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Interne Bewerbung – 5 Wege dir deine Chancen zu vermasseln
Wir zeigen dir, wie du's besser machst

Wenn du Karriere machen möchtest, musst du nicht unbedingt kündigen und das Unternehmen wechseln, sondern kannst auch über eine interne Bewerbung nachdenken. Innerhalb des Unternehmens gibt es ebenfalls oftmals gute Möglichkeiten, dich beruflich weiterzuentwickeln. 
Wir erklären dir, wie eine innerbetriebliche Bewerbung abläuft und aufgebaut ist und wie sie sich von einer normalen Bewerbung unterscheidet. Grundsätzlich sollte die Bewerbung wie bei jedem anderen Job auch sorgfältig erfolgen. Sie ist kein Selbstläufer, daher solltest du sie genauso ernst nehmen.

Inhalt

Neuer Job, alter Chef – Bewerbung auf eine interne Stelle

Nahezu jeder wünscht sich eine persönliche, berufliche und bestenfalls finanzielle Weiterentwicklung. Daher ist die interne Bewerbung für viele Arbeitnehmern sehr verlockend. Die Möglichkeiten für eine Stellenausschreibung sind vielfältig:

Ansprache durch den Chef

Mit dem Chef zu reden ist unbedingt empfehlenswert, da interne Stellen bevorzugt durch bestehende, gute Mitarbeiter besetzt werden. Eine innerbetriebliche Bewerbung profitiert zudem von Referenzen, sodass der Vorgesetzte oder auch Kollegen aus der angestrebten neuen Abteilung im optimalen Fall ein gutes Wort einlegen. Letztere können dir zudem einen Eindruck vermitteln, wie der Arbeitsalltag aussieht. Bitte deinen Chef um ein Empfehlungsschreiben, das du der Bewerbung beilegst. Mitarbeiter, die einen guten Ruf haben, werden einem außen stehenden Bewerber bei gleicher Eignung in der Regel vorgezogen. 

Persönliche Kontakte

Beziehungen und persönliche Kontakte schaden nicht und können dafür sorgen, dass du von anderen Mitarbeitern von offenen Stellen erfährst. Die Kollegen wissen meistens am besten, wann und wo eine Stelle frei wird.

Schwarzes Brett oder Intranet

Auch am Schwarzen Brett kannst du interne offene Stellenausschreibungen finden. Hierbei handelt es sich um die Informationstafeln, die an der Wand des Unternehmens hängen und auf denen wichtige Mitarbeiterinformationen bekannt gegeben und oftmals auch Stellen ausgeschrieben werden. Falls ein unternehmenseigenes Netz vorhanden ist, lohnt es sich auch dort nach neuen Stellenangeboten Ausschau zu halten – zu bedenken ist aber in beiden Fällen, dass auch die anderen Kollegen Bescheid wissen. Daher ist es umso wichtiger, sich zu beweisen und gute Kontakte zur Personalabteilung zu pflegen, um möglichst vor allen anderen von frei gewordenen beziehungsweise werdenden Stellen zu erfahren.

Stellenausschreibung in einer Zeitung oder Jobbörse

Eine interne Bewerbung kann auch erfolgen, wenn die Stelle in einer Zeitungsanzeige oder in einer Jobbörse im Internet erscheint. Zwar gehört es eigentlich zum guten Ton Mitarbeiter vor allen anderen über Vakanzen zu informieren, trotzdem kann es nicht schaden, wenn du immer mal wieder in Zeitungen und Jobportalen nachsiehst. 

Aber ganz gleich, wo du die Stelle findest – um eine förmliche Bewerbung kommst du im Regelfall nicht herum. Dir muss stets bewusst sein, dass du als fähiger Mitarbeiter mit einem Wechsel auch eine große Lücke hinterlässt, die erst mal gefüllt werden muss und du daher keineswegs mit einer Bevorzugung rechnen kannst. Dein internes Bewerbungsschreiben muss deinen Chef also überzeugen, dass sich der zusätzliche Aufwand lohnt.

Bewerbung wird geschrieben.

Aber wie sieht so eine betriebsinterne Bewerbung aus?

Für das Bewerbungsschreiben gelten allgemein die gleichen Regeln wie bei Initiativbewerbungen. Auch eine innerbetriebliche Bewerbung hat den typischen Aufbau: Ein gut strukturiertes und formuliertes Anschreiben, ein lückenloser und aussagekräftiger Lebenslauf und ein Anhang mit Arbeitszeugnissen und Empfehlungsschreiben dürfen nicht fehlen. Letzteres sollte von deinem derzeitigen Vorgesetzten zusammen mit einem Zwischenzeugnis ausgestellt werden. 

