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Motivationsschreiben Jobbewerbung

Um die Bewerbung für deinen Wunschjob richtig zu schreiben, solltest du dich genau über alle möglichen Bestandteile informiert haben. Im Gegensatz zu Bewerbungen auf beispielsweise Stipendien, ist das Motivationsschreiben für die Jobbewerbung ein meist optionaler Bestandteil. Um entscheiden zu können, ob du es anfügst und wie du es aufbaust, geben wir dir hier alle wichtigen Informationen.

Bild von Deckblatt und Stift – Motivationsschreiben

Motivationsschreiben Bewerbung vs. Anschreiben Bewerbung

Die klare Unterscheidung zwischen den beiden Teilen Anschreiben und Motivationsschreiben einer Bewerbung ist sehr wichtig, auch wenn beide Bestandteile in Teilen “verwandt” sind und oft ähnliche Züge aufweisen. In beiden Fällen stellt sich der Bewerber vor und demonstriert seine Fähigkeiten beziehungsweise den Wunsch für den Job. Allerdings unterscheiden sich die grundlegende Charaktereigenschaften trotzdem voneinander: 

Anschreiben Motivationsschreiben
Voraussetzung und essenzieller Bestandteil deiner Bewerbung Meist freiwillig, bei Bewerbungen für einen Job nur selten gefordert
Liegt in Bewerbungsmappe obenauf, bei online Bewerbung erste Seite des Dokumentes "Dritte Seite" der Bewerbung (nach Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf, vor Zeugnissen und weiteren Anhängen)
Warum bist du geeignet für diese Stelle? Welche Kompetenzen besitzt du? Welche Erfahrungen hast du die dich qualifizieren? Persönliche, eigene Motivation (Ziele, Beweggründe, auch Bezug auf Erfahrungen möglich, aber Fokus eher auf die Frage warum du die Stelle haben möchtest und nicht nur wieso du dich eignest)  Schwerpunkt: Individualität, eigenen Werte/Motive 
Fließtext Auswahl zwischen Fließtext oder Stichpunkten
Persönliche Motivation eher nebensächlich Geht mehr in die Tiefe als das Anschreiben, beinhaltet Argumente die weder in den Lebenslauf noch in das Anschreiben passen
Formaler Ausdruck üblich Weniger Formalität

Motivationsschreiben Arten

Bei dem Thema Motivationsschreiben muss zwischen den verschiedenen Arten von Bewerbungen unterschieden werden, da die Anforderungen und die Notwendigkeit für das Motivationsschreibens variieren können.

So wird das Motivationsschreiben für Bewerbungen auf Stipendien, Auslandssemester oder Studiengänge fast immer verlangt. Bei Bewerbungen auf einen Job hingegen wird dies sehr selten als notwendiger Bestandteil der Bewerbung gefordert.

Wann du ein solches Motivationsschreiben in deiner Jobbewerbung mitschicken solltest und was es hiermit auf sich hat, werden wir dir im Folgenden erklären.

Gründe für ein Motivationsschreiben bei Jobbewerbungen

Der ausschlaggebendste Grund für das Anfügen des Motivationsschreibens wäre natürlich, dass dieses in der Jobausschreibung explizit erwünscht ist. Wie schon erwähnt, ist dies bei Jobausschreibungen aber immer seltener der Fall.

Allerdings kannst du auch freiwillig ein Motivationsschreiben an deine Jobbewerbung anhängen. Mach dies aber nur, wenn du davon überzeugt bist, dass dieses Motivationsschreiben klaren Mehrwert bietet. Beispielsweise wenn du unbedingt noch tiefergehend und über dein Anschreiben hinaus deine Motivation in überzeugender Art und Weise rüberbringen möchtest oder du dich initiativ bewirbst und es dir sehr wichtig ist, genauer zu begründen, wieso du das tust. In diesen Fällen kannst du dich durch ein gutes Motivationsschreiben oft von anderen Bewerbern abheben.

Solltest du allerdings alles für dich wichtig erscheinende schon in das Anschreiben geschrieben haben oder Probleme haben, eine Seite Motivationsschreiben vollzukriegen, lass es lieber aus deinen Bewerbungsunterlagen heraus. Denn wie jeder weiß: die meisten Personaler haben sehr wenig Zeit und das Motivationsschreiben sollte sich auf keinen Fall wie eine aus den Fingern gesaugte künstliche Erweiterung des Anschreibens lesen. 

Inhalt Motivationsschreiben Job

Wie schon erwähnt, geht es im Motivationsschreiben um individuelle Beweggründe oder Ziele beziehungsweise die persönliche Motivation. 

