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Smalltalk

Du lernst jemand neues kennen und weißt einfach nicht, worüber du reden sollst?

Dieses Problem kennt jeder und kann ziemlich unangenehm sein. Wie dir Smalltalk dabei hilft diese unangenehme Stille zu vermeiden und dies bereits in der Bewerbung und im Beruf umzusetzen, erfährst du in diesem Artikel.

Inhalt

Smalltalk Definition und wann du es brauchst

Smalltalk ist ein Begriff, den wir aus dem Englischen übernommen haben. Er beschreibt ein kurzes Gespräch über alltägliche oder allgemeine Dinge. Beim Smalltalk kennen sich die Gesprächspartner oft kaum oder gar nicht und es bietet dir die Möglichkeit die ersten Informationen auszutauschen, um spätere Gespräche zu ermöglichen.

Es geht hierbei nicht um tiefgründige Themen und es ist auch nicht erforderlich, die Person danach bestens zu kennen. Ganz im Gegenteil. Das Ziel des Smalltalks ist, Vertrauen aufzubauen und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Wenn die Person dich als sehr freundlich und nett einschätzt, ist sie beim nächsten Gespräch eventuell bereit, mehr Informationen preiszugeben.

Durch diese Basis kann also später eine Beziehung zu der Person aufgebaut und gefestigt werden. Diese Eigenschaft ist auch im Berufsleben besonders wichtig. Der Kontakt zu deinen Kollegen oder Mitarbeitern kann das Arbeitsklima und auch die Hilfsbereitschaft beeinflussen. Aber auch das Vertrauen von Kunden erhöht sich durch Smalltalk und ist somit der perfekte Einstieg, bevor du über Geschäftliches sprichst.

Smalltalk: Wie geht das?

Das Smalltalk wichtig ist, weißt du ja bereits – aber wie geht das eigentlich und vor allem: Kannst du das lernen?

Smalltalk kann in 3 Phasen eingeteilt werden. Ansprechen, Gespräch führen und Gespräch beenden. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, diese Phasen zu gestalten, und du solltest ausprobieren, welche am besten zu dir passt. Dabei solltest du dich nicht einschüchtern lassen, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert. Generell gilt: Üben, üben, üben.

Das kannst du tagtäglich machen, denn überall begegnest du neuen Menschen. Du musst dich nur trauen sie anzusprechen und selbst wenn dein Gespräch furchtbar wird, siehst du die Person wahrscheinlich nie wieder. Versuch doch mal, dich bei der nächsten Bahnfahrt ein bisschen mit deinem Sitznachbar zu unterhalten oder auch mit dem Mann, der am Kiosk die Zeitungen verkauft.

Die 3 Phasen des Smalltalks:

1.Ansprechen

Trau dich, denn dem anderen geht es wahrscheinlich wie dir. Keiner geht gerne aus seiner Komfortzone heraus und somit zeigst du Mut, wenn du dich traust den anderen anzusprechen. Achte dabei auf deine Körpersprache: Du solltest selbstbewusst und offen dem anderen gegenübertreten. Versuche zu lächeln und stelle dich ihm vor. Damit hast du den ersten Schritt geschafft – und damit den ersten Eindruck.

2.Gespräch führen

Wenn du dann ein Gespräch führen möchtest, stelle deinem Gegenüber eine Frage. Welche Themen sich besonders gut eignen, sind unten aufgelistet. Lass den anderen ausreden, bringe dich aber auch wieder mit in das Gespräch ein. Es sollte ein Gleichgewicht zwischen Zuhören und Reden entstehen. Um dem anderen ein gutes Gefühl zu geben, halte Blickkontakt und versuche zu lächeln. Auch ein Nicken oder eine kurze Antwort, vermitteln dem anderen das Gefühl, dass du dich für das Erzählte interessierst. Gehe auf das Gesagte ein und versuche Gemeinsamkeiten zu finden.