Anschreiben: Motivation zeigen!

Im Anschreiben solltest du klar auf den Punkt bringen, was dich zu diesem Schritt motiviert und verdeutlichen, welche Qualifikationen dich zu einem geeigneten Kandidaten machen. Dabei solltest du auf keinen Fall den Anschein erwecken, dass du mit deiner jetzigen Stelle unzufrieden bist. Vielmehr solltest du deine persönliche (Weiter-)Entwicklung und besondere Leidenschaft für den neuen Aufgabenbereich in den Vordergrund stellen und deine momentane Position als ersten, wichtigen Schritt in diese Richtung darlegen. Vermeide außerdem Unstimmigkeiten zwischen deinem Motivationsschreiben und bisherigen Werdegang, vor allem in Hinsicht auf deine bisherigen Erfolge und Misserfolge innerhalb der Firma.

Welche Besonderheiten hat eine interne Bewerbung?

Um keine Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu schüren, solltest du dir sicher sein, dass der Job passend ist. Danach wird im Idealfall erst mit dem Vorgesetzten darüber gesprochen. Vertrauliche Töne oder ein Duzen sollten im Anschreiben vermieden werden, denn es wird, bis auf wenige Ausnahmen, ungern gesehen. Die richtige Ansprache lautet im Bewerbungsanschreiben "Sehr geehrter Herr ...". Bei einer weiblichen Ansprechpartnerin wird die Anrede natürlich entsprechend angepasst. 

Für einen starken Auftritt findest du hier 7 Dinge, die nichts in deinem Lebenslauf verloren haben.

Bringe im Bewerbungsanschreiben deine Motivation und Qualifikation zum Ausdruck. Auch ein gutes Zwischenzeugnis ist eine große Hilfe. Ein Vorteil ist zudem, dass, falls die interne Bewerbung nicht klappt, du dich damit unauffällig extern bewerben kannst. Wie bei jeder Bewerbung solltest du um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bitten und deine Vorfreude bekunden. Es ist nicht ratsam, sich parallel auf verschiedene offene Stellen zu bewerben, denn dies vermittelt Unentschlossenheit und wirkt nicht glaubwürdig.

5 Wege, dir deine Chancen zu vermasseln:

  1. Dass sich möglicherweise noch andere auf diese Stelle bewerben, blendest du gekonnt aus. Du hast ja schließlich Heimvorteil – und deine Ergebnisse sprechen sowieso für sich. Überzeugen musst du niemanden mehr.
  2. Du duzt deinen Chef im Anschreiben. Nach 5 Jahren in der Firma gehörst du ja praktisch schon zur Familie. Und als wahrer Bewerbungsspezialist hängst du noch ein gemeinsames Bild von der letzten Weihnachtsfeier an – das lockert die Stimmung und zeigt, was für ein lustiger Typ du bist.
  3. Dir geht dieser ständige Papierkrieg bei Bewerbungen gehörig auf den Senkel. Und in welchem der tausend Ordner dein Lebenslauf ist, weißt du auch nicht mehr so genau – du hast ihn ja schließlich seit Jahren nicht mehr angerührt. Was für ein Glück, dass du dir für eine betriebsinterne Bewerbung nicht mühsam alle Unterlagen zusammensuchen musst. Eine kurze Mail ist in deinen Augen völlig ausreichend.
  4. Engagement zeigst du nur bei deinem neuen Chef, alle anderen können dir gestohlen bleiben. Die haben ja nichts zu sagen und sind sowieso voll nervig.
  5. Endlich wirst du für deine Mühe belohnt. Jahrelang hast du dich angestrengt und dauernd Überstunden gemacht. Dir ist klar, dass dein Abteilungsleiter ständig bei seinem Chef über dich schwärmt und du daher auch in der Führungsebene als Star gehandelt wirst. Wie die sich freuen werden, wenn du dich bewirbst!

Mann wird hochgeworfen

Fazit

Wenn du dich gern beruflich weiterentwickeln möchtest, kannst du eine interne Bewerbung in Betracht ziehen, statt direkt zu kündigen, um zu einer anderen Firma zu wechseln. Dies vermindert das Risiko einer Arbeitslosigkeit. Zudem ist es nicht nötig, in einem anderen Unternehmen ein komplett neues Umfeld in Kauf nehmen zu müssen. Grundsätzlich gilt jedoch: Eine innerbetriebliche Bewerbung erfordert genauso viel Sorgfalt wie eine Bewerbung für andere Jobs außerhalb des Unternehmens. Plane daher alles gut und setze die interne Bewerbung bestmöglich um.

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