Gehe zum Beispiel darauf ein:

  • wieso dich genau diese Stelle weiterbringen würde oder wieso genau dieser Job so gut zu deinen beruflichen und persönlichen Zielen und deinem bisherigen Werdegang passt.
  • was deine besonderen Stärken sind
  • wie du die Ziele und Werte des Unternehmens unterstützen wirst
  • warum du besonders gut in das Unternehmen passt und in welcher Hinsicht auch deine Werte zu der Stelle passen

Wichtig ist, den roten Faden nicht zu verlieren, abzuschweifen oder dich undeutlich auszudrücken. Schachtelsätze solltest du unbedingt vermeiden und darauf achten, eher kurze und prägnante Sätze zu schreiben.

Ein Bezug zur Stellenausschreibung oder dem Unternehmen sollte darüber hinaus auch immer geschaffen werden. Mach klar, wieso du der absolut richtige Kandidat für den Job bist und andersherum der Job genau der richtige für dich. Setz dich hierfür dich vorher intensiv mit der Mission und Vision sowie den Produkten und der Arbeitsweise des Unternehmens auseinander.

Der Inhalt muss sich klar von dem aus dem Anschreiben differenzieren, erwähne deshalb deine Motivation im Anschreiben wenn dann nur sehr kurz und nebensächlich. Dort kannst du dann eher auf passende Stationen aus deinem Lebenslauf oder deine fachlichen Kompetenzen eingehen.

Eine interne Bewerbung ist ein Sonderfall. Was du dabei beachten musst, erfährst du hier.

Der Vorteil des Motivationsschreibens ist, dass du hier freier schreiben kannst als im Anschreiben. Durch diese Freiheit kannst du überzeugender und kreativer schreiben als im Anschreiben. Auch das Design kann eigenständig und nach persönlichen Vorlieben gestaltet sein (allerdings sollte es natürlich gut zu dem Rest der Bewerbung passen). Die Länge einer DIN A4 Seite solltest du aber möglichst nicht überschreiten.

Viele Bewerber schreiben ihr Motivationsschreiben entweder als Fließtext oder mithilfe von Stichpunkten/einer Aufzählung. Du kannst dich natürlich auch für eine gemischte Form entscheiden, in der du beide Varianten kombinierst.

Wähle den Fließtext nur dann, wenn du sehr sicher im Ausdruck bist und du trotz ganzen Sätzen kurz und knackig vermitteln kannst, was du sagen willst. Denn im Fließtext ist es für den Leser nicht so einfach, schnell herauszufinden, was die wichtigsten Aussagen deines Textes sind. Wichtig ist auch, genügend Absätze zu machen, um die Übersichtlichkeit beizubehalten. Der Vorteil dieser Variante ist, dass der Text persönlicher herüberkommen kann und du natürlich punkten kannst, wenn du deine Leidenschaft überzeugend in ganzen Sätzen formulieren kannst.

In Stichpunkten solltest du dagegen schreiben, wenn du dich im Texte schreiben weniger sicher fühlst. Verwende hierbei Schlüsselwörter, damit diese für den Leser herausstechen können und er effektiv und auf die ersten Blicke die Hauptaussagen deines Schreibens erfassen kann. 

Aufbau Motivationsschreiben Job

Wenn das Motivationsschreiben in der Jobausschreibung verlangt ist, wird meist auch der inhaltliche Aufbau erläutert. Ist dies nicht der Fall, ist der Aufbau – wie schon gesagt – frei zu wählen.

Du startest am besten mit einem Briefkopf (also Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail Adresse). Die Empfängeradresse kannst du auch weglassen, du hast sie ja schon im Anschreiben mit drin. Ein Datum sollte allerdings nicht fehlen, und wenn möglich sprich den Empfänger direkt an. Beispielsweise “Sehr geehrter Herr Mustermann”, anstatt einer generelle Anrede wie “Sehr geehrte Damen und Herren”. Der Empfänger merkt hierdurch, dass du recherchiert hast und es wirkt gleich viel persönlicher.

Bei einem stichpunktartig verfasstem Text ist es zu empfehlen, Absätze zu erstellen, die mit verschiedenen Überschriften voneinander abgegrenzt werden. Beispielsweise “Ziele”, “persönliche Stärken” oder “meine Erfolge”.

