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Bewerbung über Social Media: Welche Möglichkeiten bietet sie dir?

Du hast dich bisher noch nicht über Social Media beworben, beziehungsweise weißt gar nicht, wie das geht?

Dann wird es Zeit, dass du dich damit beschäftigst.

Wieso?

Das erfährst du in diesem Artikel.

Wir werden uns gemeinsam anschauen, in welcher Hinsicht du Social Media für deine Bewerbung nutzen kannst, was du beim Erstellen eines Bewerberprofils beachten solltest und wie du deine Erfolgschancen auf eine Anstellung erhöhst.

Inhaltsverzeichnis

Bewerbung und Social Media: Welche Verknüpfungen gibt es?

Es gibt verschiedene Berührungspunkte von Bewerbungen und Social Media die für uns interessant sind.

Zum einen sind die sozialen Medien für Unternehmen ein Tool, ihre Bewerber durchzuchecken. Du solltest dir bewusst sein, dass deine öffentlichen Profile, Posts und Fotos auch von potenziellen Arbeitgebenden gesehen werden können.

Zum anderen nutzen Unternehmen soziale Plattformen für das Recruiting.

Das heißt für dich: Du kannst dich auf Stellenangebote über Social Media bewerben.

Als dritten Aspekt schauen wir uns die Möglichkeit von Unternehmen an, dich aktiv bezüglich eines Stellenangebotes anzuschreiben.

Active Sourcing ist, laut Definition, die aktive Suche, Ansprache und Bindung von besonders qualifiziertem Personal an das eigene Unternehmen. Sprich: Statt darauf zu hoffen, dass Bewerber auf das Unternehmen zukommen und sich bewerben, kontaktieren die Unternehmen direkt vielversprechende Talente auf dem Arbeitsmarkt und versuchen diese für ihr Jobangebot zu begeistern.

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Das heißt für dich: Über ein Bewerberprofil auf Karrierenetzwerken, können Unternehmen dich finden und ansprechen. Was du beim Erstellen eines solchen Profils beachten solltest schauen wir uns weiter unten im Artikel an.

Social Media als Einstellungshürde

Öffentliche Posts, Profile und Kommentare sind für jeden sichtbar. So auch für potentielle Arbeitgebenden.

Laut Focus Online hat bereits jeder vierte Personaler einen Kandidaten nach der Netzrecherche aussortiert. Und auch wenn die rechtliche Lage hierzu nicht eindeutig ist, solltest du dir bewusst sein, dass solche Überprüfungen stattfinden.

Müssen die Partybilder von letzter Nacht wirklich unbedingt ins Netz?

Falls ja, überlege dir, ob du dein Profil nicht auf “privat” beziehungsweise “nicht öffentlich” stellen möchtest. So können nur Freunde deine Fotos sehen und Social Media wird zu keiner Hürde bei deiner Jobsuche.

Vorteile von Profilen auf Karrierenetzwerken

Was bringt dir ein Bewerberprofil auf Karrierenetzwerken denn konkret?

  • Du erhöhst deine Reichweite:
    Profile auf Karrierenetzwerken bieten dir eine potenziell sehr große Reichweite und ermöglichen es dir zahlreiche wichtige Kontakte zu knüpfen.
  • Dadurch erhöhst du deine Jobchancen:
    Die Vernetzung mit Leuten, die wiederum mit Leuten vernetzt sind, erhöht dein Vitamin B. Jeder kennt jemanden, der einen kennt, die eine kennt, und so weiter.
  • Du hast potenziell Zugang zu mehr Stellen:
    Durch die bessere Vernetzung und das erhöhte Vitamin B kannst du besser vom verdeckten Arbeitsmarkt profitieren. Du hast also Zugang zu mehr Stellenangeboten.

Auf dem verdeckten Stellenmarkt werden Stellen “unter der Hand” über Empfehlungen und Vitamin B vergeben, ohne das jemals eine Stellenanzeige veröffentlicht wurde. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sind das beinah 70 Prozent der Stellen. Lediglich 31 Prozent der Stellen werden über Jobbörsen und Printanzeigen besetzt. Die Karrierebibel hat einen sehr interessanten Artikel zum verdeckten Stellenmarkt verfasst.

  • Du hast persönlichen Kontakt:
    Profile auf Karrierenetzwerken bieten dir die Möglichkeit, unabhängig von Stellenanzeigen mit potenziellen Arbeitgebenden ins Gespräch zu kommen.
  • Du kannst aktiv den ersten Eindruck von dir mitgestalten:
    Auf Karrierenetzwerken gibt es meist die Möglichkeit, sich aktiv an Diskussionen, in Foren oder durch eigene Beiträge zu beteiligen. Somit kannst du zeigen, womit du dich auskennst, dass du informiert bist und welchen Standpunkt du vertrittst.

