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Corona & Bewerbung: Telefon- und Skype-Interview als Alternativen

Unternehmen befinden sich im Homeoffice, Werke stehen still und Social Distancing oder sogar das Kontaktverbot ist angesagt. Aber viele Branchen können von zuhause normal ihrer Arbeit nachgehen, sodass auch das Recruiting weitergeht.

Mach dir also keine Sorgen: Deine Jobsuche kann weitergehen. Um Bewerber kennenzulernen, nutzen Unternehmen nun verstärkt Telefon- und Video-Interviews.

Aber keine Panik! Unsere Tipps, Beispielfragen und auf was du achten musst, helfen dir in diesem Gespräch, von dir zu überzeugen und zu glänzen. 

Inhalt

Warum sind Telefon-, Skype- und Videogespräche ein guter Ersatz?

Ein Telefoninterview läuft meist etwas anders ab als ein persönliches Vorstellungsgespräch, es gibt aber natürlich auch Überschneidungen. Einige Unternehmen setzen schon lange auf diese Art von Interview. Meist wurde es bisher vorgeschlagen, wenn ein Kandidat in der engeren Auswahl gelandet war, das Unternehmen aber dennoch einige unklare Fragen beziehungsweise Lücken im Lebenslauf zu klären hatte. 

Oder auch, damit sich der Personaler ein besseres Bild der kommunikativen Fähigkeiten oder Sprachkenntnisse des jeweiligen Kandidaten machen kann, bevor dieser direkt eingeladen wird.

Aber das Telefon- oder Skype-Interview kann das persönliche Gespräch auch komplett ersetzen. Das Unternehmen und du, ihr spart dabei Zeit und den Aufwand der Anreise, sodass auch größere Distanzen gut überbrückt werden können.

Außerdem kannst du mit Kommunikationsstärke überzeugen und deine Flexibilität nicht nur auf Papier beschreiben, sondern direkt beweisen. Besonders ein Video-Interview kommt dem eigentlichen persönlichen Bewerbungsgespräch ziemlich nahe.

Es gilt also, dieses Gespräch dennoch ernst zu nehmen und dich gut darauf vorzubereiten!

Vorbereitung für das Telefoninterview

Ziele bewusst machen

Für die richtige Vorbereitung deines Telefoninterviews ist es erst einmal wichtig, dir über die Ziele des Gesprächs bewusst zu werden. Überlege dir vorher, was dich ausmacht und welche Charaktereigenschaften oder Werte von dir zum Unternehmen passen. 

Eigenen Lebenslauf auswendig kennen

Öfter mal die Vorstellung deines Lebenslaufes zu üben, kann sehr hilfreich sein, um dich selbstbewusst zu präsentieren. Du kennst dich selbst zwar am besten, aber im Stress kann sich schnell mal eine Lücke einschleichen, vor allem wenn du plötzlich nach einem bestimmten Jahr gefragt wirst.

Daher solltest du deinen Lebenslauf in- und auswendig kennen. Da im Telefoninterview häufig auch nach den genauen Tätigkeiten deiner Berufserfahrung im Lebenslauf gefragt wird, ist es darüber hinaus hilfreich, dir im Vorhinein schon Gedanken zu machen, was in diesem Bereich gefragt werden könnte.

Übung macht den Meister

Ein für viele Menschen geeigneter Tipp für die Vorbereitung ist das Üben oder das Durchspielen eines Telefoninterviews. Hierbei gilt: Auch wenn dich dein Gegenüber nicht sehen kann, sind Mimiken, Gestiken und auch ein Lächeln nicht zu unterschätzen.

Dies spiegelt sich oft in deiner Stimme wieder. Allerdings ist es wichtig, trotz Übungen zur spontanen Version des Gesprochenen zu greifen, da vorgeschriebene Skripte oft abgelesen und unflexibel beziehungsweise unbetont klingen.

Außerdem kannst du sonst schnell aus der Bahn geworfen werden, wenn das Gespräch eine unerwartete Richtung einschlägt. Beachte auch, dass du ruhig und deutlich sprichst, da schnelles Sprechen vor allem am Telefon undeutlich klingt und schwer zu folgen ist.

Mit dem Unternehmen auseinandersetzen

Setz dich mit dem Aufgabenfeld, der Branche und den Produkten des Unternehmens auseinander.