Zu empfehlen sind pro Überschrift jeweils 3-4 Aufzählungen/Stichpunkte. Für die Übersichtlichkeit kannst du dir überlegen, die Überschriften in anderer Farbe zu machen. Es kann außerdem nie schaden, auch bei der Stichpunkt Variante 2-3 Sätze als Einleitung sowie einen kurzen Schluss in ganzen Sätzen zu schreiben.

Ein Beispiel wäre:

Briefkopf, Datum

Überschrift

Sehr geehrter Herr Mustermann,

Einleitung: “Seit 5 Jahren ist mein jetziger Beruf meine Leidenschaft. Ich konnte mich stetig weiterentwickeln und dazulernen. Nun möchte ich diese Kompetenzen gerne in der Stelle xy in Ihrem Unternehmen mit einbringen und mich dieser neuen Herausforderung stellen. Mit diesen Aspekten kann ich Ihr Unternehmen bereichern.”

Hauptteil: (Nun folgen die Abschnitte mit den Stichpunkten). 

Schluss: “Wie Sie sehen, würde die zu besetzende Stelle optimal zu meinen Kompetenzen passen. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Vorstellungsgespräch von mir und freue mich über Ihre Rückmeldung.”

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift (eingescannt oder per Hand unterzeichnet)

Solltest du stattdessen einen Fließtext schreiben, gliedere diesen am besten auch grob in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss. Gib dir besonders viel Mühe bei dem ersten Satz der Einleitung, da dieser oft darüber bestimmt, ob der Leser weiterliest. Der erste Eindruck sollte immer überzeugend sein und neugierig machen. Überleg dir unbedingt etwas individuelles und lass die Finger von Beispielsätzen, die du im Internet finden kannst. Daraus schließt der Leser nämlich nur, dass dir nichts Besseres eingefallen ist. 

Sehr wichtig bei einem Fließtext ist die Übersichtlichkeit. Beispielsweise kannst du hinter den wichtigsten Argumenten Absätze machen, da sie so leichter ins Auge springen. Im Schluss kannst du dann nochmal dein Interesse betonen und zum Beispiel dein wichtigstes Argument wiederholen. Der rote Faden sollte hier “abgerundet” werden. Unterschreibe abschließend per Hand (wenn online dann scanne die eigene Unterschrift ein).

Überschrift Motivationsschreiben Job

Die Überschrift für dein Motivationsschreiben kannst du mithilfe einer Frage formulieren. “Warum bin ich der richtige Kandidat für die Stelle xy?”

Oder aber du formulierst dies eher als Aussage wie “Warum ich der richtige Kandidat bin für die Stelle xy/Warum ich perfekt zu dem Unternehmen passe”.

Als Alternative kannst du natürlich auch einfach “Motivationsschreiben” als Überschrift benutzen. Dies kann unpersönlicher rüberkommen, sagt aber klar aus, um was es sich handelt. Versuche, im Hinblick auf die jeweilige Jobausschreibung abzuschätzen, was deiner Meinung nach besser passt.

Tipps Motivationsschreiben Job

Hier nochmal die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

- Achte auf gleiches Design, Schriftart und -größe wie in den restlichen Teilen der Bewerbung

- Lass eine zweite Person Korrektur lesen

- Verwende auf keinen Fall Standardsätze von Motivationsschreiben-Vorlagen aus dem Internet

- Grenze dein Motivationsschreiben klar von deinem Anschreiben ab

- Benutze keine verschachtelten Sätze. Bleib prägnant und verwende Schlüsselwörter

- Schreibe maximal eine DIN A4-Seite

- Achte konstant auf den roten Faden sowie den Bezug zur Stelle/dem Unternehmen

- Individualität und Persönlichkeit sind sehr wichtig im Motivationsschreiben

Bewerbung leicht gemacht mit Campusjäger

Du möchtest dich auf noch mehr Stellen bewerben und dir am besten noch die Zeit für ein Motivationsschreiben oder Anschreiben sparen? Dann bist du bei Campusjäger genau richtig. Bei uns musst du dich nur (kostenlos) registrieren, dein Profil ausfüllen und schon kann es mit der Jobsuche losgehen. Anschließend musst du nur 2-3 Sätze als Bewerbung schreiben. Wir unterstützen dich außerdem bei deiner Jobsuche mit persönlichen Ansprechpartnern und schlagen dir passende Stellenangebote zu deinem Profil vor. 

Probier uns also am besten gleich mal aus und schau mal rein bei unseren vielversprechenden Jobs in ganz Deutschland – egal ob Praktika, Werkstudentenstellen oder Berufseinsteigerjobs, bei uns kannst du in allen Bereichen fündig werden. 

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