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Arbeiten im Ausland – Neue Wege stehen dir offen

Die Welt wächst weiter zusammen. Zum einen macht die zunehmende Digitalisierung im Berufsleben globales Arbeiten erst möglich, zum anderen wollen auch Unternehmen bei Bewerber:innen immer häufiger Auslandsaufenthalte im Lebenslauf sehen. Abgesehen davon beschert dir ein Auslandsjob unvergessliche persönliche Erfahrungen. Jucken dir die Füße beim Gedanken an fremde Länder und Kulturen? Hier zeigen wir dir Wege auf, wie sich Fernweh und Karriere sinnvoll verbinden lassen.

Inhalt

Warum sollte ich im Ausland arbeiten?

Es gibt viele Gründe, wenigstens vorübergehend im Ausland zu arbeiten. Zu den am häufigsten genannten zählen eindeutig:

1. Eine Fremdsprache lernen oder verbessern

In der Schule hattest du nur 1en und 2en in den Englischklausuren? Jetzt glaubst, du „kannst“ Englisch? Denk nochmal drüber nach. Denn spätestens mit einer Reifenpanne in der englischen Einöde wird dein Hörverständnis auf die Probe gestellt. Umso mehr, wenn du dich außerhalb des Commonwealth bewegst. Außerdem vermittelt Sprache viel vom „Geist“ einer Kultur, was dir wiederum hilft, die Menschen um dich herum „emotional“ zu verstehen. Daher kann es nie schaden, eine Fremdsprache (oder zwei) zu lernen bzw. zu verbessern. Wohl nirgends ist das effektiver als im Ausland, wo du täglich von mindestens einer Fremdsprache umgeben bist.

2. Netzwerken

Freundlich sein zu den Mitmenschen und sich für sie einsetzen, offen mit ihnen zu kommunizieren und Probleme gemeinsam lösen anstatt gegeneinander zu arbeiten und sich als Einzelkämpfer behaupten zu wollen.

Fähigkeiten wie diese haben schon unseren Vorfahren in grauer Vorzeit das Überleben gesichert. Heutzutage nennen wir es „Networking“ oder „Vitamin B“, doch der Zweck bleibt derselbe: Das Leben an sich einfacher zu gestalten, weil immer irgendwer irgendwann auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Im Ausland wirst du es sein. Für diese Unterstützung wirst du dich unter Umständen revanchieren können. Wer jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt … kommt daher immer besser im (Berufs-)Leben voran.

3. Persönliches Wachstum

Wie heißt es noch so schön: „Lernen findet nicht in der Komfortzone statt“. Wer sich also aus dem gewohnten Umfeld heraus wagt, der wird unweigerlich vor Schwierigkeiten gestellt. Eine andere Sprache, eine andere Kultur, andere Gewohnheiten etc. Wer die alltäglichen Herausforderungen in einem unbekannten Umfeld meistert, wächst daran. Wird im wahrsten Sinne „selbst-bewusster“ und im besten Fall auch toleranter gegenüber seinen Mitmenschen.

4. Die Karriere vorantreiben

„Flexibilität“ bedeutet, sich ohne Probleme an neue Verhältnisse anpassen zu können und offen zu sein für Veränderungen im Job, bspw. neue Herangehensweise an bekannte Probleme finden, sich neue Technologien anzueignen. Wo ließe sich das besser erfahren als auf unbekanntem Arbeitsterrain? Daher honorieren auch zukünftige Führungskräfte deine fachliche Neugier auf andere Kulturen im Bewerbungsprozess.

Corona hat die Arbeitswelt entscheidend verändert. Neben vielen wirtschaftlichen Einbußen hatte die Pandemie aber auch an manchen Stellen positive Konsequenzen für die Berufswelt. Beispielsweise gehört Homeoffice – vor wenigen Jahren noch eher Ausnahme als die Regel – mittlerweile zum Büro-Standard; und Firmen, die etwas auf sich halten, werben in ihren Jobs mit der Möglichkeit zur Heimarbeit. Doch: Warum „nur“ von Zuhause aus arbeiten, wenn sich derselbe Job auch jenseits heimischer Gefilde erledigen lässt?

