügend Material zur Herstellung vorhanden ist.

Im Unternehmen sitzt der Konstrukteur folglich an jeder Ecke der Produktfertigung: Er ist beteiligt an der Entwicklung, Optimierung und Konstruktion.

Damit ist er ein unverzichtbarer Teil des Unternehmens und lädt eine große Verantwortung auf seine Schultern – ist seine Konstruktion fehlerhaft, kann dies dem Unternehmen teuer zu stehen kommen. Deshalb ist ein Konstrukteur auch ein Teamplayer, der eng mit den Fachkräften, Architekten und Ingenieuren zusammenarbeitet.

Wie wird man Konstrukteur? Voraussetzungen und Fähigkeiten

Eins vorweg: In Deutschland gibt es keine einheitliche Grund-Ausbildung zum Konstrukteur. Vielmehr ist dieser Beruf eine Weiterbildung, die entweder 6 Monate dauert oder 2,5 Jahre – hier entscheidet, ob du in Teilzeit oder Vollzeit arbeiten willst.

Wir erklären dir hier, wie sich der Bildungsweg eines Konstrukteurs zusammenstellt.

Ausbildung & Studium

Die Mehrzahl von Konstrukteuren ist mit einem Studium des Maschinenbaus in den Beruf eingestiegen. Ein Maschinenbau-Studium absolvierst du an einer Fachhochschule oder an einer Universität.

Dafür büffelst du zuerst sechs oder acht Semester für den Bachelor – hier lernst du die Grundlagen von Thermodynamik, Mechanik, BWL, Informatik, Konstruktionslehre, Werkstoffkunde und Fertigungstechnik. Ist das geschafft, folgt der Master mit nochmals zwei bis vier Semestern.

Mit abgeschlossenem Studium bist du dann "Master of Engineering" oder "Master of Science" und kannst dich als Konstrukteur bewerben.

Aber auch ein Studium des Ingenieurswesens oder der Ingenieurswissenschaften kann dich auf den Beruf des Konstrukteurs vorbereiten.

Über eine Ausbildung führen viele Wege zum Konstrukteur: Die gängigsten Ausbildungen sind hierbei der "Technische Produktdesigner", der "Technische Zeichner" und der "Technische Systemplaner".

Möglich ist aber auch eine anerkannte Ausbildung in der Elektronik, Holzverarbeitung oder Metallverarbeitung.

Zusätzlich brauchst du dann noch eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren; dann kannst du dich zum geprüften Konstrukteur weiterbilden zu lassen.

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Qualifikationen & Fähigkeiten

Die nötigen Kompetenzen zum Konstrukteur lassen sich einteilen in ein "Muss" und ein "Kann".

Diese Voraussetzungen gehören zu den Must-Haves:

  • Kenntnisse in Werkstoffkunde und CAD-Systemen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und analytisches Denken
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Kenntnisse in Strömungslehre und angewandter Mathematik
  • kundenorientiertes Arbeiten

Die andere Seite sind Kompetenzen und Soft Skills, die nicht zwingend notwendig sind, dich jedoch die Sprossen der Karriereleiter leichter erklimmen lassen:

  • Fremdsprachenkenntnisse: vor allem gutes Englisch
  • Präsentationsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Interesse an technischen Zusammenhängen
  • Kreativität in der Planung
  • Methodisches Verständnis

Welche Aufgaben hat ein Konstrukteur?

Wie bereits oben erwähnt, hat der Konstrukteur seinen Arbeitsplatz im ganzen Fertigungsprozess – von der Planung über Konstruktion und Herstellung. Dabei arbeitet er entweder an einem Großprojekt oder an mehreren Teilprojekten, welche er vor allem im Team bearbeitet.

Den genauen Einsatzbereich bestimmen indessen der Chef des Unternehmens und die Anforderungen des Kunden. Hier ein paar typischen Aufgaben für Konstrukteure:

  • Maschinen konstruieren und herstellen
  • Entwicklungsprozess begleiten
  • Maschinen nach Kundenwunsch umbauen
  • mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zusammenarbeiten
  • Messdaten der Maschinenkonstruktion auswerten

Ähnliche Berufe: Ingenieur und Entwicklungsingenieur

Gehalt eines Konstrukteur

Ein Konstrukteur verdient durchschnittlich 4.190 € im Monat und kann im Schnitt mit 3.160 € in den Beruf einsteigen.

Wie sich der Abschluss und die Berufserfahrung auf das Gehalt auswirken und von welchen weiteren Faktoren es abhängig ist, erfährst du in unserem Artikel zum Gehalt eines Konstrukteurs.

Potenzielle Branchen für Konstrukteure

Ein Konstrukteur kann in vielen unterschiedlichen Branchen tätig sein: Beispielsweise in der Architekturbranche oder auch der Medizintechnik. Konstrukteure übernehmen auch die technische Fachplanung in Ingenieur-Büros aller Art.

In der Metall- und Kunststoffindustrie, im Holz- und Möbelbau und auch im Fahrzeugbau werden die Dienste eines Konstrukteurs ebenfalls gebraucht.

Bewerbung als Konstrukteur

Bei der Bewerbung um einen Job als Konstrukteur soll vor allem deine Motivation im Vordergrund stehen. Hebe auch deine Berufserfahrung und Fähigkeiten hervor: In welchen Bereichen bist du besonders gut? Was hast du schon alles gemacht?

Weitere Tipps für deine Bewerbung findest du hier:

Fazit

Das Arbeiten als Konstrukteur ist für alle, die Technik ihr Steckenpferd nennen, Spaß haben am Zeichnen und gern Verantwortung übernehmen:

  • Ein Konstrukteur plant, entwickelt und optimiert neue Produkte, Systeme und Anlagen
  • Konstrukteur wirst du in der Regel mit einem Master im Maschinenbau oder durch eine Weiterbildung zum geprüften Konstrukteur
  • Deine Aufgaben sind über den ganzen Fertigungsprozess verteilt – von der Planung bis zur Herstellung

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