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Erfolgreich in die Zukunft starten
Vorbereiten auf Industrie 4.0 und den digitalen Wandel

Jede Veränderung birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Dass Studenten dem Wandel durch Industrie 4.0 und Digitalisierung jedoch durchaus positiv gegenüberstehen, zeigt der dritte Puls-Check von Campusjäger: Mehr als zwei Drittel der befragten Studenten sehen lndustrie 4.0 und Digitalisierung als Chance.

 

Aber: Chancen müssen ergriffen werden. Um auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft erfolgreich zu sein, müssen sich Studenten bereits jetzt die Frage stellen: Welche Fähigkeiten werden in der morgigen Arbeitswelt essentiell und was kann ich heute schon tun, um mich für Industrie 4.0 und Digitalisierung zu rüsten?

Kernkompetenz: Tiefgehendes IT-Verständnis

Im Zuge von Industrie 4.0 und Digitalisierung erfordern auch viele Berufe, die auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit Technik zu tun haben, durch die Vernetzung der Arbeitswelt ein tiefgreifendes technisches und technologisches Verständnis. Auch die Befragten des Puls-Checks gaben an, dass in Zukunft vor allem Kenntnisse im Bereich Technik und Informatik essentiell werden würden. Dies deckt sich mit einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, in der mehr als zwei Drittel aller Befragten IT-Fähigkeiten als Kernkompetenz ansehen.

Informatik- und Technikverständnis alleine reicht jedoch nicht aus. In der Industrie 4.0 wird sich der Tätigkeits-und Kompetenzbereich der Arbeitnehmer erweitern. Ein allumfassendes Verständnis nicht nur für die eigene Arbeit, sondern auch für vor- und nachgelagerte Prozesse ist wichtig.

Das führt zum nächsten Stichwort: lebenslanges Lernen. In einer Welt, die so einschneidenden und rasanten Veränderungen unterliegt, benötigen Arbeitnehmer die Fähigkeit, sich von alten Denk- und Handlungsmustern zu lösen und sich schnell neue anzueignen.

Wer auf dem künftigen Arbeitsmarkt Erfolg haben will, muss also eine ordentliche Portion Motivation und Leistungsbereitschaft mitbringen. Davon sind auch die Teilnehmer des Puls-Checks überzeugt. Leistungsbereitschaft wird von den Befragten als drittwichtigste Kernkompetenz zukünftiger Arbeitsmärkte bewertet.

Soft-Skills gewinnen an Bedeutung

Flexibilität ist das Stichwort des Arbeitens in Zeiten von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Die Arbeitszeit- und Arbeitsortgestaltung wird künftig enorm flexibel werden. Das fordert vor allem die Arbeitnehmer. Eine eigenverantwortliche Arbeitsweise und gelungene Koordination der Arbeitsabläufe werden zu Soft-Skills, die in jedem Beruf benötigt werden.

Da zu Zeiten der Digitalisierung und der Industrie 4.0 einzelne Abteilungen eines Unternehmens, ja sogar gesamte Branchen immer stärker zusammenwachsen, ist Sozialkompetenz und die Fähigkeit, Projekte im Team auf die Beine zu stellen, elementar.

Auch die Teilnehmer des Campusjäger Puls-Checks halten Flexibilität und soziale Kompetenz für wichtig. Flexibel zu sein bewerten die Befragten als zweitwichtigste Kernkompetenz der künftigen Arbeitswelt. Sozialkompetenz gilt besonders für Studenten der Sozialwissenschaften als Top-Fähigkeit, noch vor Flexibilität und Technik- und IT-Skills.Eine kreative Ader und eine logisch-analytische Denkweise hält die Minderheit aller Befragten für wichtig. Studenten der Naturwissenschaften legen am wenigsten Wert auf diese Kompetenz.

Routine- und ausführende Tätigkeiten sterben aus

Vorauszusagen, dass und welche bestimmten Jobs definitiv keine Zukunft haben werden, ist schwer. Studien zeigen allerdings, dass Arbeitnehmer in ausführenden Tätigkeiten, sowohl im Büro als auch am Fließband, Gefahr laufen, von intelligenter Software und Maschinen ersetzt zu werden.