3.Gespräch beenden

Den Smalltalk zu beenden stellt sich manchmal als wahre Kunst heraus. Ob dies von der Seite deines Gesprächspartners oder von deiner eigenen kommt, ist hierbei nicht relevant. Du solltest auf jeden Fall freundlich und höflich bleiben, um gut in Erinnerung behalten zu werden.

Wenn der andere Desinteresse zeigt, wünsche ihm einen schönen Tag und verabschiede dich. Desinteresse erkennst du daran, dass sich dein Gegenüber ständig abwendet und im Raum sucht, immer wieder auf die Uhr schaut und nur sehr kurz und abgehackt antwortet.

Aber auch du kannst die Person sein, die ein Ende des Gesprächs herbeisehnt. Dies solltest du dir nicht anmerken lassen. Verabschiede dich doch mit dem Hintergrund, dass du mit jemand anderem noch gerne reden möchtest. Oder auch, dass das Gespräch sehr nett war und du darauf hoffst, dies zu wiederholen. Du kannst dich auch für die Zeit des anderen bedanken und Visitenkarten austauschen.

Smalltalk Themen und Fragen

Bei der Themenwahl kannst du selber ganz frei entscheiden. Fange mit etwas Leichtem an und formuliere deine Fragen an dein Gegenüber so, dass dieser nicht mit Ja/Nein antworten kann. Ein Beispiel:

Hat dir der Vortrag gefallen? → Ja/Nein

Was hat dir an dem Vortrag gefallen? → Mir hat an dem Vortrag …

Versuche Gemeinsamkeiten zu finden wie Sport oder Bücher und sprich sie als neues Thema an. Du wirst feststellen, dass das Gespräch ab dann von ganz alleine läuft.

Wir haben für dich die einfachsten Themen und Fragen für den Smalltalk zusammengestellt:

  • Hallo, ich bin XY und arbeite als XY. Wie gefallen Ihnen …?
  • Kennen Sie sich hier aus?                                                                                                                                  → ja, frage nach Empfehlungen für Restaurants oder Unternehmungen                                                          → nein, frage nach der Herkunft
  • Wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen?
  • Wie sind Sie auf diese Veranstaltung gekommen?
  • An was arbeiten Sie momentan?
  • Haben Sie schon von den neuen Nachrichten mitbekommen?
  • Das Wetter ist heute besonders …

Wenn dein Gesprächspartner etwas Interessantes erzählt, kannst du das Thema auch darauf schwenken. Trau dich, Fragen zu stellen, wenn du etwas nicht verstehst oder nicht kennst.

Themen, die du vermeiden solltest:

  • Finanzen
    Dies ist ein Thema über das man mit engen Freunden reden kann, aber beim Small Talk unpassend ist. Gerade Personen mit finanziellen Problemen reden nicht gerne darüber oder fühlen sich schnell unwohl und werden das Gespräch so schnell wie möglich beenden.
  • Politik
    Schnell kommt es zur hitzigen Diskussion. Die schlechte Stimmung wieder zu beseitigen wird sich als schwer bis unmöglich herausstellen.
  • Religion
    Religiösen Menschen ist ihr Glaube sehr wichtig und so fühlen Sie sich auch schnell gekränkt.
  • Lästern
    Wenn du lästerst, wird sich dein Gegenüber ganz schnell fragen, ob du so schlecht auch über ihn redest.
  • Kritik
    Durch Kritik vermittelst du eine pessimistische Einstellung, was in einer genrell negativen Stimmung enden kann. Beim Smalltalk, willst du aber eigentlich eine positive Atmosphäre, bleib also bei schönen Themen.

Fehler beim Smalltalk

Zu viele Gedanken machen ist ein häufiger Fehler beim Smalltalk. Oftmals haben wir das Bedürfnis, nichts Falsches oder Langweiliges zu sagen, wodurch wir nur das Gespräch bremsen. Du solltest nicht zu lange darüber nachdenken, was du sagst, denn so hast du mehr Zeit dich auf das Gespräch und dein Gegenüber zu konzentrieren.

