Lebenslauf-Basics: Der Aufbau
Grundsätzlich gilt: Ein guter Lebenslauf ist übersichtlich aufgebaut und stimmt vom Inhalt und dem Layout mit dem Rest der Bewerbungsunterlagen überein.
Der klassische Lebenslauf ist ein tabellarisches Dokument, in dem du inhaltlich lückenlose Informationen über den beruflichen Werdegang und einige persönliche Daten auflistest. Im Folgenden findest du eine Gliederung deines Lebenslaufs, an der du dich orientieren kannst.
Was du generell bei der Erstellung eines Lebenslaufs beachten solltest, erfährst du im Anschluss. Der Lebenslauf ist eine gute Basis für eine erfolgreiche Bewerbung, aber nicht alles. In unserem Guide Richtig bewerben, Absagen vermeiden lernst du die häufigsten Absagegründe kennen und wie du sie verhinderst.
How To: Der perfekte Lebenslauf
Falls du direkt in deinen tabellarischen Lebenslauf starten möchtest, empfehlen wir das Video unserer Candidate Managerin Christin. In diesem Video erklärt dir Christin Schritt für Schritt, wie du den perfekten Lebenslauf schreibst!
Inhalt: Das soll dein Lebenslauf enthalten
Laut Svenja Hofert teilst du deinen Lebenslauf am besten zuerst in verschiedene Rubriken auf: persönliche Daten, berufliche Laufbahn usw. Du solltest deinen Lebenslauf inhaltlich individuell auf die angestrebte Stelle zuschneiden – je nach Stelle kannst du andere Dinge hervorheben. Wenn du dich beispielsweise auf ein Praktikum in einer Kindertagesstätte bewirbst, kannst du deine Zeit als Betreuerin in einer Kinderfreizeit mit in deinen Lebenslauf aufnehmen. Wenn du dich allerdings auf ein Praktikum in der Redaktion deiner örtlichen Zeitung bewirbst, macht es vermutlich mehr Sinn, die Auszeichnung deines Deutsch-Abiturs in deinem Lebenslauf zu erwähnen.
Du siehst: Jede Stelle erfordert andere Kenntnisse. Wenn also mehrere Inhalte für deinen Lebenslauf infrage kommen, solltest du bei der Auswahl auf die Anforderungen der Stelle, auf die du dich bewirbst, achten.
Welche inhaltlichen Fehler häufig gemacht werden und wie du sie vermeidest, findest du in unserem Beitrag Häufige Fehler im Lebenslauf und wie du sie vermeidest.
1. Kontaktdaten und Bewerbungsfoto

Deine persönlichen Daten im Lebenslauf sind essentiell, damit sich die Personalverantwortlichen mit dir in Verbindung setzen können, wenn von ihrer Seite Interesse an deiner Bewerbung besteht.
Ein Bewerbungsfoto hingegen ist nicht unbedingt essentiell, wird von vielen Unternehmen dennoch oft noch erwartet. Ob du ein Bewerbungsfoto anhängst oder nicht, ist aber deine Entscheidung. Um dir die Entscheidung einfacher zu machen, bietet der Artikel Bewerbungsfoto – Ja oder Nein?: Hilfestellung.
2. Ausbildung
Deine Ausbildung ist im Lebenslauf ein weiterer wichtiger Bestandteil. Hierzu gebe ich dir folgenden Tipp: Führe nur deinen aktuellen Schulabschluss auf, deine Grundschulzeit kannst du weglassen – sie ist in deinem Lebenslauf überflüssig.
Wichtig ist nur, dass du alle Abschlüsse mit Abschlusszeugnissen belegst, die Zeiträume, in denen du die Bildungsinstitution besucht hast, vermerkst und den Namen und Ort der Institution nennst. Du kannst außerdem auch etwas auf dein Studium eingehen und deine Vertiefungsmodule oder Fachrichtungen angeben. Natürlich nur, sofern diese für die Anstellung relevant sind.
Du fragst dich, wie du mit Lücken im Lebenslauf umgehst? Keine Sorge – komplett glatte Lebensläufe sind eine echte Seltenheit. In diesem Artikel findest du heraus, wie du Lücken im Lebenslauf souverän begründest.
3. Berufliche Laufbahn
Hier listest du deine Referenzen auf und bekräftigst dadurch deine Qualifikation. Dass du als Student hier noch nicht allzu viel vorweisen kannst, ist ganz normal. Du befindest dich schließlich noch in der Ausbildung. Wenn du aber bereits eine Werkstudentenstelle gemacht hast, ein Praktikum absolviert hast oder einem Aushilfsjob nachgegangen bist, zählst du dies hier auf. Ansonsten ist Personalverantwortlichen bewusst, dass du Student bist und meist noch eher wenige Referenzen hast. Daher ist es umso wichtiger, Persönlichkeit zu zeigen und im Anschreiben mit deinem Engagement zu überzeugen.
4. Kenntnisse und Fähigkeiten
In deinem Lebenslauf vermerkst du außerdem deine Kenntnisse und Fähigkeiten. Dazu zählen deine Sprachkenntnisse, die Programme, die in der Branche geläufig sind oder gewisse Soft Skills, die für die Stelle nützlich sein könnten.
Wichtig: Svenja Hofert gibt in ihrem Buch Stellensuche und Bewerbung im Internet den Tipp, Sprachkenntnisse so genau wie möglich zu beschreiben, denn die Stufen „fließend“ oder „Grundkenntnisse“ sagen meist nur wenig aus. Im besten Fall kannst du ein Zertifikat vorweisen, das beispielsweise deine Englischkenntnisse belegt.
Auch
studentisches Engagement kommt meiner Erfahrung nach bei Unternehmen sehr gut an. Es zeigt nämlich einerseits, dass du dich neben den akademischen Pflichtaufgaben für Themen begeistern kannst und andererseits, dass du die Bereitschaft hast, dich für Dinge einzusetzen und dich einzubringen.
Optional kannst du daher im Abschnitt „Soziales Engagement“ eine ehrenamtliche Tätigkeit aufführen, wenn du eine vorweisen kannst. Solltest du bereits ein Auslandssemester oder Work and Travel gemacht haben, kannst du dies unter „Auslandserfahrung“ auflisten.
Dein Lebenslauf könnte dann in etwa so aussehen:

Noten im Lebenslauf: Ja oder nein?
Auch wenn Durchschnittsnoten von Studienabschlüssen oft gerne in Lebensläufen angegeben werden, ist das für mich kein Must-have. Besonders einzelne Fächer würde ich nicht standardmäßig im Lebenslauf hervorheben, sondern eher im Anschreiben oder in den Bewerbungsfragen ansprechen – aber auch nur dann, wenn du sicher bist, dass das entsprechende Fach einen hohen Bezug zu den praktischen Aufgaben hat. Noten einzelner Fächer unterstreichen nämlich maximal Motivation oder Eignung für bestimmte Praxisaufgaben.