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Informatik Studium: Inhalte, Voraussetzungen, Berufsaussichten

Kay KochFebruar 2020

Das Abitur ist in der Tasche und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Und du fragst dich, was kann ich studieren? Unheimlich viele angehende Studenten wissen das zunächst überhaupt nicht. Einerseits sollte der Studiengang mit deinen Interessen übereinstimmen, andererseits sollte der Studiengang aber auch Aussicht auf einen lukrativen Job bieten. Wir erklären dir, was es mit dem Studiengang Informatik auf sich hat und wie deine Jobaussichten hierbei aussehen.

Inhalt

Allgemeines zum Informatik Studium

In der Informatik geht es grundsätzlich um die Lösung von Problemen mit Hilfe der Verarbeitung von Informationen über Computer und Rechensysteme. Mit gängigen Programmiersprachen und Technologien werden komplexe Berechnungen durchgeführt, IT-Infrastrukturen geplant und Programme entwickelt.

Informatik gewinnt aufgrund der digitalisierten Gesellschaft heutzutage immer mehr an Bedeutung und beeinflusst stark andere Tätigkeiten. Ursprünglich entstanden aus dem Bereich der Mathematik, besitzt es heute Überschneidungen mit Medien, Medizin, Wirtschaft und vielen weiteren.

Der Studiengang Informatik schließt nach 6 bis 8 Semestern mit einem Bachelor of Science (B.Sc.), seltener auch mit dem Bachelor of Arts (B.A.), ab. Im Vergleich zu anderen Studiengängen beinhaltet die Bachelorarbeit oft eine konkrete Fragestellung, für die eine Lösung gefunden werden soll. Ab und zu gehört zur Abschlussprüfung auch ein praktischer Teil.

Anschließend kannst du nach deinem erfolgreichen Bachelorabschluss den Master im Bereich Informatik anschließen. In diesen 2 bis 4 Semestern kannst du dich entweder weiter spezialisieren oder neu orientieren.

Einige Studenten unterschätzen es Informatik zu studieren und andere haben es sich anders vorgestellt. Die Abbrecherquoten sind aber im durchschnittlichen Bereich. Einer der Gründe ist der hohe mathematische Anteil, der je nach Uni unterschiedlich stark ausgeprägt ist und sehr anspruchsvoll sein kann.

Informatik Studium: Inhalte

Je nach Hochschule oder Universität können sich die Inhalte des Studiums stark unterscheiden, da andere Schwerpunkte gesetzt werden. Es gibt einige grundlegende Fächer, die die meisten Unis abdecken, darüber hinaus kannst du dich dann auf bestimmte Themen spezialisieren.

Grundlegende Vorlesungen sind meist Mathematik (beispielsweise Lineare Algebra oder Stochastik), Datenbanken, Kommunikationstechnik, Programmierung, Betriebssysteme, Betriebswirtschaftslehre, Algorithmik und Rechnerarchitektur.
Spezialisierende Inhalte sind dagegen beispielsweise Technische Informatik, Bioinformatik, Angewandte Informatik oder Wirtschaftsinformatik.

Du kannst dich neben dem klassischen Informatik Studium auch für einen spezialisierten Informatikstudiengang wie Automobilinformatik oder Geoinformatik entscheiden.

Informiere dich am besten bei der Studienberatung deines Wunschstudiengangs über die genauen Inhalte und eventuelle Möglichkeiten, Schnuppervorlesungen zu besuchen.

Darüber hinaus kannst du in den meisten Studiengängen ein Praxissemester einlegen. Diese praktischen Erfahrungen sind sehr wichtig, denn einen Einblick in das wirkliche Berufsleben kann dir keine Vorlesung vermitteln. Du kannst Kontakte knüpfen und bekommst eine Vorstellung, wie dein späteres Arbeitsleben aussehen könnte.

Mit einem Praktikum oder auch einem Werkstudentenjob bist du einigen deiner Kommilitonen voraus und kannst dich schon während deines Studiums für den anschließenden Berufseinstieg qualifizieren.

Voraussetzungen für den Studiengang Informatik

Bevor du dich an deiner gewünschten Universität oder Hochschule einschreiben kannst, ist es wichtig zu wissen, ob du überhaupt die Voraussetzungen erfüllst. Wenn du an einer Universität oder technischen Universität studieren möchtest, benötigst du ein Abitur. Für das Studium an einer Hochschule oder privaten Hochschule reicht teilweise die Fachhochschulreife.

Einige Hochschulen akzeptieren mittlerweile auch Bewerber, die eine Berufsausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen können. Überdies ist es möglich, ein Informatik Studium an einer Berufsakademie oder dualen Hochschule zu absolvieren. Hierzu wird ein Abitur oder Fachabitur benötigt.

Oft gibt es einen NC, dieser kann allerdings sehr verschieden sein oder teilweise gar nicht existieren.

Der sogenannte NC ist lateinisch und die Abkürzung für Numerus Clausus. Dabei handelt es sich um eine Begrenzung der Zulassung von Studienbewerbern bei besonders gefragten Studiengängen.

