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Problemlösungskompetenz: Wie lösen wir Probleme?

Probleme begegnen jedem irgendwann – die Frage ist: Wie löst du sie? Deine Problemlösungskompetenz ist gefragt. Wir erklären dir hier, was das genau ist und wie du lernst, Probleme zielgerichtet zu lösen.

Inhalt

Problemlösungskompetenz Definition: Was bedeutet Problemlösungskompetenz?

Die Problemlösungskompetenz beschreibt die Fähigkeit, problematische Sachverhalte und Situationen zu erkennen und schnell darauf zu reagieren. Problemlösungskompetenz ist keine Charaktereigenschaft – Probleme zu lösen ist ein Vorgehen aus mehreren Schritten:

  1. Erkennen und Einordnen

    Um ein Problem zu lösen, muss es erstmal erkannt werden – nur Symptome zu behandeln, heilt keine Krankheit. Also: Frage dich, wann das Problem aufkam und wie es dazu kommen konnte. Dann muss die Situation eingeordnet werden: Kennst du dieses Problem bereits? Kannst du etwas dagegen tun? Kennst du jemanden, der das Problem lösen kann?

  2. Lösungswege finden

    Hast du das Problem identifiziert, ist Kreativität gefragt: Arbeite an Lösungswegen und sammle Ideen.

  3. Umsetzen

    Deine Problemlösungskompetenz zeigt sich vor allem im Praktischen: Du brauchst Mut und Selbstbewusstsein, um den besten Lösungsweg in die Tat umzusetzen.

  4. Kontrollieren

    Nach etwas Zeit solltest du deinen Erfolg noch einmal checken: Welche Wirkung hat dein Lösungsweg erzeugt? Ist das Problem auch tatsächlich gelöst?

Alles in allem ist Problemlösungskompetenz ein Soft Skill, der dir dabei hilft, selbstbewusst zu handeln – denn nicht nur bei Problemen kann sie dir helfen, sondern auch in Alltagssituationen: kritisches Feedback, ein neues Projekt oder eine neue Arbeitsroutine. Problemlösungskompetenz macht dich selbstbewusster und sorgt für organisiertes Handeln.

Problemlösungskompetenz besteht also aus mehreren Schritten – wie kannst du lernen, jeden Schritt zu beherrschen?

Problemlösungskompetenz Beispiele: Wie kannst du Probleme lösen?

Wie du bereits gelernt hast, braucht es mehrere Schritte, um ein Problem zu lösen. Damit du jeden Schritt verbessern kannst, kannst du dich an folgende Punkte halten:

  • Bei der Identifizierung des Problems musst du unter die Oberfläche schauen: Was ist die Ursache und was ist der Auslöser? In einem Unternehmen liegt die Ursache meist in der Kommunikation oder in zu hoch gesetzten Zielen und Erwartungen.
  • Kopf hoch: Gib nicht auf und beschuldige nicht gleich andere. Vor allem im Berufsalltag kannst du dadurch Eigeninitiative und Handlungskompetenzen beweisen.
  • Was lange währt, wird endlich gut – lass’ dir Zeit, damit dein Lösungsweg ausreifen kann und das Problem endgültig gelöst werden kann. Reagiere nicht vorschnell und überlege gut.

Bist du dir unsicher, kannst du dir auch bei deinen Freunden oder deiner Familie Feedback und Unterstützung einholen. Hilfreich ist es auch, Gespräche und Diskussionen zu analysieren. Beispielsweise kannst du deinen Teamleiterbei der Arbeit oder deinen Tutor fragen, wie er bei Problemsituationen vorgeht und welche Best Practices er entwickelt hat.

Problemlösungskompetenz Bewerbung: Wie stellst du dich als Problemlöser dar?

Wie immer, wenn es um Soft Skills geht, reicht es nicht aus, sie einfach aufzulisten. Soft Skills zeigen sich im Bewerbungsgespräch, im Anschreiben und in deinen Hobbys.

Problemlösungskompetenzen zeigst du am besten durch Erfahrung: Gab es in deinem Leben Problemsituationen, die du lösen konntest? Erzähle dem Recruiter von deinen Lösungswegen und von deinem Erfolg damit.

Wichtig dabei: Mache dir vorher Gedanken darüber, wie du argumentierst und priorisiere deine Beispiele. Am besten überfällst du den Recruiter nicht mit hunderten Beispielen, sondern du pickst dir ein oder zwei Beispiele heraus, die du gut erklärst.

Dabei kannst du aufzeigen, inwiefern das Unternehmen von dir und deiner Problemlösungskompetenz profitieren kann.

Auch können frühere Führungs- oder Managerpositionen – wie eine Teamleiterposition,ein Projektleiter oder als Führungsposition in einem Verein – davon zeugen, dass du über eine gute Problemlösungskompetenz verfügst.

Jobs: Welche Berufe erfordern ausgeprägte Problemlösungskompetenzen?

Dass du Probleme schnell und zielorientiert lösen kannst, ist in jedem Beruf hilfreich – keine Frage. In manchen Positionen wird jedoch eine ausgeprägtere Problemlösungskompetenz gefordert, als in anderen Berufen. Wir haben dir hier drei Berufe zusammengefasst, die eine gute Problemlösungskompetenz erfordern:

Führungs- und Managerpositionen: In diesen Positionen brauchst du den Überblick – du musst stets wissen, wer an was seit wann und bis wann arbeitet. So kannst du Bottlenecks frühzeitig erkennen und reagieren.

Bottlenecks kannst du mit Sackgassen vergleichen: Wartet ein Mitarbeiter auf das Ergebnis eines anderen, um weiterarbeiten zu können, kann ersterer nicht arbeiten. Das heißt: Das Projekt stoppt für diesen Zeitraum oder es kommt zu Leerlaufzeiten, die den Projektzeitraum verlängern.

Consultant: Als Unternehmensberater hast du es mit den unterschiedlichsten Menschen und Situationen zu tun. In den meisten Fällen benötigen deine Kunden deine Hilfe, das heißt: Du sollst Probleme lösen.

Eventmanagement: Die Eventbranche zeichnet sich durch ein hohes Maß an organisatorischer Aufgaben aus – du musst viele verschiedene Faktoren unter eine Hut bekommen: Catering, Location, Termin, Gäste und und und. Da kann es schnell zu Problemen und Überschneidungen kommen: die Absage des Caterers oder eine ähnlich Veranstaltung findet in der Nähe statt, was die zu erwartenden Gäste halbieren kann.

Probleme gibt es überall und Probleme müssen jederzeit gelöst werden – deine Problemlösungskompetenz ist also in so ziemlichjedem Bereich gefragt.

Bereit für den nächsten Schritt? Hier findest du Tipps & Tricks für deine Bewerbung

Veröffentlicht am 22.10.2020, aktualisiert am 27.10.2020

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