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Eigeninitiative – In Job und Bewerbung überzeugen

Wann und wie ergreifst du Eigeninitiative? Was genau wird unter dem Begriff überhaupt verstanden? Wie kommunizierst du den Soft Skill in einem Bewerbungsanschreiben und wie zeigst du Eigeninitiative im Job? Welche Übungen gibt es, um eigenständiges Handeln zu fördern? All diese Fragen möchten wir im Folgenden beantworten und dir zeigen, worauf es ankommt.

Inhalt

Was ist Eigeninitiative? Definition

Initiative kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Anfang“ – es geht darum etwas zu starten. Eigeninitiative bezeichnet dementsprechend die Fähigkeit, etwas aus eigenem Antrieb zu beginnen und eine Handlung selbst anzustoßen.

Menschen mit einem hohen Grad an Eigeninitiative schaffen sich einen gewissen Handlungsspielraum, innerhalb dessen sie eigene Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Eigeninitiative setzt sich grundsätzlich aus drei Merkmalen zusammen:

  1. Eigeninitiative geht von einer Person selbst aus. Das bedeutet eine Tätigkeit oder Aufgabe zu beginnen, ohne sie von außen aufgetragen zu bekommen.

  2. Eigeninitiative ist proaktiv. Es geht darum vorausschauend zu handeln, Probleme und Chancen zu erkennen und diese anzusprechen und eigenständig Lösungsvorschläge zu entwickeln.

  3. Eigeninitiative geht mit Durchhaltevermögen und Kritikfähigkeit einher. Bei aufkommenden Hindernissen und Barrieren wird nicht aufgegeben, sondern versucht diese zu überwinden.

Ein gewisses Maß an Selbstvertrauen ist für Eigeninitiative unerlässlich. Hast du das Gefühl, dass es dir etwas an Selbstvertrauen mangelt, keine Angst: Selbstvertrauen ist trainierbar.

Eigeninitiative im Job ergreifen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Soft Skills sind im heutigen Arbeitsleben von enormer Bedeutung. Eigeninitiative bildet hierbei keine Ausnahme – im Gegenteil: Eigeninitiative steht bei Arbeitgebern hoch im Kurs.

Unternehmen sind mehr und mehr auf der Suche nach motivierten Mitarbeitern, die sich selbstständig einbringen. Erfüllst du dir zugeteilte Aufgaben zufriedenstellend und hältst dich genau an die genannten Anforderungen, leistest du zwar solide Arbeit, zeigst aber definitiv keine Eigeninitiative.

Es geht darum, mitzudenken und zu erkennen, wann du beispielsweise eigene Ideen und Lösungsansätze einbringen und eigene Entscheidungen treffen kannst. Hierbei solltest du aber darauf achten, deinen Entscheidungsspielraum nicht zu überschreiten und keine Entscheidungen zu treffen, für die du nicht zuständig oder befugt bist.

5 Möglichkeiten, um Eigeninitiative zu zeigen

  • Verbesserungsvorschläge machen: Im Arbeitsalltag sind es häufig Kleinigkeiten, die den täglichen Arbeitsablauf behindern. Oft sind diese Hindernisse, mit denen du und deine Kollegen sich herumplagen, deinem Vorgesetzten gar nicht bewusst.

    Hast du Vorschläge, wie diese Probleme bewältigt und Prozesse effizienter gestaltet werden können, solltest du sie ansprechen. Dein Augenmerk muss hierbei nicht nur auf dem eigenen Team liegen. Auch Ideen, wie abteilungsübergreifend besser zusammengearbeitet werden kann, sind gerne gesehen.

    Sei dir zudem bewusst: Es gibt keine schlechten Vorschläge, mehr als das deine Idee nicht umgesetzt wird, kann dir nicht passieren. Lass dich nicht davon entmutigen, falls deine Verbesserungsvorschläge verworfen werden – Initiative hast du trotzdem gezeigt.

  • Freiwillig melden: Stehen zusätzliche Aufgaben innerhalb deines Teams oder des Unternehmens an, kannst du dir überlegen, dich dafür freiwillig zu melden. Dein Chef wird es zu schätzen wissen, wenn du unaufgefordert bereit bist, eine Tätigkeit zu übernehmen und mehr zu tun als du eigentlich musst.

