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Dankschreiben nach Absage

Du hast dir bei deiner Bewerbung richtig Mühe gegeben und dennoch gerade eine Absage erhalten? Je mehr Arbeit du in die Bewerbung gesteckt hast, desto größer ist auch die Enttäuschung. Ein Dankschreiben an das Unternehmen als Reaktion auf die Absage kommt dir komisch vor?

Lies weiter und finde heraus, wie du eine Absage noch nutzen kannst.

Inhalt

Warum ein Dankschreiben nach einer Absage sinnvoll sein kann

Das Dankschreiben im Bewerbungsprozess ist in Deutschland eher unüblich. Weder nach einer Absage, noch direkt nach einem Vorstellungsgespräch erhalten Personaler normalerweise eine Bedankung von Kandidaten. In den USA ist das wiederum eine sehr gängige Herangehensweise von Bewerbern und gehört zur Kommunikation dazu.

Erhälst du eine Absage von einem Unternehmen, kann das unterschiedliche Gründe haben. Dies hängt auch davon ab, an welchem Punkt im Bewerbungsprozess, du die Absage erhalten hast.

Die Gründe für eine Absage können sein:

  • Die Stelle wurde nur als Förmlichkeit ausgeschrieben, da die Vorschriften im Unternehmen festlegen, dass offene Positionen extern ausgeschrieben werden müssen. Eigentlich gab es aber intern bereits eine Person, die die Position besetzen soll.
     
  • Die eingesendeten Bewerbungsunterlagen waren unvollständig. Der Lebenslauf hat gefehlt oder die Stellenausschreibung hat ausdrücklich nach einer Gehaltsvorstellung gefordert und der Personaler sortiert Bewerbungen ohne diese Angabe direkt aus.
     
  • Ein anderer Bewerber war aufgrund seiner fachlichen Vorerfahrungen geeigneter. Das heißt, er oder sie hat vielleicht spezifisches Wissen über die Branche, bringt Kontakte mit oder hat genau ein solches Projekt, das in der Verantwortung des neuen Mitarbeiters läge, bereits umgesetzt.
     
  • Kommt die Absage nach einem Vorstellungsgespräch, kann es daran liegen, dass …
    • ... die schriftliche Bewerbung Erwartungen erzeugt hat, die so nicht getroffen wurden.
    • ... die persönliche Ebene zwischen Team und Bewerber nicht gestimmt hat, sodass trotz deiner fachlich passenden Voraussetzungen, lieber jemand anderes eingelernt wird.
    • ... eure Vorstellungen der Rahmenbedingungen auseinander gehen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Gehaltsvorstellungen, Zusatzleistungen oder Arbeitszeiten drehen.
    • ... deine Vorbereitung und Antworten auf Fragen nicht ausreichend waren oder du keine Fragen an das Unternehmen gestellt hast, die von Interesse zeugen.
       
  • Generell solltest du dir die Frage stellen: Was kann ich noch besser machen? Wo liegen meine Stärken, die ich besser hervorheben kann? Und nicht zu sehr darüber grübeln, was alles nicht gut gelaufen sein könnte. In einigen Fällen kannst du als Bewerber die Umstände, die zu einer Absage geführt haben, nicht beeinflussen.

Um eine Absage sinnvoll zu analysieren und deinen Bewerbungsprozess zu verbessern, kannst du hier unsere Tipps nachlesen. So machst du dich nicht verrückt und gehst gestärkt hervor.

Mit dem Dankschreiben nach der Absage kannst du wertvolle Pluspunkte für deine Karriere sammeln. Wie gesagt, kann es sehr unterschiedliche Gründe haben, dass ein Unternehmen dir abgesagt hat. Das muss nicht an deinen Qualifikationen oder deiner Persönlichkeit liegen.

Besonders, wenn dich das Unternehmen sehr interessiert und du dir weiterhin vorstellen kannst, dort zu arbeiten, kann dir das Dankschreiben helfen. Denn vielleicht fandest du das Team dort sehr nett, die Aufgaben wären super spannend oder es ist nun mal einfach deine Traumfirma?

Folgende Vorteile kann dir das Dankschreiben nach der Absage durch den Arbeitgeber ermöglichen:

In Erinnerung bleiben

Als Erstes bleibst du in Erinnerung, denn die wenigsten melden sich nach der Absage noch einmal zurück. Indem du dein starkes Interesse ausdrückst, hebst du dich von der Masse ab. Sieh das Ganze mal aus dem Blickwinkel des Marketings einer Marke.

Auch hier werden im Sinne des Beziehungsaufbaus mit Kunden und schließlich für den Kaufabschluss immer wieder Kontaktpunkte mit der Marke generiert. Dabei festigt sich die Erinnerung und die Marke etabliert sich stärker in den Köpfen.

So kannst auch du deine Bewerbung und dich als Kandidaten bei Unternehmen und deren Personalern bekannter machen.

