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Stressmanagement

Stress spielt im Beruf und Privatleben eine große Rolle. Immer mehr Unternehmen achten auch darauf, dass ihre Mitarbeiter nicht im Stress versinken, und diesen an anderen auslassen. Eine immer größere Bedeutung haben deshalb die Soft Skills, zu denen auch Stressmanagement zählt. Je besser du mit Stress umzugehen lernst, desto besser bist du auch als Mitarbeiter in einem aufstrebenden, nach vorwärts schreitenden Unternehmen geeignet.

Inhalt

Definition: Was ist Stressmanagement?

Um zu verstehen was Stressmanagement ist, müssen wir zunächst den Begriff Stress definieren. Stress ist ein psychischer und körperlicher Anspannungszustand, der durch Situationen hervorgerufen wird, die wir für nicht bewältigbar wahrnehmen. Ausgelöst wird Stress durch Stressoren, das sind innere und äußere Reize, auf die Menschen individuell reagieren.

Klingt zu theoretisch? Vielleicht kennst du folgende Situation: In der nächsten Woche steht eine wichtige Prüfung in der Uni an. Während dein Kommilitone total entspannt ist, hast du Bedenken, dass du nicht mehr rechtzeitig mit dem Lernstoff durchkommst. Ihr reagiert also beide unterschiedlich auf den Stressor Prüfung.

Weitere typische Stressoren sind:

  • Überforderungen am Arbeitsplatz
  • Konflikte im Berufs- und Privatleben
  • Termindruck
  • Sorgen
  • Zukunftsängste
  • finanzielle Probleme
  • Lärm
  • Streben nach Perfektionismus

Beim Stressmanagement, oft auch Stressbewältigung genannt, geht es um verschiedene Methoden, die helfen sollen, Stress zu verhindern, zu reduzieren oder auch zu bewältigen. Das richtige Stressmanagement hilft dir in stressigen Momenten widerstandsfähiger zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren. Warum das so wichtig ist, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Stress: Symptome und Folgen von Dauerstress

Für den Körper ist Stress eine Alarmsituation: Er reagiert mit erhöhter Blutzufuhr und der Ausschüttung von Adrenalin, die eine Leistungssteigerung bewirkt. Was kurzfristig positiv sein kann, hat auf Dauer schwerwiegende Folgen, denn Langzeitstress kann krank machen.

Symptome, die durch Stress hervorgerufen werden können, sind:

  • Schlafstörungen
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Konzentrationsstörungen
  • Herz- und Kreislaufbeschwerden

Im schlimmsten Fall nimmt der Stress immer weiter zu und es ist keine Erholung möglich. Das hat zur Folge, dass sich die Symptome verschlimmern und die Stressoren zu einer schweren Belastung werden. Burnout und Depressionen können das Ergebnis sein. Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann Stressmanagement auch präventiv angewendet werden.

Stress abbauen – Den richtigen Umgang mit Stress lernen

Die Bewältigung von Stress wurde uns nicht in die Wiege gelegt, auch wenn wir zum Teil extrovertierter oder introvertierter sind. Die Stressbewältigung und der Umgang mit Stress ist etwas, das sich im Laufe der Jahre selbst erlernen lässt. Richtig runter zu fahren, wenn es stressig wird, ist eine wichtige Fähigkeit, die sich auch auf deine soziale Kompetenz auswirkt.

Soforthilfe-Tipps gegen Stress

Obwohl es natürlich am besten ist, erst gar nicht in stressige Situationen zu geraten, lässt es sich manchmal nicht vermeiden. Dann können dir folgende Tipps helfen:

  • Gedanken sortieren: Am besten gehst du Probleme strukturiert an. Dafür hilft es, deine Gedanken in Ruhe zu sortieren.
  • Fokus legen: Auch wenn du gerade vor lauter Aufgaben nicht mehr weißt, wo dir dein Kopf steht, versuche dich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und diese zu erledigen. Das strukturierte Arbeiten steigert die Produktivität und motiviert dich, wenn du Zwischenziele erreichst.
  • Pause machen: Während kürzeren Pausen kannst du neue Energie tanken und dich ablenken. Bereits 5-10 Minuten können hilfreich sein, um auf andere Gedanken zu kommen. In dieser Zeit solltest du dir auch eine Auszeit vom Bildschirm nehmen und vielleicht lieber ein Buch in die Hand nehmen.
  • Schokolade essen: Dass Süßigkeiten uns glücklich machen können, wussten wir schon lange. Doch mittlerweile ist es auch wissenschaftlich belegt. Dunkle Schokolade fördert die Bildung von Serotonin, das auch als Glückshormon bekannt ist. Wir sind also nachgewiesen ruhiger und glücklicher.
  • Auszeit nehmen: Damit ist nicht gemeint, dass du gleich zwei Wochen Urlaub nehmen sollst. Das wäre wahrscheinlich auch in deiner jetzigen Situation unrealistisch. Schließlich muss die Prüfung geschrieben werden oder die Aufgaben auf der Arbeit erledigt werden. Was du aber versuchen kannst, ist bewusst eine Auszeit zu nehmen. Das kann ein gutes Buch am Abend sein, eine Verabredung mit Freunden oder ein warmes Vollbad.