Je nachdem kommt es auch gut an, wenn du dir genau überlegst, woran du gerne arbeiten würdest – an einem speziellen Produkt, Prozess oder Ergebnis. So zeigst du, dass du dich bereits eingehend mit dem Unternehmen beschäftigt hast.

Wo findest du Informationen zum Unternehmen?

  • Webseite des Unternehmens – ganz klar
  • Karriereseite
  • Profile auf Social Media (Beachte hier auch die Business-Netzwerke LinkedIn und Xing.)
  • Pressemitteilungen
  • Kunden
  • Werbung
  • Produkte des Unternehmens

Vorab Informationen

Um eine noch genauere Vorstellung der Fragen und Erwartungen des Interviews zu bekommen, wäre das Wissen eines schon angestellten Mitarbeiters sehr wertvoll. 

Hierfür schau doch einfach mal in Karrierenetzwerke wie XING oder LinkedIn rein, um derartige Kontakte knüpfen zu können oder herauszufinden, welche Kontakte, die du bereits hast, wiederum Kontakt zu einem Mitarbeiter haben.

Offene Fragen an das Unternehmen

Überlege dir auch schon einmal offene Fragen deinerseits. Diese sind am Ende des Gespräches immer gerne gesehen und betonen das eigene Interesse. Dabei solltest du dir allerdings wirklich Gedanken machen und aufpassen, dass du dich nicht nach etwas erkundigst, das bereits erklärt wurde – außer natürlich Rückfragen dazu.

Positive Beispielfragen an das Unternehmen:

  • "Wie sieht das Onboarding bei euch aus?"
  • "An welchen Projekten arbeitet ihr gerade?"
  • "Welche Tools verwendet ihr und seid ihr offen für neue?
  • "Wie wird die persönliche Weiterentwicklung gefördert? Unterstützt ihr Learning-Sessions und Seminare?"
  • "Woran kann ich messen, dass ich gute Arbeit leiste und meine Ziele erreiche?"
  • "Was sind die größten Herausforderungen, denen sich das Unternehmen im Moment stellen muss?"
  • "Was gefällt dir an deinem Job am besten und was motiviert dich?"

Negative Beispielfragen an das Unternehmen:

  • "Was macht ihr eigentlich genau und wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen?"
  • "Seit wann gibt es das Unternehmen?"
  • "Wie viele Parkplätze habt ihr eigentlich?"
  • "Wie sieht die Work-Life-Balance bei euch aus?"
  • "Ich habe keine Fragen."

Du musst natürlich immer abwägen, ob eine Frage im Kontext Sinn macht. Das heißt auch, dass einige Fragen zu Beginn oder im ersten Vorstellungsgespräch noch negativ aufgenommen werden können, im späteren Verlauf aber relevant sind. Fakten wie Gehalt, Sozialleistungen oder Urlaub müssen besprochen werden, aber eben erst, wenn du interessierte Fragen zur Aufgabe und dem Unternehmen gestellt hast – oder im zweiten Gespräch.

Notizblock bereitlegen

Es ist auch nicht verkehrt, wenn du Stift und Papier neben dich legst, um dir ab und an wichtige Informationen aufzuschreiben. Vielleicht werden noch zusätzliche Dokumente benötigt, die du nachreichen sollst oder du willst dir schnell nochmal die Tätigkeiten notieren, wie sie im Gespräch beschrieben werden. 

Diese Informationen können dir später helfen, dich für oder gegen die Stelle zu entscheiden. Sogar eine Notiz, ob es deiner Meinung nach auf der persönlichen Ebene gepasst hat, kann dir bei der Entscheidung helfen, wenn du mehrere Bewerbungsgespräche führen wirst.

Rahmenbedingungen checken!

Unbedingt notwendig sind natürlich eine stabile Telefonverbindung sowie ein ruhiges Umfeld. Auch ist es essenziell, zu checken, ob der Akku des Handys oder Telefons voll aufgeladen ist. So etwas zu vergessen, kann natürlich mal vorkommen, vermittelt dem Anderen allerdings den Eindruck von Schlampigkeit, der sich leicht auf die Arbeit übertragen lassen könnte.

