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Consulting: Was bedeutet Beratungskompetenz?

Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Rhetorik, Fachwissen und soziale Kompetenzen – Soft Skills, die gute Beratungskompetenzen ausmachen. Was Beratungskompetenzen sind und wie du sie steigern kannst, erklären wir dir hier.

Inhalt

Definition: Was bedeutet Beratungskompetenz?

Der Begriff Beratungskompetenz beschreibt die Fähigkeit, jemandem mit seinem Wissen erfolgreich weiterhelfen zu können. Es geht darum, dein Wissen weiterzugeben und zielorientiert an Lösungen zu arbeiten.

Doch beraten ist nicht leiten: Beratung – beziehungsweise Konsultation – heißt nicht, dass du das Team zu einer Lösung führst. Du sollst dem Team helfen, selbstständig eine Lösung zu finden – das heißt: Du gibst dein Wissen weiter, damit dein Kunde mithilfe dieses Wissens zu einer zielführenden Strategie finden kann.

Ein Berater – oder auch Consultant – hilft seinen Kunden fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es wichtig, dass du nicht deine Meinung weitergibst und einfach überzeugen willst. Als Consultant sollst du ehrlich sein – deine Kunden müssen dir schließlich vertrauen können. Zeige ihm die möglichen Optionen auf und erläutere die verschiedenen Vor- und Nachteile. Nur weil du eine Vorgehensweise für besonders vielversprechend hältst, heißt das nicht, dass diese Vorgehensweise auch zu deinem Kunden passt.

Als Berater musst du also über verschiedene Soft Skills verfügen. Beratungskompetenz setzt sich aus guter Kommunikationsfähigkeit, Empathie, gesunder Rhetorik und ausgeprägten sozialen Kompetenzen zusammen.

Wie steigerst du deine Beratungskompetenzen?

Der Mensch berät genau genommen ständig. Du kennst bestimmt folgende Gespräche unter Freunden: Welche Schuhe zu diesen Jeans? Was soll dein Kumpel mit seiner Freundin am Jahrestag unternehmen? Was ist das beste Geschenk für deine Eltern? Ob Diskussionen oder Trösten: Alles eine Art Beratung.

Das heißt: Eigentlich lernt man schon im Kindesalter, was es heißt, zu beraten – ob von dem Verhalten deiner Eltern oder von dir und deinen Freunden.

Wie kannst du deine Beratungskompetenz weiter steigern?

Soft Skills zu steigern ist nicht immer leicht: Du kannst so viel darüber wissen, wie du willst – wenn du sie nicht beherrschst, wirkst du unecht und gespielt.

Du musst Soft Skills verinnerlichen – und das braucht vor allem eins: Zeit.

Das Wichtigste beim Consulting: Zuhören. Erst, wenn du wirklich verstanden hast, wo das Problem liegt, kannst du die Wurzeln des Problems angehen.

Dann sind deine analytischen Fähigkeiten gefragt: Du erstellst eine Analyse, aus der Folgendes hervorgeht:

  • die Ausgangssituation
  • das Ziel der Beratung
  • der geplante finanzielle Aufwand
  • die Größe des benötigten Teams
  • die geplante Dauer der beratenden Unterstützung
  • eventuell auftretende Probleme
  • Meilensteine

Erst dann geht es an die wirkliche Beratung. Dein Wissen ist gefragt: Wie kann dein Kunde das gesetzte Ziel oder die gesetzten Ziele erreichen?

Der entscheidende Punkt dabei: Wie bringst du das rüber? Hier kommen deine sozialen Kompetenzen ins Spiel: Einfühlungsvermögen, Rhetorik und deine Kommunikationsfähigkeit helfen dabei, dass du deinen Kunden an der passenden Stelle abholst und weiterbringen kannst.

Üben kannst du das Ganze in deiner Umgebung: Sprich mit Familie und Freunden und versuche, deren Situation als deine eigene anzusehen – so kannst du dich am besten einfühlen und weißt, an welcher Stelle du anfangen kannst.

