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Kritikfähigkeit

Wann bin ich kritikfähig und wo bleibt meine Selbstbehauptung? Es ist nicht immer leicht, im Spannungsfeld zwischen Kritik-Annehmen und selbstbewusstem Vertreten der eigenen Meinung die richtige Balance zu finden. Zu jeder Kritik „Ja“ und „Amen" zu sagen, tut weder dem eigenen Selbstbewusstsein gut, noch hilft es der Karriere. Bei ungerechten oder unzutreffenden Kritikpunkten darfst du durchaus deine Meinung äußern. In diesem Artikel erfährst du, wie du auf Kritik reagieren kannst und wie du auch selbst andere kritisieren kannst.

Inhalt

Kritikfähigkeit Definition: Was bedeutet Kritikfähigkeit?

Kritik ist heutzutage ein recht negativ geprägter Begriff geworden. Dabei handelt es sich eigentlich nur um ein „Feedback“, das sowohl positiv als auch negativ ausfallen kann. Der Begriff „Kritik“ geht ursprünglich auf ein griechisches Verb zurück, das mit „(unter-)scheiden“ oder „trennen“ übersetzt werden kann. Genau genommen handelt es sich also um ein Auseinandernehmen des Gegenstands und Bewerten nach allgemeinen und persönlichen Maßstäben.

Kritikfähigkeit bedeutet, dass du in der Lage bist, Kritik anzunehmen und damit umzugehen. Kritik kann entweder konstruktiv oder destruktiv sein. Bei letzterem wird kein Verbesserungsvorschlag mitgegeben, was es schwierig macht, das Kritisierte zu verbessern.

Wie kritikfähig bist du?

Wenn du kritisiert wirst,

  • … fühlst du dich nicht persönlich angegriffen und suchst keine Ausreden für deine Fehler.
  • … hörst du dem Gegenüber aufmerksam zu und siehst die Kritik als Chance dich zu verbessern.
  • … kannst du die Kritik annehmen und umsetzen.

Wenn diese Punkte auf dich zu treffen, spricht das dafür, dass du kritikfähig bist. Einen Selbsttest mit Fragen zu deiner eigenen Kritikfähigkeit, findest du hier.

Konstruktive Kritik: Auf die Art und Weise kommt es an

Um deutlich zu machen, dass mit der Kritik keine reine Bemängelung gemeint ist, verwendet man häufig den Begriff der „konstruktiven Kritik“.

Konstruktive Kritik soll den Beurteilten nicht verurteilen, sondern stattdessen Vorschläge beinhalten, wie etwas in Zukunft besser gemacht und Fehler vermieden werden können.

Konstruktive Kritik kann im Sandwich-Prinzip gegeben werden: Man beginnt mit etwas Positivem, packt einen negativen Aspekt dahinter und schließt wiederum mit einem positiven Feedback. So zeigt man dem Gegenüber Wertschätzung und erleichtert es ihm, auch den negativen Kritikpunkt anzunehmen. Konstruktive Kritik richtet sich auf den zu beurteilenden Gegenstand, beispielsweise einen Vortrag oder ein Kundengespräch.

Destruktive Kritik

Nicht hilfreiche Kritik erkennt man daran, dass sie unspezifisch und allzu persönlich wird. Zum Beispiel: „Das war ja wohl nichts“ oder „Du kannst gar nichts“ Solche Kritik sollte man besser nicht an sich heranlassen und sich stattdessen auf Rückmeldungen konzentrieren, die auch einen Mehrwert bieten.

Kritikfähigkeit lernen

Grundsätzlich kannst du aus jeder Situation lernen, in der du kritisiert wirst. Und zwar nicht nur von der Kritik an sich – um dich zu verbessern – sondern auch für das nächste Mal, wenn Kritik an dir ausgeübt wird.

Es gibt ein paar Punkte, die du beachten kannst, damit du deine Kritikfähigkeit steigern kannst.