Wasser bereitstellen

Ein ebenfalls hilfreicher Tipp ist es, ein Glas Wasser neben dir zu haben, falls du einen trockenen Hals während des vielen Sprechens kriegst. Und wenn du kurz nachdenken musst bei einer Antwort, kannst du so mehr Zeit zum Nachdenken bekommen.

Tipps für das Gespräch

Beginn des Interviews: Begrüßung

Schon bei der Begrüßung kann gepunktet werden. Professionelles Melden mit Vor- und Nachname ist natürlich ein Muss. Generell kann es auch immer mal sein, dass der Arbeitgeber spontan anruft, um eine Frage zu klären. Es ist daher am Besten, wenn du dich während der gesamten Zeit des Bewerbungsverfahrens zur Sicherheit professionell meldest und auch eine professionelle Mailbox-Ansage machst.

Außerdem ist es immer ein guter Einstieg, wenn du erst einmal zuhörst und nicht gleich losredest. Gib deinem Gegenüber die Möglichkeit, das Gespräch von Anfang bis Ende zu leiten.

Interesse rüberbringen

Darüber hinaus ist es natürlich wie auch beim normalen Vorstellungsgespräch essenziell, dein Interesse und deine Motivation zu betonen. Informiere dich gründlich über wichtige Charakteristiken oder Besonderheiten des Unternehmens. Versuche alle dir wichtig erscheinenden Informationen einzuholen – sei es von der Website, den Social Media-Kanälen oder den Nachrichten.

Während des Gesprächs ist es oft hilfreich, zusammengefasste Informationen oder Materialien des Unternehmens vor dir liegen zu haben, um zur Not mal spicken zu können und um dir Sicherheit zu geben.

Keine Scheu vor Nachfragen!

Frag ruhig nach, wenn etwas unklar ist. Der Arbeitgeber denkt dabei nicht, dass du auf den Kopf gefallen bist. Im Gegenteil: Fragen unterstreichen das Interesse und wirken eher positiv auf den Gesprächspartner.

Sprachwechsel zu Englisch

Informiert euch in jedem Fall über das Unternehmen in Bezug auf Internationalität. Wenn es ein besonders internationales Unternehmen ist, ändert der Arbeitgeber nämlich gerne mal während des telefonischen Interviews auf Englisch.

Denn wenn jemand im Lebenslauf angibt, fließend Englisch zu sprechen, heißt dies natürlich nicht automatisch, dass das der Wahrheit entspricht. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, sollte sich die Sprache ändern.

Wenn du vorab das Gefühl hast, dass auch Englisch getestet wird oder du es sogar bereits angekündigt bekommen hast, fängst du am Besten etwa 2 Wochen vorher an, nochmal Grundkenntnisse zu wiederholen. Du kannst dir zur Sicherheit auch das ein oder andere Fachvokabular anschauen.

Außerdem sind Hörbücher und Podcasts eine sehr gute Möglichkeit, wieder in die Sprache reinzukommen.

No Go's

Zu hohe Forderungen bezüglich des Gehaltes oder sonstigen Extras wie Firmenwagen vermitteln einen schlechten Eindruck. Es ist immer gut, eine realistische Gehaltsvorstellung vor Augen zu haben, für den Fall dass du gefragt wirst.

In unserer Kategorie "Gehalt" klären wir über die Gehälter verschiedener Jobs und dessen Einflussfaktoren auf.

Eine weiterer wichtiger Tipp: Nie zu hoch stapeln! Steh zu dem, was du an Erfahrung hast und zeichne nur das als deine Kompetenzen und Qualifikationen aus, was der Wahrheit entspricht. Ansonsten kann es bei Nachfragen oder auch später bei der Arbeit sehr unangenehm werden und vermittelt einen schlechten Eindruck.

Hier haben wir dir die 5 größten Fehler bei einem Telefoninterview von Bewerbungs-Coach Caroline Tillmann zusammengefasst:

  1. Du telefonierst zu einem ungünstigen Moment: Eine schlechte Verbindung und ein zu hoher Geräuschpegel hinterlassen keinen positiven Eindruck beim Gesprächspartner. Daher solltest du unbedingt Telefonate in der Uni, im Auto oder im Festzelt vermeiden.