Wichtig ist es, das Kernproblem zu finden. Nur weil eine Firma zurzeit keinen Gewinn macht, muss das nicht heißen, dass ihr Management versagt hat – ein Rezept für alle wird nicht funktionieren.

Bewerbung: Wie du deine Beratungskompetenz beweisen kannst

Soft Skills in der Bewerbung: Das Beweisen gestaltet sich meist nicht so leicht, wie bei den Hard Skills – auflisten reicht nicht.

Soft Skills beweist man im Vorstellungsgespräch am besten „zwischen den Zeilen“. Durch Hobbys oder erfolgreich fertiggestellte Projekte kann man viele Soft Skills erkennen – beispielsweise deine eigenständige Arbeitsweise oder deine gute Kommunikationsfähigkeit lässt sich durch eine vorangegangene Position als Projektleiter herauslesen.

Bei den Beratungskompetenzen sieht das ähnlich aus: Zum Beispiel kann dein Hobby als Betreuer auf Jugendreisen zeigen, dass du weißt, wie man mit anderen Menschen und Verantwortung umgeht – das bedeutet wiederum, dass du über Empathie, gute Rhetorik und über eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit verfügst.

Nicht nur aus deinem Lebenslauf kann man Soft Skills lesen – auch während des Bewerbungsgesprächs kann der Recruiter deine Körpersprache analysieren und „zwischen den Worten“ lesen.

Beratungskompetenzen beweist du hierbei am besten anhand der Teilkompetenzen, wie Empathie, Kommunikationsfähigkeit und Rhetorik. Damit kannst du bereits beim Smalltalk zu Beginn des Gesprächs starten: Strahle Selbstbewusstsein aus und zeige Interesse an deinem Gegenüber. Höre gut zu und nimm das Gesagte in deine nächsten Sätze auf. Um zu zeigen, dass du zuhörst, kannst du die Worte des Recruiters auch ab und an in umgestelltem Satzbau wiederholen – das zeigt auch deine Zustimmung.

Beratungskompetenzen zeigst du im Vorstellungsgespräch also am besten durch Zuhören und durch eine zustimmende beziehungsweise verständnisvolle Gesprächshaltung.

Jobs: In welchen Berufen ist gute Beratungskompetenz gefordert?

Beratungskompetenzen sind vor allem im Beruf des Consultants beziehungsweise Unternehmensberaters wichtig – klar. Doch ausgeprägte Beratungskompetenzen sind auch in anderen Branchen von Vorteil. Wir haben dir hier zwei weitere Bereiche zusammengefasst, in denen gute Beratungskompetenzen essentiell sind.

Das Personalwesen: Als Personaler hast du viel mit Menschen zu tun. Manchmal musst du unangenehme Aufgaben erfüllen, wie beispielsweise eine Kündigung – und genau hier kommt deine Beratungskompetenz ins Spiel. Es geht darum, dem Mitarbeiter respektvoll und empathisch gegenüberzutreten, damit er in Zukunft ein gutes Verhältnis zu deinem Unternehmen hat – berate dich mit ihm über seine Zukunft und stelle klar, dass du auch nach der Kündigung noch als Ansprechpartner fungieren kannst.

Im Personalwesen kann es auch dazu kommen, dass du dich mit den persönlichen Problemen eines Angestellten befassen musst – zum Beispiel ein Mitarbeiter, dessen Eltern in die Pflege müssen, wird die nächsten Wochen wahrscheinlich unkonzentrierter arbeiten, als Mitarbeiter, bei denen das nicht der Fall ist.

Auch in der Kundenbetreuung sind gute Beratungskompetenzen essentiell – ob es sich um ein neues Kleid handelt, oder um die Anschaffung einer neuen Software: Dein Kunde will gut beraten werden. Du brauchst neben Fachwissen also auch gute Beratungskompetenzen, um dein Wissen angemessen weitergeben zu können.

Was macht ein Consultant eigentlich genau?

Veröffentlicht am 29.09.2020, aktualisiert am 09.11.2020

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