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Absage Bewerbung – Was nun?
Wie du jetzt vorgehen solltest

Ob Bewerbung für ein Praktikum, einen Werkstudentenjob oder einen Vollzeitjob – eine Absage ist immer demotivierend und frustrierend. Aber Kopf hoch: Mit unseren Tipps kannst du diese Absage produktiv nutzen, um dich für die nächste Bewerbung oder das nächste Vorstellungsgespräch zu verbessern.    

Inhalt

Allgemeines über die Absage von Bewerbungen

Natürlich ist es verständlich, dass du nach einer Absage erst einmal niedergeschlagen bist, vor allem wenn du den Job unbedingt haben wolltest. Dass die Absage vermutlich noch nicht einmal persönlich verfasst wurde, ärgert dich sicherlich zusätzlich. Allerdings ist es normal, dass Unternehmen Standardabsagen herumschicken. Der Aufwand für individuelle Absagen ist den meisten einfach zu groß, vor allem wenn es viele Bewerber gab.

Die wichtigste Grundregel ist: Nimm die Absage nicht persönlich und verliere nicht dein Selbstbewusstsein. Denn das brauchst du noch, um in weiteren Vorstellungsgesprächen zu überzeugen. Eine Absage kann viele Hintergründe haben, die oftmals gar nichts mit dir zu tun haben. Beispielsweise eine bestimmte Erfahrung eines anderen Konkurrenten, die einfach perfekt gepasst hat und nicht zu toppen war. Konzentriere dich nun gezielt auf die weitere Jobsuche, anstatt den Kopf hängen zu lassen.   

Große Unternehmen erhalten teilweise hunderte von Bewerbungen auf eine Stelle und müssen einfach aussortieren. Falls du sogar zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurdest, kannst du allein das schon als Bestätigung sehen, eine überzeugende Bewerbung abgeliefert zu haben. Du konntest also mit deinem Lebenslauf und deinen Erfahrungen punkten. Nun fehlt offenbar nur noch der letzte Schliff – um deine Bewerbung und dein zukünftiges Auftreten in Vorstellungsgesprächen zu optimieren sagen wir dir im nächsten Abschnitt, wie du am besten vorgehst.   

 

Wie du am besten auf die Absage reagierst – Der Schritt-für Schritt Leitfaden

1. Frage nach Feedback

Nachdem du dich kurz geärgert hast und wütend warst, konzentriere dich nun darauf, für deine weiteren Bewerbungen produktiv aus der Situation zu lernen.  Frage dafür den Personaler nach Feedback – einen Versuch ist es wert und kann dich nur weiterbringen. Wenn du die Chancen erhöhen willst, Feedback zu bekommen, melde dich am besten auf telefonischem Wege. Die Nachfrage nach einem Feedback gibt vielen Personalern auch einen positiven Eindruck von dir. Besonders, wenn du betonst, dass du auch weiterhin Interesse an einer Stelle im Unternehmen hast. Oder wenn deine Bewerbung für ein Traineeprogramm war, kannst du betonen dass du auch nächstes Jahr sehr interessiert wärst. 

Somit kann dir das neue Türen öffnen und vielleicht bewahrt der Personaler deine Bewerbungsunterlagen für einen späteren Zeitpunkt auf. Schließlich demonstrierst du hiermit Engagement und Begeisterung an der Firma und der Tätigkeit. In seltenen Fällen kann es sogar vorkommen, dass du den Job für den du eigentlich die Absage bekommen hast, durch die Frage nach dem Feedback doch noch bekommst. Das kann verschiedene Gründe haben,zum Beispiel dass dein Konkurrent doch noch abgesagt hat. 

Tipp: Wenn du kein aussagekräftiges Feedback bekommst, sei nicht enttäuscht, der Personaler geht vermutlich einfach nur  auf Nummer sicher. Es gibt nämlich ein “Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)” das besagt, dass du aus Gründen wie deiner Weltanschauung oder ethnischen Herkunft nicht benachteiligt werden darfst. Daher kommt es oft vor, dass sich Personaler nicht angreifbar machen wollen. Das liegt dann also nicht an dir persönlich. 