     
  2. Du bist unkonzentriert: Hektik und Müdigkeit nehmen entscheidenden Einfluss auf unsere Konzentration. Gerade nach einem langen, stressigen Tag fehlt meist die Energie, um einen frischen und motivierten Eindruck am Telefon zu hinterlassen.
    Vermeide zudem weitere Störquellen – auch wenn du das Handy oder den Fernseher auf stumm schaltest, wird dein Gegenüber merken, dass du ihm nicht die volle Aufmerksamkeit schenkst.
 
     
  3. Du verwendest die Umgangssprache: Floskeln wie "Hey, ich bin's!", "Ja klar, lass uns das mal so machen!", "Äh, das weiß ich jetzt auf die Schnelle nicht..." oder ein schnelles "Ciao" am Ende eines Telefonats zeigen, dass du mit förmlichen Gesprächen nicht vertraut bist.
     
  4. Du kennst deine eigenen Angaben nicht genau: Du vertraust auf dein Improvisationstalent, wenn nach deiner Gehaltsvorstellung, Motivation zum Jobwechsel oder der Lücke im Lebenslauf gefragt wird? Besser ist es, zur Sicherheit die eigenen Bewerbungsunterlagen in Papierform vor dir liegen zu haben.
     
  5. Du bleibst am Ende des Telefonats unverbindlich: Auch der letzte Eindruck zählt. Daher ist ganz klar zu empfehlen, eine Verbindlichkeit zu schaffen und die weitere Vorgehensweise – zum Beispiel, wann du eine Rückmeldung erhältst – abzustimmen.

Telefoninterview: Fragen und Antworten

Wie oben schon erwähnt, kann ein telefonisches Bewerbungsgespräch dazu genutzt werden, einen Eindruck der kommunikativen Fähigkeiten des Bewerbers zu gewinnen oder Unklarheiten/Lücken im Lebenslauf zu klären.

Auch tiefgreifende fachliche Fragen können folgen, wenn der Termin das persönliche Gespräch vor Ort ersetzt.

Zu Beginn sollst du oft deinen Lebenslauf kurz präsentieren, daher kenne diesen unbedingt von A bis Z. Außerdem haben wir noch weitere Beispiel Fragen- und Antworten zusammengestellt:

“Wieso haben Sie Ihren alten Job gekündigt?”

Hierbei die Ruhe bewahren und unbedingt authentisch sowie ehrlich antworten. Der Arbeitgeber möchte vermutlich herausfinden, ob der Job freiwillig oder unfreiwillig gewechselt wird und genaueres über eventuelle Konfliktsituationen erfahren.

“Wieso würden Sie gerne bei uns anfangen zu arbeiten?”

In jedem Fall solltest du bei dieser Frage demonstrieren, dass du dich mit dem Arbeitgeber auseinandergesetzt hast und dass du eine realistische Vorstellung der entsprechenden Jobposition hast.

Erkläre, was genau dich an dem Unternehmen oder der Jobposition fasziniert. Du kannst in deiner Antwort ruhig ins Detail gehen und solltest auf jeden Fall allgemeine Antworten wie "Die Website hat mich angesprochen" vermeiden.

“Welche Erfahrungen und Kompetenzen bringen Sie für den Job mit?”

Verknüpfe bei dieser Frage deine relevanten Erfahrungen oder wichtigen Stationen deines Lebenslaufes mit Anforderungen der Stellenausschreibung. Es ist hilfreich, die Präsentation und Kommunikation der jeweiligen Erfahrungen und Qualifikationen vorher geübt zu haben, um diese strukturiert und ansprechend zu kommunizieren.

Wichtig ist es hierbei, die Kernaussagen aussagekräftig herüberzubringen und nicht zu sehr abzuschweifen und ins Detail zu gehen.

“Im Jahr xxx ist uns eine Lücke in Ihrem Lebenslauf aufgefallen, können Sie uns hierzu mehr erzählen?”

Auch hier gilt: Ruhe bewahren.

Betone in deiner Antwort zum Beispiel persönliche Weiterentwicklungen, die auch für das Arbeitsleben und den jeweiligen Job gut sind. Eine Weltreise und die damit verbundenen Erfahrungen können beispielsweise die Eigenständigkeit und Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme extrem vorangebracht haben, was du gut als Überleitung zu den Anforderungen für die Stelle nutzen kannst.

