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Campusjäger Karriereguide > Campusjäger Puls-Check > Puls-Check II: Wollen Studenten gründen?

Wann soll ich gründen?

Das mach ich morgen! Jeder hat sich selbst schon einmal mit diesem Satz betrogen. Gerade wichtige oder große Entscheidungen zögert man gerne so lange wie möglich heraus. Immer in der Hoffnung mit mehr Zeit auch eine bessere Wahl zu treffen. Leider wird aus dem „morgen“ schnell nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr, irgendwann – und manchmal auch nie. Dabei muss man sich einfach nur trauen, denn den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht – oder?

Der Erfolg eines frisch gegründeten Unternehmens hängt von vielen Faktoren ab und angehende Gründer zerbrechen sich über jeden einzelnen den Kopf. Während es für vieles ein Best-Practice-Beispiel gibt, lässt sich über den richtigen Zeitpunkt streiten. Vor allem, da sich „die Idee“ vielleicht nicht an einen Zeitplan halten will und schnelles Handeln erfordert. In dem Fall hilft es, vorbereitet zu sein.

Egal ob noch zu Schulzeiten oder nach 20 Jahren im Beruf, im besten Fall beschäftigst du dich nicht das erste Mal mit dem Thema Gründen. Wer sich schon einmal grob eingelesen hat, findet sich schneller zurecht und kann auch schneller durchstarten. Im Internet finden sich mittlerweile einige Anleitungen, die Schritt für Schritt erklären, was es zu beachten gilt – von der Namensfindung bis zum ersten Umsatz. So kannst du dir einen groben Überblick verschaffen und wirst nicht vor den Kopf gestoßen.

Wann der Geistesblitz nun kommt, ist eigentlich egal. Jeder Lebensabschnitt hat Vor- und Nachteile und der Erfolg hängt letzten Endes eher von deinem Engagement ab.

Während des Studiums gründen

Viele Gründer haben ihr Startup noch während ihres Studiums gegründet. Zwar mag der Gedanke daran zunächst abwegig erscheinen, schließlich ist neben den Vorlesungen, Seminaren und Prüfungen genug zu tun. Doch trotz allem bringt es viele Vorteile mit sich, zwischen Vorlesungen und Lernstress zu gründen.

Viele Hochschulen haben Beratungsangebote für junge Unternehmer und solche, die es werden wollen. Studenten der Hochschule können diese meist kostenlos nutzen und erhalten so schnell Zugang zur Branche und können schnell wichtige Kontakte knüpfen. Auch einige Hochschulgruppen beschäftigen sich mit der Unternehmensgründung. Wer sich in einer solchen engagiert, kann sich mit Gleichgesinnten austauschen, sich inspirieren lassen und helfen. Förderprogramme runden das Ganze ab. Speziell für junge Gründer gibt es verschiedene Angebote und auch Wettbewerbe, bei denen du mit etwas Glück ein kleines Startkapital gewinnen kann.

Zudem können Studenten die theoretischen Inhalte der Vorlesungen direkt in die Praxis umsetzen, während das Wissen noch frisch im Gedächtnis ist. Sie sind häufig unabhängig und müssen sich nicht um eine Familie kümmern. Ausbleibende Umsätze wirken sich nicht so negativ auf die finanzielle Situation aus, da die Lebenshaltungskosten von Studenten generell eher niedrig sind.

Erst den Abschluss - dann gründen

Aber auch wer sich noch ein wenig geduldet und mit der Gründung bis zum Abschluss wartet, hat keine schlechteren Chancen. Denn sie können direkt mit vollem Elan und viel Zeit in ihr Unternehmen starten, haben vielleicht sogar schon im Vorfeld einen Businessplan erstellt oder konnten andere bei ihrem Gründungsversuch beobachten. Damit lassen sich schon einige typische Anfängerfehler vermeiden. Im besten Fall ist dank eines Nebenjobs auch schon ein kleines Startkapital vorhanden. Wer außerdem gut vernetzt ist, kann auf ehemalige Kommilitonen und Professoren zurückkommen und vielleicht sogar mit ihnen zusammenarbeiten.

 Wer noch länger wartet und schon einige Jahre berufstätig war, bringt noch einmal ganz andere Voraussetzungen mit. Hier ist vor allem das gesammelte Praxiswissen von Vorteil: eine konkrete Vorstellung von dem was der Markt brauch, erste oder sogar umfassende Erfahrungen im Unternehmertum und vor allem realistische Erwartungen an sich selbst. Das alles hilft ungemein bei der Gründung, nicht nur in der Anfangsphase, sondern auch langfristig.

Allerdings ist man vor die Wahl gestellt, denn wer bereits berufstätig ist, hat im Grunde nur zwei Möglichkeiten: neben dem Beruf gründen oder kündigen und sich voll und ganz dem eigenen Unternehmen widmen.

Während ersteres finanziell die sicherere Variante darstellt, darf der Mehraufwand nicht unterschätzt werden. Auch ein Unternehmen, das auf niedriger Flamme läuft, kostet Zeit und die Wochenstunden schnellen in die Höhe. Wer hingegen alles auf eine Karte setzt, sollte sich ein Polster angespart haben, um die Anfangszeit überbrücken zu können. Über die Jahre hinweg hat man sich einen Lebensstandard erarbeitet, den man nicht missen möchte. Denn Versicherungen, Miete, Auto und Lebenshaltungskosten müssen finanziert werden, ganz zu schweigen von der Familie. Je mehr finanzielle Verpflichtungen man hat, desto höher ist auch das Risiko, das mit der Selbständigkeit verbunden ist.

Wann wollen es Studenten?

Jeder hat schon einmal mit dem Gedanken gespielt, sich selbständig zu machen. Und im Zuge dessen darüber nachgedacht, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Meistens ist das nicht "Jetzt", stattdessen werden Vorwände vorgeschoben, die es gerade unmöglich machen. Dass es aber immer etwas geben wird, dass dagegenspricht, vergessen die meisten. Auch in unserem Puls-Check haben wir die Teilnehmer gefragt, wann sie gründen wollen.  Obwohl sich fast ein Viertel der Befragten noch nicht festlegen will, lässt sich dennoch ein Trend erkennen. Dabei sind vor allem die späteren Jahre nach dem Studium interessant. In diesem Zeitraum wollen sich 32 Prozent der Befragten selbständig machen. 14 Prozent sogar zehn und mehr Jahre nach dem Studium. Viele junge Menschen wollen also zunächst Erfahrung sammeln, ehe sie sich an ein eigenes Unternehmen wagen. Aber auch das zeigt, dass eine solche Entscheidung lieber auf später vertagt wird.

Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass immerhin 20 Prozent der Studenten noch während dem Studium oder direkt danach gründen wollen. Die übrigen acht Prozent der Befragten haben bereits gegründet, gehören also auch zu den studentischen Unternehmern. Damit überwiegen zwar diejenigen, die sich etwas Zeit lassen wollen, insgesamt ist das Bild aber doch eher ausgeglichen. Auch das spricht dafür, dass es nicht den einen perfekten Zeitpunkt gibt. Egal wann du dein Unternehmen gründest, bist du darauf vorbereitet und mit ganzem Herzen dabei, hast du die besten Chancen auf Erfolg.

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