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Vorstellungsgespräch: Gehalt verhandeln (7 Tipps)
So holst du das meiste raus

Du hast ein Vorstellungsgespräch für deinen Traumjob ergattert, alles läuft gut, der Personaler scheint zufrieden mit dir. Doch gerade als du schon erleichtert aufatmen möchtest, bleibt dir vor Schreck die Luft weg: du wirst nach deinen Gehaltsvorstellungen gefragt. Darauf hast du dich nicht vorbereitet. Nervös suchst du nach einer angemessenen Antwort. Jetzt bloß nicht zu viel verlangen. Aber was verdient man so in deiner Position? Schwitzend und stotternd versuchst du Zeit zu gewinnen. Schließlich sagst du die erste Zahl, die dir einfällt: 20.000 €.

Der Personaler lacht und schüttelt dir die Hand: du hast den Job. Du überschlägst den Betrag rasch im Kopf und lächelst gequält zurück. Deine Mutter wird sich sicher freuen, wenn du wieder bei ihr einziehst.

Du willst es besser machen? Hier erfährst du wie du nicht nur Fettnäpfchen umgehst, sondern auch zum absoluten Verhandlungsprofi wirst.

Inhalt

Gehalt richtig verhandeln: Ohne Vorbereitung geht gar nichts

Am besten informierst du dich schon vor deiner Bewerbung (und spätestens vor deinem Vorstellungsgespräch!) über die üblichen Gehälter der Branche beziehungsweise deiner Position und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. So kannst du circa abschätzen, welche Gehaltsspanne angemessen wäre und wie weit du mit deiner Forderung nach oben gehen kannst.

Diese Obergrenze sollte der Betrag sein, den du in deinem Gespräch forderst, jedoch solltest du auch damit rechnen, dass dieser noch heruntergehandelt wird. Ebenso solltest du dir eine Untergrenze setzen, unter der du den Job nicht annimmst – wobei du hierbei die Zusatzleistungen, wie etwa einen Geschäftswagen oder privat nutzbaren Laptop mit einberechnen solltest.

Hast du diese Grenzen festgesteckt, solltest du dir Argumente überlegen, mit denen du deine Gehaltswünsche verteidigen und begründen kannst – denn der Personaler wird fast immer versuchen dich herunterzuhandeln. Nimm dir also am besten ein Blatt Papier und schreibe erst einmal alles auf, was für dich spricht: deine Qualifikationen, Auszeichnungen, besondere Kenntnisse, Talente, Arbeitserfahrungen oder wichtige Persönlichkeitsmerkmale (wie zum Beispiel ein besonders ausgeprägtes Analytisches Denkvermögen oder gute Kommunikationsfähigkeit).

Sieh dich als Produkt, das du zu einem möglichst hohen Preis verkaufen möchtest und versetze dich in die Lage des Unternehmens. Was hast du zu bieten, was es unbedingt braucht? Was macht dich besonders? Was würde dich als Chef überzeugen, wenn es dein Unternehmen wäre?

Ordne deine Argumente und übe das Gespräch vor dem Spiegel oder mit einem Freund. Je selbstbewusster du dich präsentierst und je eher du dir deiner Stärken bewusst bist, desto leichter kannst du den Personaler von dir überzeugen.

Gehaltsverhandlung vorm Spiegel üben

Gehalt verhandeln im Vorstellungsgespräch: Strategie

Bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch ist nicht nur das Was, sondern vor allem auch das Wie entscheidend. Du solltest nicht eingebildet oder fordernd wirken und auf keinen Fall mit der Tür ins Haus fallen. Bleibe stets selbstbewusst, aber freundlich und zurückhaltend. Lass den Personaler das Gespräch führen und ihn das Thema Gehalt ansprechen. Wundere dich aber nicht, wenn du darauf etwas länger warten musst – meist wird die Gehaltsfrage erst am Ende des Gesprächs oder sogar erst bei einem zweiten Vorstellungsgespräch geklärt. Zeige dich also möglichst geduldig.