“Warum haben Sie ihr Studium abgebrochen?”

Lege hierbei den Fokus auf das, was du bei dem Studium oder während dieser Entscheidung gelernt hast. Das können persönliche oder auch fachliche Weiterentwicklungen sein. Beispielsweise, dass dir aufgefallen ist, dass du dich doch eher für den Bereich der Jobausschreibung interessierst, da dieses Themenfeld in einzelnen Vorlesungen behandelt wurde.

Natürlich können auch die typischen Bewerbungsgesprächsfragen in einem Telefoninterview gestellt werden, wie die Beschreibung der eigenen Stärken und Schwächen.

Hier gilt grundsätzlich: Authentisch bleiben und ein gutes Mittelmaß finden – nicht übertreiben, aber auch nicht zu tief stapeln.

Genauere Informationen zu dieser Art von Fragen findest du auch im  Artikel: 111 Fragen beim Bewerbungsgespräch.

Wenn es passt, ist es immer vorteilhaft, deine Motivationen, Werte oder Ziele in die Antworten zu verpacken, um deinen persönlichen Mehrwert zu unterstreichen und deinem Gegenüber zu verdeutlichen, wieso er gerade dich auswählen sollte.

Besonderheiten beim Telefoninterview

Telefoninterview – Wer ruft an?

Im Normalfall habt ihr bereits vorab Kontaktinformationen ausgetauscht und du wirst vom Personaler oder dem Ansprechpartner aus dem Fachbereich angerufen. Möglicherweise haben sie vorher Termine, sodass es nicht sinnvoll ist, selbst Initiative zu ergreifen und in ein Gespräch oder eine Tätigkeit hineinzuplatzen.

Unangekündigter Anruf

Passiert eher selten, aber trotzdem gibt es immer wieder Arbeitgeber, die den Bewerber spontan anrufen. In diesem Fall solltest du auf jeden Fall freundlich das Gespräch auf einen alternativen Zeitpunkt verschieben. Du fühlst dich mit einem vorbereiteten Gespräch einfach sicherer und kannst vorher noch deine Checkliste durcharbeiten, damit alles glatt läuft.

Fühl dich dabei nicht schlecht, der Arbeitgeber kann nicht von dir erwarten, dass du alles stehen und liegen lässt!

Eine gute Begründung sind Vorlesungen oder Termine bei der Arbeit – du solltest aber auch nicht lügen und kannst einfach erklären, dass du dich gerne vorbereiten würdest.

Lächeln nicht vergessen

Außerdem ein wichtiger Tipp: Wie oben schon erwähnt, vergiss das Lächeln nicht! Auch wenn du nicht gesehen werden kannst, meist kann man an dem Ton deiner Stimme erkennen, ob du lächelst oder nicht – und es kann deine Stimme positiv beeinflussen. 

Noch kein Anruf – was jetzt?

Keine Panik, auch ein Arbeitgeber kann sich mal verspäten oder sogar etwas vergessen. Hier gilt es erst einmal, Geduld zu haben und abzuwarten. Wenn dann wirklich kein Anruf mehr kommt, kannst du eine freundliche E-Mail schreiben und dich nach dem Grund und einem neuen Termin erkundigen.

Besonderheiten beim Skype-Interview

Tools testen

Es gibt viele verschiedene Tools, die für Video-Interviews zum Einsatz kommen. Das bekannteste ist vermutlich Skype – aber auch Google Hangouts, Microsoft Teams, GoToMeeting oder Zoom sind weitere Möglichkeiten.

Jedes Unternehmen hat hier seine eigenen Präferenzen oder eventuell sogar ein eigenes System. Wenn möglich erfrage vorab, wie man mit dir kommunizieren möchte, sodass du das Tool oder die Software bereits vorab testen und installieren kannst.

Bei Zoom beispielsweise bekommst du einen Link geschickt über den du teilnehmen kannst und musst dir somit gar nicht erst irgendwas herunterladen.

Auch die anderen Tools funktionieren meist über den Versand eines Links und der Personaler muss nicht deinen Skype-Namen aufwendig eingeben. 