Anlegen eines Bewerberprofils auf LinkedIn, Xing und Co: Das solltest du beachten

Prinzipiell solltest du dein Bewerberprofil wie eine übliche Bewerbung behandeln.

Sei professionell

Das heißt, du solltest darauf achten, dass dein Profil Professionalität ausstrahlt. Beginne mit einem seriösen, aber sympathischen Bewerbungsfoto und verliere die Professionalität bei keiner Aktivität in dem sozialen Netzwerk aus den Augen.

Lege Wert auf Vollständigkeit

Neben der Professionalität ist es wichtig, dass dein Profil vollständig ist. Gib nicht nur die wichtigsten persönlichen Informationen und Interessen an, sondern achte auch auf die Vollständigkeit deiner professionellen Angaben, wie deinen Qualifikationen, Kompetenzen und besonderen Fähigkeiten. Beschreibe deinen bisherigen Werdegang, deinen Ausbildungs- und/oder Studienabschlusses, deine bisherigen Berufserfahrungen, Kenntnisse usw.

Aktive Bewerbung über Social Media

Auf den sozialen Netzwerken werden immer mehr Stellenangebote veröffentlicht.

2019 haben bereits über die Hälfte der größten Unternehmen in Deutschland ihre Stellenanzeigen auf Karrierenetzwerke wie Xing und LinkedIn und sozialen Netzwerkplattformen wie Facebook veröffentlicht (Quelle: Statista).

Xing wird dabei am meisten von den Unternehmen genutzt (27 Prozent). Gefolgt von Facebook (11 Prozent) und LinkedIn (knappe 10 Prozent) (Quelle: Statista).

Social Media sollte also auch für dich und deine Jobsuche immer interessanter werden.

Um dich über die sozialen Netzwerke auf die dort ausgeschriebenen Stellen bewerben, solltest du dir dort ein Profil anlegen.

Passive Bewerbung mit Social Media

Viele Unternehmen betreiben mittlerweile Active Sourcing. Das heißt, dass sie selbst aktiv nach geeigneten Kandidaten suchen und diese dann gezielt anschreiben.

Diese Suche findet auch über Social Media statt.

Wenn du auf den entsprechenden Social Media Plattformen ein Profil hast, können Unternehmen dich finden und als Kandidaten in Betracht ziehen.

Ein Bewerberprofilen ist für dich also von großem Interesse.

Klingt gut, oder? Das bedeutet ja, du kannst jetzt entspannt die Beine hochlegen und warten, bis du angesprochen wirst?

Diese Strategie wird wahrscheinlich nicht mit allzu viel Erfolg gekrönt sein. Auch die passive Bewerbung über Social Media erfordert von dir ein gewisses Engagement und Aktivität.

Was musst du tun?

Pflege deine Profile auf den Social Media Kanälen aktiv und sorge dafür, dass alle Angaben stets aktuell sind.

  • Verknüpfe dich wiederkehrend mit neuen Kontakte um dein Netzwerk auszubauen.
  • Beteilige dich aktiv an Diskussionen und Beiträgen in den dafür vorgesehenen Bereichen der sozialen Netzwerken. Das sorgt nicht nur dafür, dass du informiert bleibst, sondern ermöglicht dir den Austausch mit Leuten, die ebenfalls in dem Bereich arbeiten. Du zeigst Interesse, präsentierst deine Kenntnisse und Fähigkeiten und machst so potenzielle Arbeitgeber auf dich aufmerksam.

Fazit

Social Media wird für den Bewerbungsprozess immer interessanter. Nicht nur auf Seiten der Bewerbenden, sondern auch auf Seiten der Unternehmen.

Social Media Kanäle mit Bewerberprofilen stellen für Unternehmen einen wichtigen und interessanten Datenpool dar, um Active Sourcing zu betreiben und gezielt für sie interessante Kandidaten anzusprechen. Um davon profitieren zu können, ist es sinnvoll, solche Bewerberprofile zu erstellen und aktiv zu betreiben.

Überzeugt, dass du das Potential von Karrierenetzwerken für dich nutzen möchtest? Dann leg doch gleich dein erstes Bewerberprofil an:

Bewerberprofil anlegen

Wir bei Campusjäger ermöglichen dir die aktive Bewerbung auf eine Vielzahl von Stellenangeboten. Durch den vereinfachten Bewerbungsprozess ist dafür nicht einmal ein Anschreiben nötig. Gleichzeitig können Unternehmen auf dich über dein Profil bei uns aufmerksam werden.

Veröffentlicht am 20.08.2020, aktualisiert am 21.08.2020

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