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Wirtschaftswissenschaften Studium: Inhalte und Voraussetzungen

Kay KochApril 2020

Du überlegst noch, ob ein Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften das Richtige für dich ist oder studierst schon und willst dich genauer informieren? Wir haben für dich die wichtigsten Infos zusammengestellt.

Inhalt

Was ist das Wirtschaftswissenschaften Studium?

In einem Studium der Wirtschaftswissenschaften (WiWi) wirst du der Volkswirtschaftslehre (VWL) und auch der Betriebswirtschaftslehre (BWL) begegnen. Beides sind Teilgebiete der Wirtschaftswissenschaften.

Es werden also ökonomische Inhalte im Hinblick auf die Gesamtwirtschaft und auf einzelne Unternehmen vermittelt. Somit lernst du den Blick von beiden Seiten kennen und eignest dir ein breites Wissen an.

Der Studiengang Wirtschaftswissenschaften hat meist eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Dies kann sich verändern je nach Einplanung eines Praxis- oder Auslandssemesters. Der häufigste Abschluss nach einem Wirtschaftswissenschaften Studium ist der Bachelor of Science. Seltener wird der Bachelor of Arts verliehen.

Dies kann an dem Schwerpunkt der Studieninhalte liegen. Es ist nicht beeinflussbar, welchen Abschluss du am Ende erwirbst. Die Einstufung des Studiengangs beziehungsweise der Hochschule gibt es vor. Du kannst bei der Auswahl der Hochschule natürlich darauf achten, aber beide Bachelorabschlüsse sind gleichwertig und international anerkannt.

Wirtschaftswissenschaften Studium: Inhalte

Ein Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften ist für viele Studierende Liebe auf den zweiten Blick. Mag sein, dass es auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so spannend wirkt wie manche Studiengänge, die sich im Namen schon genauer spezialisieren.

Doch bei näherem Hinsehen erweist sich ein Wirtschaftsstudium nicht nur als durchaus interessant und facettenreich, sondern eröffnet zugleich besonders vielfältige Jobperspektiven und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Zu den Studieninhalten gehören unter vielen weiteren:

  • Wirtschaftstheorie
  • Wirtschaftsrecht
  • Mathematik
  • Statistik
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsforschung
  • Finanzen

Für genaue Informationen über den jeweiligen Studiengang an einer speziellen Uni, kannst du dir dort das Modulhandbuch anschauen oder herunterladen. Es bietet alle wichtigen Informationen zum Studiengang und zu den Studieninhalten.

Wirtschaft studieren? Diese Voraussetzungen solltest du mitbringen

Auch ohne herausragende Abiturnote ist ein Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften möglich. Der NC liegt im Durchschnitt bei 2,5. Es gibt vereinzelt Unis, die höhere NC's haben, aber auch Unis, die noch Studenten mit 3,9 als Schnitt zulassen.

Der sogenannte NC ist lateinisch und die Abkürzung für Numerus Clausus. Dabei handelt es sich um eine Begrenzung der Zulassung von Studienbewerbern bei besonders gefragten Studiengängen.

Je nach Universität und Hochschule wird der NC anhand der Abitur-Durchschnittsnote oder anhand eines individuellen Punktesystems festgelegt. Hier solltest du dich vorab informieren. Der NC bietet eine Orientierungshilfe, allerdings sollte er dich nicht abschrecken, da er erst nach den Bewerbungen des Semesters festgelegt wird und bei geringerer Nachfrage des Studiengangs auch variieren kann.

Vor allem bei Fernstudiengängen ist das Studium auch mit eher schlechteren Abitur-Ergebnissen möglich und teilweise wird der Studiengang Wirtschaftswissenschaften auch zulassungsfrei angeboten.

Was solltest du persönlich mitbringen?

  1. Als Bewerber solltest du generell gesprochen ein großes Interesse an betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen haben.

  2. Außerdem solltest du während deiner Schulzeit mit der Mathematik zumindest nicht auf Kriegsfuß gestanden haben. Denn ohne ein gewisses Zahlenverständnis wird dir ein Wirtschaftswissenschaften Studium vermutlich nicht viel Freude bereiten.
    Das bedeutet jedoch nicht, dass du im Studium oder später im Beruf den ganzen Tag rechnen wirst. Auch während des Studiums gibt es gewisse Wahlmöglichkeiten und Gestaltungsspielräume, die es dir erlauben, die "Dosis Mathematik" auf ein für dich individuell passendes Maß einzustellen.
    So erfordern Buchhaltung und Rechnungswesen in der Regel keine mathematischen Kenntnisse, die über die Beherrschung der Grundrechenarten hinausgehen. Andererseits lassen sich viele wirtschaftstheoretische Fragestellungen nur mit mehr oder weniger aufwendigen mathematischen Modellen lösen.