„Ein Laptop mit der notwendigen Software, ein Smartphone und eine stabile Internetverbindung sind in der Regel alles, was Mitarbeitende im Büro heutzutage benötigen.“

Frank Möller, Geschäftsführer INITIATIVE Auslandszeit GmbH und Betreiber von Auslandsjob.de

Seit 2011 verhilft die Agentur in Rheda-Wiedenbrück jungen Menschen zu Auslandszeiten aller Art. Nicht zuletzt wegen der vereinfachten technischen Möglichkeiten verlegten viele Arbeitnehmer:innen ihren Arbeitsplatz kurzerhand ins Ausland, so Möller weiter. Wie sie dorthin gelangen, und warum sogar Unternehmen solche Vorhaben unterstützen, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Expatriate: Im Ausland arbeiten

Als Expatriate (von lat. „ex patriae“, sinngemäß: „aus dem Vaterland heraus“) kannst du sowohl im Auftrag eines heimischen Industriekonzerns als auch eines kleinen/mittelständischen Unternehmens im Ausland arbeiten. Diese Auslandsjobs sind üblicherweise projektgebunden – sei es, weil du während des Aufbaus einer ausländischen Dependance die deutschen Unternehmensstandards an die dortigen Mitarbeitenden vermitteln oder bei der Einführung technischer Neuerungen behilflich sein sollst. Manche Fachkräfte verbringen so zwischen zwei bis vier Jahren außerhalb des Heimatlandes.

Bonus: Häufig kommt ein Auslandsaufenthalt als Expat auch deiner Karriere in der Heimat zugute. So werden Auslandsjobs in den USA, aber auch in Wachstumsmärkten wie Kasachstan oder Vietnam langfristig mit besseren Gehaltsklassen und/oder Beförderungen vergolten.

Während das Expatriate-System in einigen Branchen schon lang gängige Praxis ist, gelangten andere Konzepte erst durch Covid-19 ins öffentliche Bewusstsein: „Workation“ und „Bleisure Travel“. Zwei Begriffe, die im Grunde dasselbe meinen – dort arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Workations: Projektarbeit im Ausland

„Workations“ bezeichnet zeitlich befristete Aufenthalte in typischen Urlaubsgebieten, bspw. in der Toskana, auf den Kanaren oder an der Algarve. Ihre leerstehenden Zimmer als Arbeitsplatz für Freiberufler zur Verfügung zu stellen, war zunächst eine Reaktion der Hotellerie auf die finanziellen Einbußen der Pandemie. Doch auch Unternehmen profitieren von dieser besonderen Art der Mitarbeiterbindung. Schließlich arbeiten Teams, die morgens gemeinsame Firmenprojekte entwickeln und anschließend zusammen Skikurse belegen, auch in der Heimat enger zusammen.

Bleisure Travel: Dienstreise XXL

„Bleisure Travel“ kombiniert die englischen Wörter „business“ (Geschäft), „leisure“ (Freizeit) und „travel“ (Reisen). Damit trägt der Begriff dem modernen (Berufs-)Leben Rechnung: Wer dank mobilen Internets immer und überall erreichbar ist und sein Privatleben in sozialen Netzwerken öffentlich teilt, kann ebenso gut selbst bestimmen, wo er seiner Arbeit nachgeht – also auch ein paar Tage nach der eigentlichen Dienstreise in der Hotellobby oder vorher, d.h. im Zug dorthin. Mittlerweile begegnen auch Reiseveranstalter diesem Trend mit speziellen Bleisure-Travel-Paketen: Hotelzimmer mit Vollpension plus Arbeitsplatz in einem nahegelegenen Co-Working-Space. Entspannung in der Sonne und Abstand vom Alltag, Büro inklusive.

Digitale Nomaden

Ein Jobmodell, das auch den „Digitalen Nomaden“ entgegenkommen dürfte – mit dem kleinen Unterschied, dass sie gar keinen festen Wohnsitz mehr haben, sondern in der Welt selbst zuhause sind. Dabei handelt es sich in der Regel um selbständige Akademiker:innen der „Generation Z“ (d.h. der Geburtsjahrgänge um 2000), die ihre Work-Life-Balance auf Reisen ausloten. Sie erstellen Webseiten, schreiben Blogs, entwickeln Software, halten online Vorträge, arbeiten als Fotograf:innen, Übersetzer:innen oder im Online-Marketing.

Doch egal, ob festangestellt oder freischaffend, ob jung oder jung geblieben. Dank New Work und dezentraler Prozesse führen mehr Wege denn je zu deinem nächsten Auslandsjob. Nach der Schule, vor dem Studium, währenddessen oder danach, vor dem Berufsleben oder auch mittendrin. Jetzt liegt es an dir: Wann wirst du diesen Weg gehen?

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Veröffentlicht am 26.04.2021, aktualisiert am 23.06.2021

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