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Steuererklärung für Studenten – Rückwirkend bis 2014!

Als vorbildlicher Student sparst du, wo du nur kannst. Statt alleine, lebst du in einer WG, im Einkaufskorb landen überwiegend JA-Produkte und dank deines Fahrrads sind dir die Spritpreise egal. Trotzdem ist das Studium teuer und viele Studenten arbeiten nebenher, um sich zu finanzieren. Aber es gibt noch eine Möglichkeit sogar aus dem Studium Geld zu schlagen: Die Steuererklärung!

Sichere dir bis Ende 2018 die Steuererstattung für 2014!

Wenn du freiwillig eine Steuererklärung abgibst, hast du vier Jahre Zeit dafür. Gerechnet wird immer ab dem Ende des Steuerjahres. Bis Ende 2018 kannst du also noch die Steuererklärung für 2014 abgeben.

Die Formulare, die du dafür brauchst, haben die SteuerHelden für dich zusammengestellt. Denn leider kann man nicht einfach die Angaben zu mehreren Jahren in das gleiche Formular schreiben – da sich im Steuerrecht häufig etwas ändert, gibt es jedes Jahr neue Formulare.

Wichtig: Die Steuererklärung muss am 31.12. bis allerspätestens um 24 Uhr beim Finanzamt eingegangen sein! Es reicht nicht, wenn du deine Steuererklärung erst am 31.12. per Post losschickst. Du kannst deine Unterlagen auch noch bis 24 Uhr in den Hausbriefkasten deines Finanzamts einwerfen. Dort wird automatisch ein Eingangsstempel mit Uhrzeit auf dem Umschlag angebracht.

Wenn du nach Mitternacht kommst, ist es aber leider zu spät – Wenn die freiwillige Steuererklärung zu spät beim Finanzamt eintrifft, war es das leider: Die Steuererklärung wird nicht mehr bearbeitet, die Steuererstattung fällt aus, die ganze Arbeit war umsonst!

Wann ist die Abgabe freiwillig?

Eine Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung besteht u. a. in diesen Fällen:

  • Die steuerpflichtigen Nebeneinkünfte liegen über 410 Euro.
  • Es wurde ein Freibetrag eingetragen.
  • Es wurde Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Kurzarbeitergeld etc. über 410 Euro bezogen.
  • Es bestanden parallel mit mehreren Arbeitgebern Arbeitsverhältnisse.
  • Es liegen Kapitalerträge vor, bei denen keine Abgeltungsteuer erhoben werden konnte.
  • Nicht verheiratete oder geschiedene Eltern wollen bestimmte Freibeträge für ein Kind übertragen.
  • Ein Ehepartner hatte das ganze Jahr oder zeitweise die Steuerklasse 5 oder 6.

Im Umkehrschluss heißt das: Wenn du nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist, musst du auch keine abgeben. Du darfst dann aber freiwillig eine Steuererklärung abgeben.

Die Abgabe der Steuererklärung lohnt sich besonders dann, wenn du während eines Jahres zum Beispiel hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen hattest oder geheiratet hast. Dann ist eigentlich immer eine Steuererstattung drin.

Will das Finanzamt wider Erwarten doch Geld sehen, kannst du die Steuererklärung wieder zurücknehmen. Sie gilt dann als nicht abgegeben und das Finanzamt kann keine Steuernachzahlung verlangen.

Wann sich eine Steuererklärung lohnt!

Das ist doch nur etwas für Menschen, die schon richtig arbeiten? Falsch! Eine Steuererklärung lohnt sich fast immer, auch für Studenten. Denn prinzipiell kannst du sämtliche Kosten, die durch dein Studium entstehen, steuerlich geltend machen: Miete, Anfahrtswege zur Uni, Bibliothek und Praktika, Arbeitsutensilien wie Blöcke, Notebook und Drucker, Fachbücher und natürlich die Semestergebühren. Nun macht es aber leider einen Unterschied, ob du dich in deiner Erstausbildung oder Zweitausbildung befindest. 