Headset, Kamera und Internetverbindung

Die technische Ausstattung sollte stimmen. Überprüfe dein Mikrofon – hier bietet sich beispielsweise ein Headset an, sodass du Hintergrundgeräusche nicht drauf hast. Checke deine Kamera und wie sie mit dem Kommunikationstool beispielsweise Skype eingestellt werden kann.

Dem Programm musst du nämlich zunächst den Zugriff erlauben.

Außerdem solltest du eine stabile Internetverbindung haben. Ja, wir wissen, dass du das im Zweifel nicht beeinflussen kannst. Aber wenn in der Vorbereitung auf das Interview das Internet schlecht ist, kannst du beispielsweise den Router neu starten.

Mitbewohner oder Familie kannst du darum bitten, während des Gesprächs kein Netflix zu schauen oder online zu zocken. Das hilft möglicherweise ebenfalls.

Auf den Hintergrund achten 

Über die Kamera kannst du auch testen, welcher Bildausschnitt später für dein Gegenüber zu sehen ist. Wähle einen möglichst neutralen Hintergrund ohne Bewegung. 

Du solltest dich auch nicht mit dem Rücken zum Fenster setzen, da sonst der starke Lichteinfall dazu führt, dass nur noch deine Umrisse erkennbar sind.

Skype-Interview: Kleidung ist dennoch wichtig

Ziehe dich einem Vorstellungsgespräch angemessen an. Das heißt nicht immer, dass du das schickste Outfit wählst, das du hast. Sondern es bedeutet, dass du angepasst an die Position und das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, kleidest.

Ein Pluspunkt ist auch, dass du dich gleich besser für das Gespräch gewappnet fühlst, wenn man dir ansieht, dass du dir Mühe gegeben hast.

flower33 – deinen Skype-Name ändern

Wenn dein Skype-Name nicht dein vollständiger Name ist, solltest du ihn ändern, um der Situation gerecht zu werden.

Eine Möglichkeit ist es, dir einen neuen Account für Bewerbungsgespräche zu erstellen. Dort kannst du deinen richtigen Namen angeben und dein Bewerbungsbild hochladen. Außerdem kann es nicht passieren, dass dich plötzlich ein Freund oder eine Freundin versucht zu erreichen und dich aus dem Konzept bringt.

Vorteile des Skype-Interviews

Du bist dir nicht sicher, ob so ein Skype-Interview gut werden kann und hättest lieber persönlich mit dem Ansprechpartner gesprochen?

Es kann auch seine Vorteile haben, dass Vorstellungsgespräch per Video durchzuführen. Besonders in der aktuellen Lage bleibst du natürlich erstmal in Sicherheit und musst dich zum Beispiel nicht die öffentlichen Verkehrsmittel zur Anreise nutzen.

Außerdem kann dir dein gewohntes Umfeld gegen Nervosität helfen, sodass du vielleicht weniger ins Schwitzen kommst – und falls doch, sieht man das über Skype wahrscheinlich eh nicht. 

Deine Persönlichkeit kannst du bei einem Skype-Interview definitiv besser ausdrücken als übers Telefon. Du kannst auch selbst nach einem Video-Gespräch bitten, falls es die aktuelle Situation sogar verbietet, dass du im Bewerbungsprozess das Haus verlässt oder das Unternehmensgelände betrittst.

Geschafft – was nun?

Jetzt hast du es endlich geschafft. Du hast dein telefonisches Bewerbungsgespräch oder das Skype-Interview gemeistert. Mach dir keinen Stress, wenn du das Gefühl hast, es lief nicht so gut, wie gewollt. Die Selbsteinschätzung ist oft ganz anders als die deines Gesprächspartners.

Ändern kannst du jetzt außerdem eh nichts mehr. Stattdessen heißt es abwarten. Gerade große Unternehmen brauchen einige Zeit für die Rückmeldung.

Deswegen legt Campusjäger viel Wert darauf, dass der ganze Bewerbungsprozess mit jeweiliger Rückmeldung des Unternehmens schnell abläuft. Wenn du das Gefühl hast, schon zu lange zu warten, ist es dein gutes Recht nachzufragen.

Hierzu kannst du dir auch unseren Artikel mit detaillierten Tipps für den Fall, dass du keine Antwort erhältst, durchlesen.

 

Keine Antwort nach dem Vorstellungsgespräch?

Veröffentlicht am 05.01.2018, aktualisiert am 29.04.2020

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