Falls du gar nicht mehr warten möchtest, kannst du das Gespräch unauffällig in die richtige Richtung lenken, beispielsweise indem du nach den Wochenarbeitszeiten oder den Überstundenregelungen fragst.

Wirst du schließlich nach deinen Gehaltsvorstellungen gefragt ist diplomatisches Geschick gefordert. Du solltest den vorher vorbereiteten höchstmöglichen (aber noch realistischen) Betrag nennen, diesen jedoch nicht fordern, sondern als eine Art Wunsch oder Vorstellung formulieren. Am besten tust du das, indem du einen “circa” Betrag nennst, oder eine Gehaltsspanne anführst.

Diesen Betrag solltest du bestenfalls gleich mit Argumenten untermauern, um dem Personaler den Wind aus den Segeln zu nehmen: Je besser deine Begründung, desto schwerer fällt es deinem Gegenüber, dich herunterzuhandeln.

Bestehe aber nicht stur auf deine Vorstellungen, sondern komme dem Personaler auch ein Stück entgegen, und frage stattdessen nach Zusatzleistungen, wie Benzingeld oder Übernahme von Versicherungen. Diese kann das Unternehmen teilweise von der Steuer abziehen, weswegen Personaler eher auf solche Wünsche eingehen.

Gehen die Gehaltsvorstellungen jedoch zu weit auseinander oder ist deine vorab gesteckte Untergrenze erreicht, so überlege dir, ob dir der Job das wirklich wert ist. Manchmal kann es tatsächlich sinnvoll sein, ein niedrigeres Gehalt hinzunehmen, wenn du dafür bei deinem Traumunternehmen arbeiten kannst oder besonders interessante Tätigkeiten durchführen darfst. Solltest du arbeitslos sein, über verhältnismäßig wenige Kenntnisse und Qualifikationen verfügen oder von deinem vorherigen Arbeitgeber gekündigt worden sein, so musst du ebenfalls eine geringere Verhandlungsmacht deinerseits hinnehmen.

Bist du allerdings noch angestellt und wechselst freiwillig das Unternehmen, so solltest du dir genau überlegen, ob du dich nicht vielleicht unter Wert verkaufst. Falls das Unternehmen dir nicht irgendwelche immateriellen Vorteile oder Chancen bietet, so ist es gegebenenfalls schlauer, den Job abzulehnen und weiterzusuchen.

7 Tipps für deine Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

  1. Lass den Personaler das Gehalt ansprechen und frage nicht danach.

  2. Begründe deinen Gehaltswunsch stets mit guten Argumenten, wie Zusatzqualifikationen, Sprachkenntnissen und Arbeitserfahrungen.

  3. Wenn du nach deinem vorherigen Gehalt gefragt wirst, dann sag die Wahrheit – Lügen werden schnell enttarnt und sind ein absolutes Ausschlusskriterium. 

  4. Kläre, ob es sich bei dem verhandelten Gehalt um das Brutto- oder Nettogehalt handelt und ob Zusatzvergütungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld schon mit einberechnet wurden.

  5. Nenne nicht dein persönliches Wunschgehalt, sondern führe einen etwas höheren Betrag an, da du mit Sicherheit heruntergehandelt wirst. Als kleinen psychologischen Trick kannst du einen noch höheren Vergleichswert erwähnen, welcher für deine Position in der Branche wenn auch nicht üblich ist, aber durchaus gezahlt wird. Neben diesem erscheint dein Gehaltswunsch, als würdest du dem Unternehmen schon entgegenkommen.

  6. Du kennst jemanden in der Firma und weißt, was er verdient? Dann nutze es als Grundlage, verrate jedoch auf gar keinen Fall, dass du es weißt. Dein Bekannter könnte sonst ernsthafte Probleme bekommen!