  • Kritik als Chance sehen: Klar, Kritik an der eigenen Person hört zunächst einmal keiner gern. Trotzdem solltest du nicht gleich mit der Verteidigung beginnen und zum Gegenangriff ansetzen. Vielmehr hast du die Möglichkeit an der Kritik zu wachsen und dich zu verbessern.
  • Körpersprache: Verschränkte Arme vor dem Körper können als Ablehnung gedeutet werden. Wenn du in einem Feedbackgespräch bist, solltest du daher darauf auf eine offene Körpersprache achten. Das bedeutet: Aufrechte Haltung und die Hände offen auf dem Tisch präsentieren.
  • Ausreden lassen: Wenn du dein Gegenüber ausreden lässt und richtig zuhörst, wirkt das nicht nur professioneller, sondern hilft dir auch im Anschluss weiter. Wenn du die Sicht der Dinge des Kritikgebers kennst, kannst du besser auf die Kritik reagieren. Dazu gehört auch, dass du dich nicht sofort rechtfertigst. Erst einmal Kritik annehmen und dann entsprechend reagieren.
  • Nachfragen: Das kann sinnvoll sein, wenn du die Kritik nicht ganz nachvollziehen kannst. Durch Nachfagen bittest du höflich darum, dass manche Kritikpunkte noch einmal genauer erläutert werden. Du kannst auch nach konkreten Verbesserungsvorschlägen fragen.
  • Selbstwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung: Sei dir bewusst, dass die Kritik auch „nur“ eine Meinung von einer dritten Person ist. Die Entscheidung, wie und ob du die Kritik annimmst, liegt bei dir. Manchmal ist Kritik aber auch einfach nicht gerechtfertigt. Deswegen ist es wichtig, die Sicht des anderen mit deiner eigenen Meinung zu vergleichen.
Tipp: Beobachte dich selbst beim nächsten Mal, wie du auf Kritik reagierst. Danach kannst du dein Verhalten analysieren und gegebenenfalls anpassen.

Kritik annehmen

Ein souveräner Umgang mit Kritik bedeutet konstruktive Hinweise und Vorschläge anzunehmen und genau zuzuhören und das Feedback nicht zu unterbrechen. Bevor du dich eventuell rechtfertigst, solltest du die Rückmeldung auf ihre Richtigkeit prüfen. Konkrete Fragen zu formulieren, signalisiert deinem Kritiker gleich zweierlei: Du nimmst seine Kritik ernsthaft an und du beschäftigst dich damit, wie du sie umsetzen kannst. Genau nachzufragen kann dir außerdem Sympathiepunkte einbringen, denn aktives Zuhören ist ein Zeichen von Wertschätzung.

Auch wenn es keine Freude macht, sich negative Kritik anhören zu müssen: Es zahlt sich aus! Der heutige Kritikpunkt könnte morgen schon zum Lob bei angepasster Umsetzung werden. Um Kritik annehmen zu können, ist eine entsprechende Einstellung hilfreich: Betrachte Kritik also immer als Chance und Verbesserungsmöglichkeit, statt als Tadel oder Demütigung.

Feedback geben

Zur Kritikfähigkeit gehört nicht nur, dass du selbst Kritik annimmst. Es geht auch darum anderen konstruktive Kritik zu geben. Dabei solltest du das Gegenüber auf die Kritik vorzubereiten. Direkt mit der Tür ins Haus zu fallen, kann abrupt wirken und dazu führen, dass der Andere sich angegriffen fühlt.

Überlege dir im Vorfeld, wie du am liebsten Kritik mitgeteilt bekommst. Gerade wenn du Kritik im Berufsfeld ausübst, solltest du dir absolut sicher sein, dass deine Kritikpunkte gerechtfertigt sind. Ansonsten kann die Situation sehr schnell unangenehm werden.