Deutschlandweit sind laut dem Mannheimer Forschungsinstitut “Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung” knapp fünf Millionen Jobs in Deutschland automatisierbar. Doch bloß keine Panik - laut Wissenschaftlern finden 85 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer eine neue Tätigkeit im gleichen Berufsfeld. Auch hier zeigt sich wieder: flexibel reagieren zu können ist Trumpf.

Jobs mit Zukunft

Die Wissenschaftler Carl Benedict Frey und Michael Osbourne haben mit Unterstützung von Robotik-Experten eine Liste von Prognosen darüber erstellt, mit welcher Wahrscheinlichkeit unterschiedliche Berufe künftig automatisiert werden können.

Als sichere Jobs gelten, laut Liste,  neben kreativen Berufen wie Schriftsteller oder Schauspieler, vor allem soziale und wissenschaftliche Tätigkeiten. Wen interessiert, ob sein künftiger Job in der morgigen Arbeitswelt ebenfalls von Bedeutung ist, kann mit Hilfe des ARD-Futuromats einen Blick in die Zukunft werfen.

Auf den Wandel reagieren

Dass die Zukunft sowohl Chancen als auch Risiken für die unterschiedlichen Berufsfelder mitbringt, ist eindeutig. Wie aber reagieren Arbeitnehmer darauf?

Die Teilnehmer des Puls-Checks von Campusjäger waren sich ihres künftigen Berufs sicher. Lediglich 6 Prozent der Befragten sind sich ihrer Zukunftschancen unsicher und planen die Branche zu wechseln. Den größten Anteil daran haben die Geisteswissenschaftler mit 8 Prozent.  Die Mehrheit aller Befragten, ganze 43 Prozent, wollen sich künftig innerhalb ihres Kompetenzbereichs weiterbilden, um ihre Karriere zu sichern.

 

 

Wichtig ist es vor allen Dingen, nicht blind in die Zukunft zu gehen, sondern die Entwicklungen in unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu kennen. Die Notwendigkeit, sich über den Themenkomplex Industrie 4.0 und digitaler Wandel zu informieren, sehen auch die Befragten des Puls-Checks als zweitwichtigste Reaktion an.

Was aber können Studenten tun, um sich tiefer in diese Thematik einzuarbeiten?

Information - ein erster Schritt zum Erfolg

Da der digitale Wandel und die Industrie 4.0 mittlerweile in aller Munde sind, ist es relativ leicht, passende Literatur zu finden.

“Silicon Germany – Wie wir die digitale Transformation schaffen” von Christoph Keese ist beispielsweise ein informatives und gut verständliches Buch zu diesem Thema. Auch Fachmagazine wie Industrie 4.0 Management, die allerdings fast immer kostenpflichtig sind, sind für Studenten mit starkem Interesse an Digitalisierung und Industrie eine Möglichkeit, sich tiefer in die Themengebiete einzuarbeiten.

Wer als Student nicht nur Informationen einholen, sondern auch Wissen austauschen und sich Praxiserfahrung aneignen möchte, ist in studentisch organisierten Hochschulgruppen zu diesem Thema gut aufgehoben. LinkIT beispielsweise, eine Studenteninitiative des Karlsruher Instituts für Technologie, ermöglicht es ihren Mitgliedern, Wissen und Erfahrungen zum Themengebiet Industrie 4.0 und Digitalisierung auszutauschen. Studenten haben die Möglichkeit, angelerntes Wissen mit aktuellen Entwicklungen der Industrie zu verbinden und zu erweitern. Durch Fachvorträge, Workshops und Exkursionen werden Studenten näher an die Thematik herangeführt und können ihr Wissen in Unternehmensprojekten praxisnah umsetzen.

Kurz gesagt

Auffällig an den Antworten dieses Puls-Checks ist, dass die Befragten eine Mischung aus fachlich-technischen Fähigkeiten und Soft-Skills wie Sozialkompetenz und Flexibilität als künftige Kernkompetenzen ansehen.

Experten zufolge werden vor allem ausführende, von Computern gestützte Tätigkeiten in Zukunft immer weniger benötigt werden. In Panik verfallen sollte hier jedoch kein Arbeitnehmer. Wer flexibel bleibt und sich innerhalb seines Kompetenzbereichs mit Hinblick auf Industrie 4.0 und Digitalisierung weiterbildet, hat trotzdem gute Chancen auf Erfolg.

Quelle: https://www.iao.fraunhofer.de

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