Interesse am Unternehmen zeigen

Im Dankschreiben drückst du dein bestehendes Interesse an der Position oder an vergleichbaren Tätigkeiten aus. Springt der vom Unternehmen ausgewählte Kandidat noch vor Arbeitsbeginn ab oder wird eine Stelle mit ähnlichen Aufgaben frei, denkt der Personaler schneller an dich.

Manchmal ist es für den Personaler sehr schwer sich zu entscheiden und dann sagt der Bewerber in letzter Sekunde doch noch ab, sodass gerne auf Kandidaten, die sich bereits beworben haben, zurückgegriffen wird. Der Vorteil ist, es müssen keine neuen Stellenanzeigen geschaltet werden und die Sichtung und Auswahl der Unterlagen fällt weg. So sparen sich Unternehmen Zeit und Kosten.

Bewirbst du dich aktuell um ein Praktikum oder eine Werkstudentenstelle, solltest du auch immer an deinen späteren Berufseinstieg denken.

Kontakte knüpfen

Mit dem Dankschreiben kannst du anbieten, weiter in Kontakt zu bleiben. Besonders dann, wenn du einzelne Personen im Bewerbungsprozess – durch ein Gespräch, Telefonat oder regelmäßige Kommunikation – besser kennengelernt hast. Über eines der relevanten Karrierenetzwerke kannst du innerhalb der nächsten Woche eine Anfrage senden.

2019 wurden 10 % der ausgeschriebenen Stellen durch Mitarbeiterempfehlung vergebenEmpfehlungen als Recruiting-Kanal belegt damit Platz drei hinter Online-Stellenbörsen und der Unternehmenswebseite. Das heißt, Kontakte zu Mitarbeitern deines Wunsch-Unternehmens können sehr wertvoll sein.

Sicher hast du auch schon gehört, dass Kontakte und ein großes Netzwerk dich beruflich weiterbringen können. Personen mit denen du dich trotz einer Absage vernetzt, vergrößern dein Netzwerk und können auch in einem anderen Job noch von Vorteil sein.

Je nach Branche ist es sogar eine Einstellungskriterium, dass du als Kandidat Kontakte mitbringst. Das Netzwerk ermöglicht dir den Austausch über berufliche Fachthemen, deine Kontakte könnten zu Kunden werden oder eine Projektzusammenarbeit könnte zustande kommen.

Es lohnt sich also, über ein Dankschreiben nachzudenken, auch wenn die Absage dich erreicht und du schon einen anderen Job gefunden hast. Einige Unternehmen haben längere Bewerbungsprozesse als andere. Nutze dann die Chance, darauf hinzuweisen, dass du bereits eine Stelle hast, aber du den Kontakt in der Branche schätzen würdest.

Bewerbung: Grund für die Absage erfahren

Ein Dankschreiben kann eine elegante Lösung sein, den Grund für die Absage nach deiner Bewerbung zu erfragen. Das Feedback vom Personaler kann dich vor Fehlern bewahren oder dir noch Potential zeigen. So wird deine nächste Bewerbung einen größeren Erfolg zeigen.

Bei Campusjäger kannst du dich außerdem ganz ohne Anschreiben und in nur wenigen Minuten bewerben. So erleichtern wir dir den Bewerbungsprozess und stehen dir auch sonst jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Mit gutem Gefühl abschließen

Und zuletzt geht es doch auch darum, wie du dich fühlst. So ein Bewerbungsprozess kann anstrengend sein und Absagen können sogar sehr belasten. Gib dir selbst ein positives Gefühl, indem du dich nach einer Absage nicht ärgerst, sondern ein höfliches Dankschreiben verfasst.

Du kannst dabei formulieren, was du noch zum Ausdruck bringen wolltest und der Personaler oder Ansprechpartner freut sich möglicherweise über eine nette Antwort. Es ist alles eine Frage der Einstellung!

Inhalte des Dankschreibens nach Job-Absage

Bist du überzeugt, dass so ein Dankschreiben eine gute Sache ist? Aber was sollst du da nun konkret schreiben?

Zunächst musst du entscheiden, wem du schreibst. Dabei kannst du der letzten Person, mit der du Kontakt hattest und die die Absage geschickt hat, antworten. Manchmal ist es aber auch sinnvoll, dem Entscheider zu schreiben.

Das solltest du erwägen, wenn der Personaler die Absage sendet, du aber in deinem Vorstellungsgespräch bereits mit dem Ansprechpartner aus dem Team oder dem Chef der Abteilung gesprochen hattest.

Fasse dich in dem Schreiben kurz. Es geht nicht darum – wie im Anschreiben – deine ganzen Qualifikationen und deine Motivation noch einmal herunterzubeten.