    Achte jedoch darauf, dass du es nicht übertreibst. Meldest du dich ständig freiwillig, kann dir das von deinen Kollegen schnell negativ ausgelegt werden. Zum anderen solltest du aufpassen, dich nicht zu übernehmen. Lastest du dir zu viel auf, kann es passieren, dass du deinen eigentlichen Aufgaben nicht mehr im erforderlichen Maß nachkommst.

  • Das Wort ergreifen: Hast du beispielsweise ein Meeting mit deiner Abteilung oder deinem Team, solltest du dich definitiv aktiv einbringen. Anstatt ausschließlich dazusitzen und zuzuhören, solltest du die Chance nutzen, um eigene Ideen einzubringen und Dinge zu hinterfragen.

    Damit zeigst du deinem Chef, dass du mitdenkst und etwas bewegen willst. Darüber hinaus hast du so die Möglichkeit, dein Arbeitsumfeld aktiv mitzugestalten und positiv zu beeinflussen.

    Achte hierbei jedoch auf deine Ausdrucksweise. Du solltest keinesfalls Ideen oder Vorschläge anderer Teammitglieder innerhalb eines Meetings schlecht reden. Erkläre stattdessen sachlich und wohlwollend, an was deiner Meinung nach nicht gedacht wurde und welche Alternativen es gibt.

  • Projekte vorschlagen: Teile deinem Chef mit, wenn du eine Idee für ein neues Projekt hast. Das zeugt von Engagement und verdeutlicht, dass du dich auch über die täglich anfallenden Aufgaben hinaus mit deiner Arbeit beschäftigst. Es muss sich hierbei nicht unbedingt um ein groß angelegtes Projekt handeln: Auch kleinere Vorhaben können sich positiv auf das Unternehmen auswirken.

    Wichtig ist, dass du dir vorab Gedanken zur Planung und Umsetzung des Projektes gemacht hast. Hast du dir grundsätzlich überlegt, wie das zu startende Projekt aufgebaut und durchgeführt werden kann, steigen die Chancen massiv, dass dieses auch tatsächlich in Angriff genommen wird und du bei der Durchführung Verantwortung übernehmen darfst.

  • Feedback geben: Innerhalb eines gut funktionierenden Arbeitsumfeldes ist Feedback gern gesehen und wichtig. Fällt dir etwas auf, was deine Kollegen besonders gut machen oder was sie verbessern könnten, macht es durchaus Sinn es anzusprechen.

    Beachte aber, dass es hier auf die Art und Weise ankommt, wie du dein Feedback kommunizierst. Hebe positive Dinge hervor und gebe Tipps zu Verbesserungsmöglichkeiten, ohne dabei als Besserwisser zu erscheinen. Betone zudem explizit, dass du ebenfalls gerne Feedback zu deinen Tätigkeiten erhalten möchtest.

Eigeninitiative in der Bewerbung zeigen – Auf was es zu achten gilt

Heutzutage sind vorhandene Soft Skills in Bewerbungen wichtiger denn je. Einzig gute Noten und Fachwissen reichen oft nicht aus, um sich von anderen Bewerbern abzuheben. Unternehmen sind auf der Suche nach motivierten und engagierten Mitarbeitern.

Dementsprechend solltest du schon im Bewerbungsprozess Eigeninitiative an den Tag legen und diese auch im Anschreiben hervorheben – doch das ist leichter gesagt als getan.

Tipp: Bevor du deine Bewerbungsunterlagen einreichst, kann ein kurzer Telefonanruf äußerst positiv wirken. Insbesondere wenn du die Möglichkeit hast direkt mit dem zuständigen Personaler zu sprechen, kannst du Eindruck schinden. Überlege dir hierbei aber vorher, was du fragen möchtest – ohne wirklichen Grund wirkt der Anruf seltsam.

Um zu zeigen, dass du über ein hohes Maß an Eigeninitiative verfügst, ist es absolut kontraproduktiv Floskeln im Bewerbungsschreiben zu verwenden.

Aussagen wie: ”Ich zeichne mich durch hohe Eigeninitiative aus” oder “Ich verfüge über viel Eigeninitiative” kannst du auch gleich weglassen. Sie werden dir teilweise sogar negativ ausgelegt. Ein motivierter Bewerber, der sich durch Eigeninitiative auszeichnet, sollte doch mehr zu bieten haben als solche Phrasen.