Konstruktive Kritik geben: So gehst du vor

  • Sachlich bleiben: Auch wenn du gerade sehr viele Emotionen fühlst – und vielleicht wütend auf den Anderen bist – solltest du ruhig bleiben. Mit negativen Emotionen in ein Feedbackgespräch zu starten wirkt unprofessionell und liefert sowohl dir als auch der kritisierten Person keinen Mehrwert.
  • Konkret werden: Erläutere die Situationen oder Dinge, die dich am Gegenüber stören, möglichst genau. So stellst du sicher, dass deine Kritikpunkte auch wirklich verstanden und hoffentlich umgesetzt werden.
  • Richtig formulieren: Probiere es lieber mit der Formulierung „Ich glaube, dass dieser Ansatz nicht zum gewünschten Ergebnis führt“ anstatt mit „Der Ansatz ist falsch“. So stellst du klar, dass es sich um deine eigene Meinung und Einschätzung der Situation handelt.
  • Kritik positiv äußern: Vorhin hast du schon das Sandwich-Prinzip kennengelernt. Also erst mit etwas Positivem beginnen, dann kritisieren und am Ende wieder mit einer positiven Sache abschließen.

Kritik muss angemessen und gerechtfertigt sein, ansonsten hilft sie weder dir noch deinem sozialen oder beruflichen Umfeld weiter. Am besten sollte Kritik auch Ratschläge beinhalten, wie das Kritisierte besser gemacht werden kann.

Vergesse auch nicht zwischendurch immer mal wieder die Arbeit anderer Personen zu loben. Das kann motivieren und dafür sorgen, dass Kritik besser aufgenommen wird. Schließlich will man nach einem nicht so positivem Feedback auch wieder gelobt werden.

Kritikfähigkeit im Vorstellungsgespräch

Auch in Vorstellungsgesprächen kannst du deine Kritikfähigkeit unter Beweis stellen. Personaler nutzen dafür häufig kritische Fragen zu deinem Lebenslauf als Test und wollen wissen, wie du darauf reagierst.

Am besten lässt du dich davon nicht aus der Ruhe bringen und antwortest sachlich. Du kannst auch anhand von konkreten Situationen belegen, wie du mit Kritik umgegangen bist. Hast du ein Feedbackgespräch im Praktikum gehabt, in dem du kritisiert wurdest und am Ende hat dich dein Betreuer gelobt, wie gut du die Kritik umgesetzt hast? Dann kannst du darauf eingehen.

Auf die Frage „Wie gehen Sie mit Kritik um?“ solltest du nicht allzu überschwänglich reagieren. Die Aussage „Ich freue mich immer über Kritik“ ist unglaubwürdig, da ein Konfliktgespräch zunächst immer unangenehm ist. Betone lieber, dass du Kritik sehr hilfreich findest, weil man davon lernen und sich verbessern kann.

Kritikfähigkeit im Beruf

Im Berufsleben treffen tagtäglich die unterschiedlichsten Meinungen aufeinander. Daher wirst du wahrscheinlich auch früher oder später in eine Situation kommen, in der du dich dem Feedback anderer stellen musst.

Ganz abgesehen davon, dass kritikfähige Menschen es im Umgang mit ihren Mitmenschen leichter haben - denn schnell beleidigte oder aufbrausende Temperamente erfreuen sich nicht gerade der größten Beliebtheit - Kritikfähigkeit hilft auch im persönlichen Werdegang.

Wer Kritik annehmen und umsetzen kann, wird zufriedener mit sich selbst sein können und erkennt in konstruktiver Kritik ein Potential für die Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Lernen kannst du das bereits im Praktikum – in regelmäßigen Feedbackgespräche mit dem Betreuer – und solche Gespräche begleiten dich dein komplettes Berufsleben. Gerade für die Teamarbeit ist Kritikfähigkeit essenziell. Man will gemeinsam das bestmögliche Ergebnis erzielen und dazu sollte jeder seinen Anteil beitragen. Kritik, wenn sie konstruktiv eingesetzt wird, ermöglicht bessere Resultate. Kritik anzunehmen ist wichtig für ein authentisches und offenes Miteinander.

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Tipps und Tricks fürs Bewerbungsgespräch gibt's hier

Veröffentlicht am 17.10.2016, aktualisiert am 07.09.2020

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