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Studium abbrechen – und dann?

Das falsche Fach gewählt, enttäuschte Erwartungen, fehlende Praxisnähe des Studiengangs, keine Motivation, Dauerstress, Geldsorgen oder Prüfungsangst … Es gibt viele Gründe darüber nachzudenken, das Studium abzubrechen. Klar, die Entscheidung lässt sich nicht mal eben so treffen. Aber keine Sorge. Damit du die für dich beste Entscheidung treffen kannst, unterstützen wir dich mit diesem Leitfaden.

Inhalt

Solltest du dein Studium abbrechen?

Du fragst dich, ob du dein Studium abbrechen solltest? Dann gehen dir bestimmt tausend Dinge durch den Kopf: Wie erklärst du es deiner Familie? Und wie in Vorstellungsgesprächen? Wirst du überhaupt dazu eingeladen? Was machst du stattdessen?

Mit solch quälenden Gedanken fällt es noch schwerer, einen letzten Versuch zu unternehmen, sich auf das Studium und die Prüfungen zu konzentrieren. Die Sorge um die Zukunft, das schlechte Gewissen und die Angst, eine endgültige Entscheidung zu treffen, verstärken sich gegenseitig.

Mach mal halblang: Dein Studium abzubrechen heißt nicht, dass du in irgendeiner Form versagt hättest. Umwege bedeuten nicht, Lebenszeit zu verlieren. Es kommt darauf an, den potentiellen Arbeitgebern eine solche Entscheidung schlüssig begründen zu können. Auch die Personaler in den Unternehmen wissen, dass ein Studium schwierig ist und die unterschiedlichsten Gründe zu der Entscheidung führen, abzubrechen.

Rund ein Viertel aller Studenten bricht das Studium ab. Darüber hinaus denkt die Hälfte im Laufe des Studiums mindestens einmal darüber nach, abzubrechen. Du bist also mit deinen Gedanken keineswegs alleine – die anderen haben genauso Zweifel.

(Keine) Gründe für den Studienabbruch

Schwierige Phasen im Studium sind ganz normal und kein Grund, sofort ans Abbrechen zu denken. Auch ist es normal, dass es dir mal mehr und mal weniger Spaß macht. Der Stoff der einen Vorlesung kann dir super liegen, der Stoff der nächsten wiederum gar nicht. Aber dass es Module gibt, die dir absolut keinen Spaß machen, bedeutet nicht, dass dein Studium nichts für dich ist. Die wenigsten Studenten sind mit all ihren Vorlesungen zufrieden. Fast jeder Studiengang bietet Wahlmöglichkeiten an, damit du dein Studium an deine Interessen anpassen kannst. Spätestens mit dem Master kannst du dich dein Lieblingsthema spezialisieren.

Auch solltest du nicht wegen schlechter Noten daran denken, dein Studium abzubrechen. Wichtig ist, dass dir die Inhalte Spaß machen und du dir Fähigkeiten aneignest, mit denen du deinem Traumjob näherkommst. Die Noten aus dem Studium zählen bei vielen Arbeitgebern weniger, als du glaubst.

Du willst dich noch besser auf deinen Traumjob vorbereiten? Sammel Berufserfahrung durch Praktika oder einen Werkstudentenjob. Wir unterstützen dich dabei – schau mal rein.

Wenn dein Studium dich aber immer mehr zweifeln lässt und du dauerhaft unzufrieden oder unglücklich bist, solltest du dir ernsthafte Gedanken darüber machen, zu wechseln oder abzubrechen. Um abwägen zu können, was Anzeichen dafür sind, dass du deinen Weg ändern solltest, haben wir dir ein paar Beispiele aufgelistet:

Dir liegt die Art, wie gelehrt wird absolut nicht

Der Stoff an sich ist zwar genau dein Ding, aber nicht die Art wie an der Uni gelehrt und gelernt wird: viel zu theoretisch und forschungsorientiert. Dann überlege dir, an eine Fachhochschule zu wechseln, eine Ausbildung zu machen oder direkt ins Berufsleben einzusteigen

Es gibt einfach Personen, denen das theoretische Lernen an Unis nicht liegt und dafür in der Praxis aufgehen. Bist du so jemand, informiere dich mal über Möglichkeiten. Fachhochschulen sind im Vergleich zu Universitäten praxisorientiert und in der Regel ist ein Praxissemester verpflichtender Bestandteil des Studiums.