Je nach Universität und Hochschule wird der NC anhand der Abitur-Durchschnittsnote oder anhand eines individuellen Punktesystems festgelegt. Hier solltest du dich vorab informieren. Der NC bietet eine Orientierungshilfe, allerdings sollte er dich nicht abschrecken, da er erst nach den Bewerbungen des Semesters festgelegt wird und bei geringerer Nachfrage des Studiengangs auch variieren kann.

Darüber hinaus kann es sein, dass du zusätzlich zu deiner Bewerbung ein Motivationsschreiben verfassen oder einen Eignungstest machen musst. Dies ist vor allem bei Masterstudiengängen üblich.

Passt das Studium zu dir? Ja, wenn deine Fähigkeiten und Interessen in diesen Bereichen liegen:

  • Logisches Denken
  • Mathematik
  • Computertechnik und Technologie
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
  • Teamfähigkeit

Studienkosten: Wie teuer ist ein Informatik Studium?

Natürlich ist ein entscheidender Faktor bei einem Studium auch wie viel es kostet. Pauschal lässt sich das aber nicht sagen. Insgesamt betrugen die durchschnittlichen Ausgaben von Studierenden in 2019 in Deutschland 850 € monatlich. Der Betrag hängt wesentlich von deinen individuellen Ansprüchen ab. Einige Faktoren, die du bedenken musst, haben wir dir hier zusammen gestellt.

In Deutschland gibt es keine allgemeinen Studiengebühren. Wenn du an einer privaten Einrichtung studieren möchtest, solltest du dich informieren, mit welchen Ausgaben du hier rechnen musst.

Dennoch gibt es für jeden Student den sogenannten Semesterbeitrag, welcher zwischen 85 € und 290 € liegen kann. Zusätzliche Kosten können für den Kauf von Büchern oder E-Books, für Software-Lizenzen, was gerade in der Informatik von Bedeutung ist, beispielsweise für eine Entwicklungsumgebung oder die nötige technische Ausstattung sowie für das Semestertickets, falls es in deiner Studienstadt nicht mit dem Semesterbeitrag abgedeckt ist, entstehen.

Die meisten Studenten ziehen außerdem zu Studienbeginn bei den Eltern aus, sodass zu den Studienkosten zusätzliche Lebenshaltungskosten anfallen.

Hierzu zählen:

  • Miete
  • Nahrung
  • Kleidung
  • Kommunikation
  • Ausgaben für Freizeitaktivitäten

Je nach Alter spielt das Thema Krankenversicherung eine Rolle. Ab 25 Jahren sind Studierende nicht mehr durch ihre Eltern familienversichert und müssen ihren Beitrag zusätzlich zahlen.

Auch wenn so ein Studium mit einer Investition verbunden ist, sollte das kein Hinderungsgrund sein.

Wir haben für dich ein paar Tipps zusammengestellt, wie du dein Studium finanzieren kannst.

Berufsaussichten in der Informatikbranche

Informatiker sind zunehmend gefragt. Nahezu in allen Branchen werden sie benötigt und darüber hinaus sind sie vielseitig einsetzbar. Der Alltag, die Produkte und die Arbeitswelt werden immer stärker durch Informationstechnologie beeinflusst und durchdrungen. Deshalb bereitest du dich, wenn du Informatik studierst auf einen wachsenden und vielversprechenden Wirtschaftszweig vor.

Mit einem erfolgreich absolvierten Studium hast du gute Gehaltsaussichten und Berufschancen.

Welche Informatik Berufe gibt es?

Grundsätzlich ist das Berufsbild eines Informatikers sehr breit gefächert. Dies liegt daran, dass die fachlichen Anforderungen nach Spezialisierung und Einsatzgebiet unterschiedlich sind. Beispielsweise ist das Berufsbild eines Wirtschaftsinformatikers anders als das eines Bioinformatikers.

Die Entwicklung sowie Wartung von Soft- und Hardware ist jedoch ein zentraler Aspekt eines jeden Informatikers. Bereits während des Studienganges Informatik müssen sich die Studierenden auf einen Bereich spezialisieren.

Andere Beispiele für mögliche Betätigungsfelder, in denen du als Informatiker Jobs nach dem Studium finden kannst, sind:

  • Automobilindustrie
  • Finanzwesen
  • Öffentliche Behörden
  • Medizintechnik
  • Medien und Kommunikation
  • IT-Dienstleistungsanbieter

Hierbei könnten deine Aufgaben darin bestehen, Systemanalysen durchzuführen oder Prozesse zu automatisieren. Auch Projektplanung oder Software-Engineering kann zu deinen Aufgaben gehören.

In jedem Beruf gibt es Menschen, die eher Generalisten sind und viele Fähigkeiten vereinen sowie Spezialisten. Sie können andere immer wieder mit ihrem Detailwissen und Hingabe für ein spezifisches Thema überraschen. Konkrete Berufe in der Informatik sind:

Softwareentwickler

Die Hauptaufgabe eines Softwareentwicklers ist die Konzeption und Programmierung von Programmen. 