  7. Bist du dir noch nicht sicher, ob du den Job für das Gebotene Gehalt annehmen willst, so überstürze deine Entscheidung nicht. Bitte ruhig um etwas Bedenkzeit und wäge Vor- und Nachteile gründlich ab. Vernachlässige dabei aber auch dein Bauchgefühl nicht!

Gehalt verhandeln im Vorstellungsgespräch

Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch: Beispielantworten

Im Folgenden zeigen wir dir an einigen Beispielen, wie du das oben gelernte praktisch anwendest.

Frage: “Was verdienen Sie zurzeit?”

Antwort 1: “Mein Jahresgehalt liegt bei etwa....”

Antwort 2: “Mein Gehalt liegt im oberen branchenüblichen Mittel.”

Frage: “Was für eine Gehalt schwebt Ihnen denn vor?”

Antwort 1: “Wegen meiner langjährigen Erfahrung in dieser Position und meiner kürzlichen Weiterbildung zum … stelle ich mir ein Jahresgehalt zwischen 40.000 und 50.000 € brutto vor.”

Antwort 2: “Mein Gehalt sollte sich an meinen Qualifikationen und Fähigkeiten messen. Wie viel sind Ihnen diese Wert?”

Aussage: “Für neue Mitarbeiter bekommen wir feste Gehälter vorgeschrieben, von denen wir leider nicht abweichen können.”

Antwort 1: “Das verstehe ich natürlich, das ist eine wirklich sehr faire Lösung für alle. Allerdings fallen bei mir wegen meiner langen Anfahrt sehr hohe Benzinkosten an, die sich negativ auf mein Gehalt auswirken. Wenn Sie mir diese erstatten würden, wäre mein Nachteil wieder ausgeglichen.”

Antwort 2: “Da sind Ihnen die Hände natürlich gebunden. Sie wissen ja schließlich nie, wie ein Mitarbeiter wirklich ist, reden kann man ja viel. Ich würde daher vorschlagen, dass ich die nächsten 3 Monate Taten sprechen lasse und mich dann wieder mit Ihnen zusammen setze. Dann können Sie mich und meine Fähigkeiten auch besser einschätzen und wir haben eine bessere Verhandlungsgrundlage.”

Nicht unter Wert verkaufen!

Die Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch ist keine leichte Sache und erfordert einiges an Fingerspitzengefühl und diplomatisches Geschick. Aber mit der richtigen Vorbereitung kann fast nichts mehr schief gehen. Wichtig ist, dass du deinen Marktwert kennst, dich selbstbewusst präsentierst und gute Argumente parat hast. Außerdem sollte dein geäußerter Gehaltswunsch über deiner eigentlichen Gehaltsvorstellung liegen. So kann es sogar sein, dass du trotz Verhandlungen mehr bekommst, als du dir vorher ausgemalt hast.

Wenn eure Vorstellungen zu weit auseinander gehen und dir das Unternehmen keine Zusatzleistungen oder besondere Karrierechancen bietet, kann es besser sein, dich nach einem anderen Job umzusehen. Schließlich solltest du dich nicht unter Wert verkaufen – wenn du gut bist, findest du im Handumdrehen ein Unternehmen dass dich und deine Fähigkeiten wirklich zu schätzen weiß.

Wenn du Hilfe bei der Suche brauchst, dann schau doch mal auf unserem Jobportal vorbei. Hier kannst du dir unter tausenden Angeboten genau das Richtige heraussuchen und dich mit nur wenigen Klicks bewerben. Ganz ohne Anschreiben und die üblichen Zeitfresser – und das 100% kostenlos und stressfrei.

Aber fürs Erste gilt: bereite dich gut vor und übe dich in selbstbewusstem auftreten. Kennst du deinen Marktwert, so hast du absolut nichts zu befürchten, schließlich bist du nicht auf das Unternehmen angewiesen – wie du schnell ein neues Vorstellungsgespräch ergatterst, weißt du ja jetzt.

Wir drücken dir die Daumen!

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