Ein weiterer Fehler ist, zu lange über ein Thema zu reden. Es ist natürlich gemütlicher, immer bei einem Thema zu bleiben, doch gerade beim Smalltalk kann es dadurch schnell wieder zur peinlichen Stille kommen – und die willst du ja vermeiden. Durch einen Themenwechsel zwischendurch bleibt das Gespräch auch für dein Gegenüber interessant. Natürlich ist auch zu schnelles Wechseln der Themen eher hindernd. Versuche nach einem guten Austausch zwischen dir und deinem Gesprächspartner das Gespräch zu wechseln, vielleicht ja auch auf etwas, was er kurz vorher erwähnt hat?

Den anderen nicht zu Wort kommen lassen. Dies gilt unbedingt zu vermeiden, denn das Ziel sollte ein Gleichgewicht und kein Monolog sein. Sonst bekommt dein Gegenüber das Gefühl, dass du dich nicht für ihn interessierst und wird dich beim nächsten Mal eher meiden.

Bei deinem Smalltalk darfst du auf keinen Fall zu persönlich werden. Denn bei persönlichen Themen sollte bereits ein Vertrauensverhältnis bestehen. Dieses versuchst du gerade erst aufzubauen und dein Gegenüber könnte dies als unsympathisch und unhöflich aufnehmen. Auch Ratschläge erteilen und den anderen ständig korrigieren / alles besser wissen, wird dazu führen, dass sich dein Gesprächspartner schnell verabschiedet und nicht mehr mit dir reden will.

Versuche einfach, freundlich und offen deinem Gegenüber entgegenzutreten. Verurteile ihn nicht und bleibe aufmerksam.

Smalltalk im Beruf und der Bewerbung

Gerade beim ersten Arbeitstag merkst du, wie wichtig Smalltalk ist. Du lernst viele neue Leute kennen und versuchst bestimmt, ein Gespräch mit dem ein oder anderen aufzubauen.

Wer gut im Smalltalk ist hat hier einen entscheidenden Vorteil.

Diesen Vorteil kannst du aber auch schon beim Bewerbungsgespräch nutzen. Gerade am Anfang werden gerne Fragen wie “Haben Sie gut hergefunden?“ gestellt. Anstatt nur mit Ja oder Nein zu antworten, solltest du versuchen, einen oder zwei Sätze zu formulieren. Daran kann der Personaler bereits erkennen, dass du kommunikativ und offen bist und dich nicht vor ausführlichen Unterhaltungen mit deinen Kollegen später scheust.

Sobald du den Job ergattert hast, geht es darum, deine Kollegen kennenzulernen. Dabei solltest du über Smalltalk versuchen, Informationen zu erhalten, die es dir ermöglichen, später ein neues Gespräch anzufangen. Wenn dein Kollege dir also erzählt, dass er Haustiere hat, kannst du das nächste Mal nachfragen, wie viele und was für Haustiere das sind. Er wird merken, dass du gut zugehört hast und wird sich darauf freuen, weitere Gespräche mit dir zu führen. Mit der Zeit entwickelt sich der Smalltalk zu normalen Gesprächen auf einer ungezwungenen Ebene.

Neben den Kollegen und im Vorstellungsgespräch, kann auch dein Aufgabenbereich viel mit Smalltalk zu tun haben. Gerade im Vertrieb und Außendienst wird von dir Smalltalk mit den Kunden erwartet, denn bei diesem baut der Kunde Vertrauen zu dir auf. Durch dieses Vertrauen und einen sympathischen Eindruck ist der Kunde eher bereit ein Produkt von dir zu kaufen.

Somit ist Smalltalk in allen Berufen, die viel Kontakt mit Menschen, sowohl Kunden als auch Kollegen und Mitarbeiter zu tun haben ein klarer Vorteil.

Du möchtest noch mehr über Soft Skills erfahren? Dann schau doch einfach auf unserem Blog für Soft Skills vorbei.

Veröffentlicht am 18.08.2020, aktualisiert am 18.08.2020

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