Denn seit einiger Zeit ist es gesetzlich so geregelt, dass die Ausgaben im Erststudium lediglich als Sonderkosten gelten. Bis zu 6.000 Euro im Jahr könntest du mit deinen Einnahmen verrechnen. Vorausgesetzt diese sind so hoch, dass du überhaupt erst steuerpflichtig bist. Da die meisten Studenten auf 450 Euro Basis arbeiten, also einen Minijob haben, ist das für sie nicht relevant. Erst wer mehr verdient und über den jährlichen Steuerfreibetrag von aktuell 8.652 Euro kommt, kann in diesem Fall seine Ausgaben geltend machen.

Vorteil bei der Steuererklärung im Zweitstudium

Anders verhält es sich in der Zweitausbildung, wozu auch ein Masterstudium zählt oder eben ein Bachelorstudium, nachdem du bereits eine mindestens einjährige Berufsausbildung in Vollzeit absolviert hast. Denn hier gelten deinen Ausgaben für dein Studium als Werbungskosten. Das bedeutet, dass du deine Ausgaben als Verluste anrechnen kannst, die sich von Jahr zu Jahr summieren. Sobald du anfängst zu arbeiten, kannst du die während deines Studiums entstandenen Werbungskosten dank des Verlustvortrags geltend machen. Diese werden mit deinem Jahreseinkommen verrechnet, sodass du während deiner ersten Berufsjahre eine deutliche Steuerentlastung spüren wirst.

Die Steuererklärung im Erststudium lohnt sich!

Wenn du jetzt aber denkst, dass dir das alles erstmal egal sein kann, weil du erst mit dem Bachelor angefangen hast, solltest du weiterlesen. Denn bereits 2014 hat der Bundesfinanzhof erklärt, dass er die unterschiedliche Regelung zwischen Sonderkosten im Erststudium und Werbungskosten im Zweitstudium für verfassungswidrig hält. Auch wenn das Ergebnis noch offen ist, bedeutet das für dich, dass du jedes Jahr eine Steuererklärung machen solltest. Denn wird die Regelung gekippt, besteht auch für Studenten im Erststudium wieder die Möglichkeit des Verlustvortrags – und zwar rückwirkend.

Das klingt alles schön und gut, aber erstmal muss die Steuererklärung gemacht werden. Vielleicht hast du schon einmal mitbekommen, wie sich deine Eltern jedes Jahr aufs Neue darüber beschweren. Zugegeben, die ganzen Formulare auszufüllen ist nun nicht gerade spaßig. Und gerade wenn man es das erste Mal macht, verliert man schnell den Überblick. Dass mit jedem Fehler die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich das Finanzamt quer stellt, macht es nicht gerade leichter. Kein Wunder also, dass sich viele Studenten den Stress sparen – damit aber auch leider auf Geld verzichten.

Service für Studenten

Die gute Nachricht: Du musst deine Steuererklärung nicht alleine machen! Viele verschiedene Tools bieten dir ihre Hilfe an, von kostenlos bis teuer, von rudimentär bis umfangreich. Wir haben uns mal auf die Suche gemacht und ein paar der Angebote ausprobiert. Sehr kompetent und zuverlässig erscheint uns das Tool der SteuerHelden

Steuererklärung Tool für Studenten

Das Tool punktet direkt mit zwei Vorteilen: In einer Eingabemaske kannst du die wichtigsten Faktoren eingeben und erhältst noch bevor du etwas herunterladen musst eine Angabe zu deinem möglichen Ersparnis. So kannst du für dich selbst entscheiden ab welchem Betrag du dich näher mit dem Ganzen auseinandersetzen willst. Zum anderen ist das Tool für dich als Student absolut kostenlos – damit holst du also das meiste aus deiner Steuererklärung raus, ohne direkt wieder auf einen Teil davon verzichten zu müssen! Alternativ bieten Unternehmen wie die MLP Finanzberatung kostenlose Seminare für Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger an. 

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