Webentwickler

Die Webentwickler sind verantwortlich für die Erstellung von Webseiten. Es geht dabei um die Darstellung der Inhalte, um die Anforderungen bestimmter Browseranwendungen und um die Pflege und Wartung bei Updates beziehungsweise bereits bestehenden Seiten.

IT-Berater

In der Beratung tätig zu sein, bedeutet Kunden hinsichtlich ihrer IT-Projekte, IT-Infrastruktur oder bei technischen Problemen zu unterstützen. Häufig spricht man hier mit mehreren Ansprechpartnern auf Kunden- und Entwicklerseite, somit sind Kommunikation und Sachverständnis bestens verknüpft.

Mobile Entwickler

Mobile Endgeräte, wie das Smartphone oder das Tablet, verwenden eigene Anwendungen und Software. Als Mobile Entwickler ist man spezialisiert auf diese Besonderheiten und optimiert Geräte-übergreifend.

System- und Netzwerkadministrator

Im Grunde kümmern sich beide Berufe um die IT-Infrastruktur eines Unternehmens. Netzwerkadministratoren sind dafür zuständig, dass die IT-Netzwerke störungsfrei funktionieren sowie die Hard- und Software konfiguriert sind. Systemadministratoren kümmern sich eher um die Speichersysteme, Benutzerrechte sowie um das physische Vorhanden sein der Hard- und Software.

Die Bereiche überschneiden sich allerdings und werden je nach Unternehmen etwas unterschiedlich definiert.

Schau hier gleich mal rein und finde aktuelle Berufseinsteiger Jobangebote im Bereich Informatik.

Wie hoch ist das Informatiker Gehalt?

Bei der Wahl des Studiums ist das spätere Gehalt ebenfalls ein ausschlaggebender Faktor. Das Informatik Studium eröffnet sehr gute Berufsaussichten sowie ein attraktives Gehalt. Dieses kann je nach Spezialisierungsbereich und Faktoren wie der Größe des Unternehmens zwar stark variieren. Es ist aber festzuhalten, dass das Gehalt von Bachelorabsolventen deutlich über dem Durchschnittsverdienst liegt.

Ein Einstiegsgehalt liegt bei etwa 40.000 € bis 47.000 € brutto/Jahr, bei Masterabsolventen sogar noch mehr. Diejenigen, die ein Hochschulstudium absolviert haben, müssen mit etwa 10 Prozent weniger rechnen. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung steigt das Gehalt auf etwa 54.000 € bis zu 81.000 € brutto/Jahr an. Bei Positionen mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung oder in der Führungsebene ist dem Verdienst keine Grenze gesetzt.

Wo kannst du Informatik studieren?

In Deutschland kannst du grundsätzlich an Universitäten, technischen Universitäten, Hochschulen, Dualen Hochschulen und privaten Instituten Informatik studieren. Ein Fernstudium ist ebenfalls möglich. Alle Studiengänge enden mit der Abschlussarbeit. Somit kannst du den Studiengang Informatik an vielen verschiedenen Orten absolvieren.

Es lohnt sich aber in jedem Fall, sich an mehreren Hochschulen zu bewerben. Denn IT Studiengänge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Gute und renommierte Studiengänge im Bereich Informatik gibt es zum Beispiel an der LMU München, Universität Mainz, FH Aachen oder dem KIT in Karlsruhe.

Die Studiengänge an den Universitäten sind in der Regel forschungsorientierter als die Studiengänge an Hochschulen, wo mehr die Praxis im Vordergrund steht. Bei dem dualen Studium arbeitest du zusätzlich zu deinem Hochschulstudium noch in einem Betrieb. Somit werden praktische und theoretische Weiterbildung vereint, du kannst Kontakte in der Branche knüpfen und meistens hast du auch die Chance, nach dem Studium übernommen zu werden.

Informatik Studium: Bewerbung

Nachdem du nun einen Überblick über das Studium bekommen hast und vielleicht einen Schritt weiter in deinen Überlegungen bist, solltest du noch wissen, wie du dich für das Informatik Studium bewerben kannst. Je nach Universität oder Hochschule kann es dabei natürlich Besonderheiten geben.

Im Normalfall brauchst du dein Abitur- oder Fachhochschulreifezeugnis zur Bewerbung und kannst dies über die Webseite der Hochschule hochladen. Außer deinen Daten werden manchmal zusätzlich ein Motivationsschreiben oder Nachweise über Praktika gefordert. Informiere dich hier am Besten frühzeitig. Die Bewerbungsfrist endet für das Sommersemester meistens im Januar und für das Wintersemester im Juni, Juli oder August.

Abschließend ist zu sagen, dass das Informatik Studium die Studenten für zahlreiche Berufsbilder befähigt. Jedoch solltest du dir bereits im Vorfeld überlegen, auf welche Bereiche du dich spezialisieren möchtest und für diese Entscheidung am besten schon während des Studiums praktische Erfahrung sammeln.

Wir wünschen dir viel Erfolg!

 

 

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Also warte am besten nicht mehr lange, kümmere dich schon jetzt um deine praktische Erfahrung im Bereich Informatik und schau dir an ob die Fachrichtung etwas für dich wäre.

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