Stressmanagement Übungen und Methoden

Dennoch ist das richtige Stressmanagement notwendig, um nicht körperlich oder psychisch unter anhaltendem Stress zu leiden. Dafür kannst du Strategien finden, die du dauerhaft in deinen Alltag integrierst. Beispiele dafür sind:

  • Zeitmanagement: Damit Stresssituationen vermieden werden, hilft eine gute Organisation. Mit To-do-Listen lässt sich einfach visualisieren, welche Aufgaben anstehen und bis wann sie erledigt werden müssen. Falls die Liste sehr umfangreich ist, kannst du die Aufgaben priorisieren.
  • Ernährung: Unter Zeitdruck und in stressigen Situationen neigen wir zu ungesundem Essen. Energy Drinks und Fast Food stärken aber natürlich nicht dein Immunsystem, das unter Stress sowieso schon geschwächt ist. Gesunde Ernährung wirkt sich auch auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Mit Essensplänen und dem Vorbereiten oder Vorkochen von Mahlzeiten (Meal Prep) lässt sich dieser Punkt leichter in deinen Alltag integrieren.
  • Sport: Bei Bewegung werden Stresshormone abgebaut und die Ablenkung hilft dem Körper sich zu erholen. Wenn du dich nicht alleine zum Sport motivieren kannst, verabrede dich doch mit Freunden oder nehme an festen Kursen mit anderen Teilnehmern teil.
  • Entspannungstechniken: Es gibt verschiedene Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Yoga, Meditation oder Atemübungen. Welche am besten funktioniert, kannst nur du für dich selbst herausfinden. Dadurch kannst du Stress bewusst reduzieren oder vorbeugen.
  • Stresszustand akzeptieren: Jeder gerät mal in stressige Situationen im Leben – manche vielleicht häufiger als andere. Der erste Schritt ist dann, dass man sich nicht einredet, dass alles gut ist, sondern sich das Problem einsteht. Dazu gehört zum einen, die Gedanken und Sorgen schriftlich auszuformulieren und zum anderen sich einer Vertrauensperson aus dem sozialen Umfeld anzuvertrauen. Wer Stressfaktoren genau identifiziert und den Rückhalt von Familie oder Freunden hat, der kann auch schneller wieder aus der Situation rauskommen.

Die wichtigsten Voraussetzungen, um selbst in stressigsten Situationen ruhig zu bleiben, sind genügend Schlaf und ausreichend Essen. Dazu gehört auch, dir selbst Ruhe zu gönnen, um in stressigen Phasen herunterfahren zu können. Der richtige Umgang mit Stress ist oft mit kleinen Mitteln möglich, und doch sehr effizient.

Das solltest du bei Stress vermeiden

Du tust dir keinen Gefallen, wenn du deine Probleme verdrängst und ignorierst. Dazu gehört auch die Einnahme von Medikamenten. Wenn Stress nicht kompensiert wird, sinkt auf Dauer auch die Leistungsfähigkeit und du bist anfälliger für Krankheiten. Das liegt daran, dass das Immunsystem untergeordnet wird und der Körper sich auf die Stressbewältigung fokussiert. Stressmanagement frühzeitig zu erlernen, zahlt sich also auf jeden Fall aus.

Stressmanagement im Vorstellungsgespräch

Mit Stress richtig umzugehen, gehört zur sozialen Kompetenz eines Mitarbeiters. Wirst du unter Stressbelastung laut, oder gehst du gar deine Kollegen oder Chefs an, wird das auch im Unternehmen selbst unangenehm, und auf Dauer nicht tragbar. Wenn du hingegen die Fähigkeit zur richtigen Stressbewältigung hast, bist du als Mitarbeiter immer beliebter.

Die soziale Kompetenz gewinnt zunehmend an Bedeutung in Unternehmen. Während früher nur auf Zeugnisse und Referenzen geachtet wurde, sind die Soft Skills immer wichtiger, um zu zeigen, wie ein Mitarbeiter abseits seines beruflichen Werdegangs tickt. Deshalb kann es sein, dass Recruiter bereits im Vorstellungsgespräch erkennen wollen, wie Kandidaten mit Stress umgehen können. Dafür werden bestimmte Fragen genutzt, die mehr über die Arbeitsweise offenbaren sollen.

5 Beispielfragen, die auf dein Stressmanagement abzielen können:

  1. Was war die stressigste Situation, mit der Sie in der Vergangenheit konfrontiert waren und wie sind sie damit umgegangen?
  2. Wie gehen Sie vor, wenn Ihr Vorgesetzter eine Deadline für eine Aufgabe auf den nächsten Tag vorverlegt?
  3. Wie verhindern Sie, dass eine Situation zu stressig wird?
  4. Wie stellen Sie sicher, dass Stress im Privatleben nicht die Leistung im Beruf beeinflusst?
  5. Welchen Tipp würden Sie einem Kollegen geben, der wegen einer Deadline sehr gestresst ist?

Egal ob Praktikum oder Job, die Stressbewältigung und der richtige Umgang mit Stress spielt eine immer größere Rolle auch bei der Einstellung. Darauf kannst du dich natürlich vorbereiten, indem du an deiner Art, Stress zu bewältigen, arbeitest.

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Veröffentlicht am 08.06.2016, aktualisiert am 30.06.2020

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