Alternativ kannst du dich nach Ausbildungen umsehen, die dich zu deinem Traumjob bringen. Mit deinen bisherigen Kenntnissen aus dem Studium bist du ein willkommener Kandidat für jeden Ausbildungsbetrieb und hast gute Chancen einen Platz zu finden. 

Wenn du gar keine Lust mehr aufs "Lernen" hast, dann kannst du auch den direkten Berufseinstieg wagen. Zugegeben: Hast du nicht gerade im 6. Bachelorsemester abgebrochen, wirst du dich ganz schön ins Zeug legen müssen, um Unternehmen von dir zu überzeugen. Aber auch das ist nicht unmöglich und kann für dich der richtige Weg sein.

Mit Bachelorabschluss und abgebrochenem Master steht diesem Schritt noch weniger im Weg. Viele Unternehmen freuen sich über Bachelorabsolventen, da sich diese oft flexibler in neue Fachbereiche einarbeiten können, da sie noch durch keinen fachspezifischen Master geprägt sind.

Du studierst eigentlich nur noch, um einen Abschluss vorzeigen zu können

Besser Abschluss in der Tasche als abzubrechen? Aber eigentlich macht es dir aber schon lange keinen Spaß mehr? Dann studierst du aus dem falschen Grund. Du musst hinter dem stehen was du studierst. Schließlich musst du dich anschließend auch in deinem späteren Berufsleben mehr oder weniger in dem Bereich arbeiten, damit dir dieser Abschluss etwas bringen kann.

Du hast absolut keine Motivation

Wenn du kein bisschen Motivation hast, heißt das, dass du kein Ziel vor Augen hast oder dir der Stoff überhaupt nicht liegt. In dem Fall wirst du früher oder später scheitern, da intrinsische Motivation (aus deinem Inneren heraus) einfach der Grundbaustein für Erfolg ist.

Es werden vielleicht noch härtere Module oder Prüfungsphasen kommen und dafür brauchst du ein gewisses Maß an Leidenschaft für das, was du tust oder wenigstens ein klares Ziel vor Augen, für das du brennst.

Du merkst, dass du dich überhaupt nicht weiterentwickelst

Du hast das Gefühl, dass du nichts lernst – weder auf persönlicher noch fachlicher Ebene? Und du fühlst dich in deiner Entwicklung gehemmt, dann solltest du dir überlegen, ob du das Studium wirklich durchziehen und deine Zeit dafür vergeuden solltest. Weiterentwicklung ist der essentielle Bestandteil zu späterem Erfolg und gerade deine jungen Jahre solltest du hierfür nutzen.

Du hast keine Zeit für Freizeit

Wenn deine Freundschaften und soziales Umfeld langsam aber sicher zurückgehen, weil du absolut keine Zeit mehr zum Leben hast, solltest du dich fragen, ob es das Studium wert ist. Denn die Tatsache ist: Du bist nie wieder so jung wie jetzt. Wenn du Feuer und Flamme für diesen Studiengang bist, dann ist das natürlich etwas ganz anderes. Wenn du aber das Gefühl hast, das Studium liegt dir eigentlich nicht wirklich, dann ist der Verlust deiner Freizeit ein hoher Preis für das Erlangen dieses Abschlusses.

Studium abbrechen oder nicht? So kommst du zu einem Entschluss

Auf keinen Fall solltest du die Entscheidung, dein Studium abzubrechen, übereilt treffen. Hierfür haben wir dir einen kleinen Plan erstellt, der dir hilft, deine Gedanken zu ordnen.

Zunächst einmal solltest du mit einer genauen Analyse und Reflexion deiner bisherigen Studienzeit beginnen. Was genau sind die Probleme/Faktoren, die dich stören? Was hat dir dagegen Spaß gemacht? Sind die Inhalte, die dir Spaß gemacht haben, mehr relevant für das spätere Berufsleben oder andersrum? Mit welchen Inhalten wirst du noch oft konfrontiert werden?