  3. Eine wichtige Fähigkeit für den Studiengang Wirtschaftswissenschaften ist außerdem analytisches Denken.

  4. Auch Englischkenntnisse sind definitiv von Vorteil.

Es liegt also an dir, wo du deine Schwerpunkte setzen willst. Wenn du dich nur mit Fragen der praktischen Unternehmensführung auseinandersetzen möchtest, solltest du einen betriebswirtschaftlichen Studiengang wählen.

Interessierst du dich dagegen ausschließlich für übergreifende ökonomische Zusammenhänge oder Wirtschafts- beziehungsweise Finanzpolitik, dann wärst du wahrscheinlich in einem volkswirtschaftlichen Studiengang besser aufgehoben.

Generell lässt sich festhalten, dass wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge bis zum Bachelorabschluss in der Regel unabhängig von der konkreten Ausrichtung einen großen Teil an gemeinsamen Inhalten aufweisen, während eine tiefergehende Spezialisierung eher im Rahmen von Master Studiengängen stattfindet.

Studienkosten: Studium finanzieren

Natürlich ist ein entscheidender Faktor bei einem Studium auch wie viel es kostet. Pauschal lässt sich das aber nicht sagen. Insgesamt betrugen die durchschnittlichen Ausgaben von Studierenden in 2019 in Deutschland 850 € monatlich. Der Betrag hängt wesentlich von deinen individuellen Ansprüchen ab. Einige Faktoren, die du bedenken musst, haben wir dir hier zusammen gestellt.

In Deutschland gibt es keine allgemeinen Studiengebühren. Wenn du an einer privaten Einrichtung studieren möchtest, solltest du dich informieren, mit welchen Ausgaben du hier rechnen musst.

Dennoch gibt es für jeden Student den sogenannten Semesterbeitrag, welcher zwischen 85 € und 290 € liegen kann. Zusätzliche Kosten können für den Kauf von Büchern oder E-Books, für Software-Lizenzen sowie für das Semestertickets, falls es in deiner Studienstadt nicht mit dem Semesterbeitrag abgedeckt ist, entstehen.

Die meisten Studenten ziehen außerdem zu Studienbeginn bei den Eltern aus, sodass zu den Studienkosten zusätzliche Lebenshaltungskosten anfallen.

Hierzu zählen:

  • Miete
  • Nahrung
  • Kleidung
  • Kommunikation
  • Ausgaben für Freizeitaktivitäten

Je nach Alter spielt das Thema Krankenversicherung eine Rolle. Ab 25 Jahren sind Studierende nicht mehr durch ihre Eltern familienversichert und müssen ihren Beitrag zusätzlich zahlen.

Auch wenn so ein Studium mit einer Investition verbunden ist, sollte das kein Hinderungsgrund sein.

Wir haben für dich ein paar Tipps zusammengestellt, wie du dein Studium finanzieren kannst.

Berufschancen: Vom Studiengang Wirtschaftswissenschaften in die berufliche Praxis

Ein großer Vorteil beim Studiengang Wirtschaftswissenschaften besteht darin, dass Absolventen dieser Fachrichtung in nahezu allen Branchen gebraucht werden. Mit der Entscheidung, Wirtschaft zu studieren, brauchst du dich also noch nicht unbedingt auf bestimmte Berufe oder Tätigkeitsfelder festzulegen. In jedem Unternehmen, in der Forschung und im öffentlichen Sektor werden Wirtschaftswissenschaftler gebraucht.

Einige Beispiele für Wirtschaftswissenschaften und Berufe, die du wählen kannst, sind:

  • Vertrieb und Verkauf: Als Vertriebler oder Sales Manager bist du dafür zuständig mit Kunden zu kommunizieren. Neue Kontakte müssen aufgebaut werden und bestehende Kundenbeziehungen müssen betreut werden. Häufig werden Mitarbeiter in diesem Feld auch (Key) Account Manager genannt.
  • Personal: Personalreferenten oder auch -berater wählen neue Mitarbeiter aus, koordinieren im Unternehmen und kümmern sich um die Weitberbilung des Personals.
  • Marketing: Als Marketing Manager, Marketingreferent oder auch Projektmanager im Marketing kannst du Kreativität mit deinem wirtschaftlichen Wissen verknüpfen und bist dafür zuständig Kampagnen zu konzipieren, zu erstellen und zu betreuen.
  • Unternehmensberatung: Unternehmensberater oder Consultants können in allen möglichen Bereichen tätig sein und dort Unternehmen hinsichtlich ihrer Aufgaben, Prozesse und Zukunftsfähigkeit beraten.
  • IT: Sind gewisse IT-Kenntnisse teil des Studiums gewesen ist auch ein Beruf als IT-Projektmanager oder sogar in der Softwareentwicklung denkbar. Gemeinsam mit einem Team werden Projekte zur Erstellung oder Weiterentwicklung von Anwendungen oder IT-Systemen durchgeführt.
  • Finanzen: Als Controller, Buchhalter oder Wirtschaftsprüfer sind besonders die Planung, Steuerung und Kontrolle von Finanzen im Unternehmen Kern der Tätigkeit.

Diese Liste ließe sich noch um einiges weiterführen. Wir hoffen du hast einmal einen ersten Einblick bekommen in die vielfältigen Möglichkeiten. Du wirst im Studium durch die Wahl deiner Fächer bereits merken, welche Themen dir besonders liegen und dir in Zukunft Spaß bereiten könnten.

Wirtschaftswissenschaften: Gehalt nach dem Studium

Sicherlich fragst du dich auch, welches Gehalt du nach einem Wirtschaftswissenschaften Studium verdienen kannst:

Das ist abhängig von dem tatsächlichen Beruf, den du nach dem Studium wählst, in welcher Branche du tätig bist, von der Erfahrung, der Unternehmensgröße und dem Standort. Gerade weil das nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften so unterschiedlich sein kann, variiert das Gehalt besonders stark.

Ein Einstiegsgehalt nach dem Bachelor kann zwischen 30.000 € und 55.000 € brutto/Jahr liegen. Während Absolventen eines Masters mit etwas mehr einsteigen. Arbeitnehmer mit Berufserfahrung liegen mit ihren Gehältern zwischen 45.000 € und 70.000 € brutto/Jahr.

Die Berufschancen stehen allgemein gut, doch lohnt es sich in der Regel mit Blick auf das spätere Gehalt und die Karriereperspektiven, nach dem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften noch einen Master zu machen.

Ein Masterstudium mit anschließender Promotion ist zudem auch Voraussetzung für eine wissenschaftliche Laufbahn an einer Universität oder an einer wirtschaftswissenschaftlichen Forschungseinrichtung. Damit der Wechsel von der Theorie zur Praxis problemlos gelingt, solltest du alle sich bietenden Gelegenheiten nutzen, um im Rahmen von Praktika Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder zu bekommen.

Wirtschaftswissenschaften: Bewerbung um einen Studienplatz

Laut Agentur für Arbeit gibt es in Deutschland 110 Studienangebote für ein grundsätzliches Wirtschaftswissenschaften Studium. Zusätzlich kommen noch viele spezialisierte Formen. Es ist also nicht schwer einen geeigneten Studiengang zu finden – egal ob du in der Nähe der Heimat oder doch lieber weit weg studieren möchtest.

Im Normalfall brauchst du dein Abitur- oder Fachhochschulreifezeugnis zur Bewerbung und kannst dies über die Webseite der Hochschule hochladen. Außer deinen Daten werden manchmal zusätzlich ein Motivationsschreiben oder Nachweise über Praktika gefordert. Informiere dich hier am Besten frühzeitig. Die Bewerbungsfrist endet für das Sommersemester meistens im Januar und für das Wintersemester im Juni, Juli oder August.

Wir wünschen dir viel Erfolg!

 

Praktika und Werkstudentenjobs einfach und schnell finden

Campusjäger wurde von Studenten für Studenten entwickelt – wir wissen, dass du neben dem Studium nicht mehr viel Zeit für die Bewerbungen aufopfern willst.

Deshalb kannst du dir bei uns aufwändige Bewerbungsschreiben, Formatierungen von Lebensläufen und lange Wartezeiten sparen und dich nach der Registrierung ganz einfach mit 2-3 Sätzen auf Praktika, Werkstudentenstellen oder deinen ersten richtigen Job bewerben. Schau dir jetzt einfach in einem Praktikum an, ob Wirtschaftswissenschaften das Richtige für dich sind. Wir drücken dir die Daumen.

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