Folgende Inhalte bieten sich für das Dankschreiben an:

  • Zunächst solltest du den Empfänger persönlich ansprechen. Das heißt, mit richtigem Namen und am besten mit der richtigen Anrede. Habt ihr euch im Vorstellungsgespräch bereits geduzt, kannst du das auch im Dankschreiben beibehalten. Ansonsten bleibe beim Sie.
  • Zu Beginn des Schreibens drückst du dein Bedauern aus, die Stelle nicht bekommen zu haben.
  • Dann bedankst du dich für die Zeit, die sich der andere genommen hat – vor allem wenn das Gespräch bereits erfolgt ist oder sogar ein Probetag stattgefunden hat. Dabei kannst du auch auf das Gespräch Bezug nehmen und betonen, was dich dabei interessiert oder überrascht hat.
  • Schreibst du das Dankschreiben als Antwort auf eine Absage auf die Bewerbungsunterlagen, kannst du dich für das Prüfen der Unterlagen bedanken. Gehe dann jedoch schnell dazu über, deine Enttäuschung zu betonen – in Maßen natürlich.
  • Zuletzt kannst du den weiteren Kontakt durch eine Vernetzung auf einer Karriereplattform wie Xing oder LinkedIn erfragen und darauf aufmerksam machen, dass du weiterhin an einem Job im Unternehmen interessiert bist. Zu diesem Zweck bietest du an, dass deine Bewerbungsunterlagen gespeichert werden dürfen.

Dankschreiben nach Absage: Muster

Hattest du bereits näheren Kontakt mit dem Unternehmen, kannst du etwas ausführlicher schreiben. 

Dankschreiben nach Vorstellungsgespräch Vorlage:

Hallo Herr/Frau Nachname,

Ihre Absage bedauere ich sehr. Dennoch möchte ich mich für Ihre Zeit und das interessante Gespräch bedanken. Besonders Ihr Umgang mit [bestimmte Herangehensweise an Tätigkeiten, die im Gespräch besprochen wurde] hat mich beeindruckt.

Für weitere Vorstellungsgespräche wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir in einer Antwort kurz die Gründe der Absage nennen könnten.

Mein Interesse an [Unternehmen] ist weiterhin sehr groß, da ich die [Aufgaben, die du am Job spannend findest] spannend finde und als Entwicklungspotential für meine berufliche Zukunft betrachte.

Aus diesem Grund können Sie meine Bewerbungsunterlagen gerne abspeichern. Sollten Sie in Zukunft eine ähnliche Position besetzen, würde ich mich über eine Anfrage freuen.

Viele Grüße

Vorname Nachname

Halte es eher kurz und knackig, wenn dich die Absage schnell erreicht hat und du nicht zum Gespräch eingeladen wurdest:

Sehr geehrte/r Herr/Frau Nachname,

ich danke Ihnen für die schnelle Benachrichtigung. Schade, dass es nicht geklappt hat.

Sollten Sie in Zukunft im Bereich [Bereich, in dem du arbeiten möchtest] Unterstützung suchen, können Sie meine Unterlagen gerne speichern, um darauf zurückzukommen.

Viele Grüße

Vorname Nachname

5 Tipps, die du beachten solltest

  1. E-Mail oder Anruf? Es kommt darauf an, wie du die Absage erhalten hast. Hast du eine E-Mail bekommen, bietet es sich an, einfach dem Absender darauf zu antworten. Wenn du das Gefühl hast, du kannst dich verbal lockerer und besser ausdrücken und hast die richtige Telefonnummer, kannst du dich auch telefonisch melden.
  2. Warte nicht zu lange. Höchstens eine Woche sollte zwischen der Absage und deiner Antwort liegen, damit der Bewerbungsprozess noch nicht zu lange her ist.
  3. Kopiere das Muster nicht komplett, sondern finde deine eigenen Formulierungen. Auch Personaler lesen Artikel, wie diesen hier.
  4. Passe das Dankschreiben nach der Job-Absage daran an, wie zuvor die Kommunikation stattgefunden hat und wie dein persönlicher Eindruck vom Unternehmen war.
  5. Lass dich nicht stressen. Das Ganze ist ein Versuch, aber es kann auch gut sein, dass du die Person, der du schreibst, nie wieder siehst. Also mach dir keine Sorgen ;)

Fazit

Wichtig ist, dass du dich durch Absagen nicht entmutigen lässt, es weiter versuchst und dabei selbstbewusst bleibst. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, die zu einer Zu- oder Absage führen, sodass du nicht an dir selbst zweifeln solltest.

Ein Dankschreiben nach der Absage ist als Chance zu sehen. Und was kann es dich schaden? Es ist kein großer Aufwand und kann dir vor allem, wenn du bereits sehr weit im Bewerbungsprozess gekommen bist, noch Möglichkeiten eröffnen.

Wie du dich richtig bewirbst und Absagen vermeidest

Veröffentlicht am 14.04.2020, aktualisiert am 11.01.2021

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