Schau dir hierfür genau den Studienplan der nächsten Semester an und rede auch mit Studenten höherer Semester. Außerdem gibt es an vielen Unis eine Studienberatung oder ähnliches, an die du dich auch wenden kannst. Experten an deiner Hochschule oder bei der Bundesagentur für Arbeit können dir helfen abzuwägen, ob der Studienabbruch in deinem Fall sinnvoll ist und welche Alternativen für dich in Frage kommen.

Berater verfügen über ein hohes Maß an Erfahrungswissen. Und aus einer Außenperspektive ist es leichter, den Überblick zu behalten und Optionen systematisch gegenüber zu stellen.

Zentral ist, dass du einschätzt und analysierst, ob deine Zweifel an dem Studiengang von Dauer oder aber nur temporär sind. 

Studienabbruch – was nun?

Du solltest die Entscheidung, ob du dein Studium abbrichst oder nicht jedenfalls nicht davon abhängig machen, ob du schon einen Plan B hast. Oft kristallisiert sich dieser Plan erst nach Abbruch heraus oder wenn du durch einen anschließenden Auslandsaufenthalt oder ähnlichem mehr Distanz zu allem hast. Ein Urlaubssemester oder ein Auslandsaufenthalt kann dir helfen, Distanz zum Uni-Alltag zu gewinnen und deine Interessen und Fähigkeiten neu zu entdecken. Auch Praktika können sehr hilfreich bei der Wahl des nächsten Schrittes sein.

Auch darfst du wie schon erwähnt einen Studienabbruch keinesfalls als Versagen sehen. Im Gegenteil: Es ist sehr mutig wenn du merkst, dass dein Studium nicht das Richtige für dich ist und du es abbrichst. Viele studieren einfach weiter, weil sie diesen Schritt nicht wagen und sind anschließend unglücklich.

Eine Option nach deinem Abbruch wäre möglicherweise eine duale Ausbildung. Hierbei kannst du dir sogar in manchen Fällen Leistungen aus dem Studium anrechnen lassen. Damit wäre dann natürlich auch deine Ausbildungszeit kürzer.

Oder aber ein direkter Eintritt ins Berufsleben, eine normale Ausbildung, ein anderes Studium, dir stehen verschiedene Türen offen. Es gibt immer auch andere Möglichkeiten und wenn du diese mit mehr Leidenschaft machen wirst, dann wirst du  auch erfolgreicher sein.

Auch erfolgreiche Personen wie Bill Gates oder Steve Jobs haben das Studium abgebrochen und haben nach dem Abbruch ihren Durchbruch zum Erfolg geschafft. Das ist keine Augenwischerei, sondern soll dir zeigen, dass Erfolg und Glück im Leben nicht an ein Studium gebunden sind.

Wer sein Studium abbricht, stellt schnell fest, dass alles weniger dramatisch ist als befürchtet: Die Familie reagiert verständnisvoll, auch aus dem Freundeskreis wird dir Unterstützung angeboten. Bisher im Studium erbrachte Leistungen können bescheinigt und gegebenenfalls auf das neue Studium angerechnet werden. Wird das Licht am Ende des Tunnels erstmal entdeckt, fällt es leicht, sich den neuen Aufgaben zuzuwenden. 

Mit der Kombination aus Beratung und innerer Zuversicht wirst du für dich die richtige Entscheidung treffen: Studium abbrechen oder weiterstudieren. So oder so: Das Leben geht weiter. Und du bist nicht allein!

Bewerbung mit Campusjäger leicht gemacht

Wenn du dich für einen Berufseinstieg oder ein Praktikum entscheiden solltest, stehen wir dir tatkräftig zur Seite. Du musst dich nur einmal kostenlos registrieren, dein Profil ausfüllen und deine Anlagen hochladen. Das Ganze kostet dich 5 Minuten und ab dann kannst du dich zurücklehnen, denn den Rest machen wir für dich!

Wir suchen dir passende Stellen zu deinem Profil aus und schlagen dir diese vor. Wenn dir dann davon etwas gut gefällt, musst du deine Motivation nur noch mit 2-3 Sätzen kurz und knackig präsentieren und schon geht die Bewerbung an das Unternehmen raus. Natürlich begleiten wir dich die ganze Zeit und überprüfen nochmal deine Unterlagen bevor wir sie weiterleiten. Und auch wenn du Fragen oder Probleme hast, stehen wir dir immer zu Verfügung.

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