Es ist einfach, von sich zu behaupten oft aus eigenem Antrieb zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Was Personaler tatsächlich interessiert sind konkrete Beispiele.

  • Hast du während deines Studiums in einer Hochschulgruppe mitgewirkt?
  • Hast du im Rahmen deines Studiums eine Hochschulmesse mit organisiert?
  • Hast du bestimmte Schulungen aus eigenem Antrieb abgelegt?
  • Hast du in deinem vorherigen Job ein bestimmtes Projekt initiiert und geleitet?
  • Hast du in deinem vorherigen Job Workshops eingerichtet und Kollegen geschult?
  • Engagierst du dich ehrenamtlich im Rahmen bestimmter Projekte?

Bleibe bei deinen Ausführungen stets bei der Wahrheit und übertreibe nicht. Es ist gut möglich, dass während eines Vorstellungsgesprächs darauf zurückgekommen wird. Bist du dann nicht in der Lage, prägnant darzustellen was genau du gemacht hast, kann sich das nachteilig auswirken.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist eine Initiativbewerbung ebenfalls eine Option um Eigeninitiative zu zeigen. In unserem Artikel Initiativbewerbung zeigen wir dir, wie du eine solche Bewerbung angehst und auf was es zu achten gilt.

Ist Eigeninitiative lernbar? Übung macht den Meister

Eigeninitiative geht mit einem gewissen Grad an Selbstbewusstsein und Selbsteinschätzung einher. Wer Angst vor Fehlern und Versagen hat, der wird selten aus eigenem Antrieb etwas anstoßen, für das er eventuell verantwortlich gemacht werden kann.

Hast du ein gesundes Selbstvertrauen, dann traust du dir mehr zu und bist bereit, Vorschläge zu machen und eigene Entscheidungen zu treffen.

Auf der anderen Seite kann ein überschätztes Selbstbewusstsein auch ein Nachteil sein. Niemand kann alles und in vollem Umfang. Eine gesunde Selbsteinschätzung hilft dir dabei zu erkennen, wo deine Stärken und Schwächen liegen.

4 Übungen, um Eigeninitiative zu trainieren

  1. Sport machen: Sport kann dir helfen, um Selbstvertrauen aufzubauen und zudem an deiner Disziplin zu arbeiten. Betreibst du eine Sportart regelmäßig wirst du dir immer neue Herausforderungen suchen. Schaffst du es deine Ziele zu erfüllen, sorgt das für Erfolgsmomente und hilft dir dabei Vertrauen in dich selbst zu schöpfen.

  2. Lernen: Mache es dir zu einer festen Gewohnheit, jeden Tag etwas neues zu lesen, anzuhören oder anzusehen was dich wirklich interessiert. Je mehr du weißt, desto mehr Vertrauen hast du in dich selbst.

  3. Verlasse deine Komfortzone: Stelle dich bewusst und absichtlich Dingen bei denen du dich unwohl fühlst. Schaffst du es, Situationen zu bewältigen in denen du dich unsicher fühlst, wird das deinem Selbstbewusstsein einen Boost verpassen.

  4. Gute Vorsätze: Nimm dir etwas vor und versuche, es für einen gewissen Zeitraum rigoros durchzuziehen. Versuche beispielsweise dich gesünder zu ernähren, früher aufzustehen oder regelmäßig Sport zu treiben.

Was alle diese Übungen gemeinsam haben? Du musst sie selbst angehen und aus eigenem Antrieb handeln!

Fazit

Wie du gesehen hast, ist Eigeninitiative ein wichtiger Soft Skill in der Arbeitswelt. Verfügst du über ein hohes Maß an Eigeninitiative bringt das viele Vorteile mit sich und wird sich in der Regel positiv auf Job und Bewerbung auswirken. Jedoch solltest du darauf achten, es nicht zu übertreiben. Ein Zuviel kann auch zum Nachteil werden.

Deswegen gilt grundsätzlich: Eigeninitiative ist absolut gewünscht, jedoch kommt es auch hier auf das richtige Maß an.

Du möchtest während deines Studiums Eigeninitiative zeigen und zeitgleich Berufserfahrung sammeln? Dann bewirb dich doch auf einen Werkstudentenjob – wir unterstützen dich dabei.

Veröffentlicht am 04.06.2020, aktualisiert am 01.07.2020

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