2. Überlege, was du falsch gemacht haben könntest

Gehe deine Bewerbungsunterlagen oder dein Vorstellungsgespräch gedanklich noch einmal durch und versuche objektiv zu bewerten, woran es gehapert haben könnte. Folgende Fragen können dir helfen:

Für die Bewerbung:

• Sind die formalen Kriterien erfüllt?

• Hast du doch etwas übersehen?

• Hast du bei einer Online Bewerbung alles wichtige bezüglich Formaten und Bezeichnungen eingehalten? 

• Sieht dein Bewerbungsfoto professionell aus?

• Hast du auch sicher keine No-Go’s in deiner Bewerbung? 

• Hast du dein Anschreiben und deinen Lebenslauf individuell auf die Anforderungen der Stelle angepasst und Kompetenzen mit Beispielen belegt (beispielsweise eine Projektarbeit oder sonstige Situationen wo du die bestimmte Fähigkeit erfolgreich anwenden konntest)? 

• Hast du deine Referenzen angefügt?

Für das Bewerbungsgespräch

• Hättest du dich im Vorhinein besser über Tipps informieren sollen?

• Worauf hättest du dich besser vorbereiten können?

• Bei welcher Frage war deine Antwort ausbaufähig?

• Hattest du die richtige Kleidung an? 

• Bei welchen Fragen warst du unzufrieden mit deiner Antwort oder wusstest vielleicht gar nicht, was du sagen sollst? Hast du dich auf diese Fragen im Vorhinein vorbereitet? Versuche, deine Erinnerungen in einem Brainstorming aufzuschreiben und hole dir für Fragen, die die schwer fielen geeignete Tipps. 

• Kannst du an deiner Selbstpräsentation noch arbeiten? Bist du abgeschweift und oder hast die wichtigsten Punkte nicht alle erwähnt?

Für spezifischere weitere Tipps und Fragen bezüglich Bewerbungen oder Vorstellungsgesprächen verschiedener Art, lies dir am besten weitere Artikel zum Thema Bewerbung und Vorstellungsgespräch durch. Vielleicht fällt dir aufgrund dieser Analyse noch die ein oder andere konkrete Sache ein, die du beim nächsten Mal ändern kannst.  

3. Analysiere auch das, was du deiner Meinung nach positiv gemeistert hast

Genauso wie die Fehleranalyse solltest du dir auch genau überlegen, was denn gut an deiner Bewerbung oder deinem Auftritt beim Bewerbungsgespräch war. Denn das kannst du dir merken und für das nächste Mal beibehalten.

4. Rede mit anderen, denen es genauso ging

Erfahrungsberichte von anderen Personen, die auch schon mit Absagen klarkommen mussten, können dir helfen. Denn meist wirst du dadurch motiviert, weiter zu machen und nicht aufzugeben. Du wirst merken, dass Absagen von Unternehmen etwas völlig normales sind. Außerdem haben sie vielleicht noch den ein oder anderen Tipp für dich bezüglich deiner Fehleranalyse. 

5. Analyse abschließen  

Nun hast du die erhaltene Absage analysiert und solltest damit dann auch abschließen. Es bringt nämlich nichts, dir allzu lang den Kopf darüber zu zerbrechen. Diese Energie steckst du besser in die weitere Jobsuche.  

6. Erweitere deinen Suchradius  

Solltest du bislang nur sehr fokussiert nach Stellenangeboten gesucht haben, beispielsweise bei nur einem bestimmten Unternehmen, erweitere dein Suchfeld. Dafür kannst du bei Campusjäger trotzdem noch gezielt nach den Aufgaben oder Themenfeldern suchen die du dir wünscht, konzentrierst dich aber nicht nur auf ein einziges Unternehmen oder nur auf eine einzige Art von Aufgabe, da du verschiedene Bereiche angeben kannst. Du wirst bestimmt auch andere sehr interessante Stellenangebote finden. 

Du kannst hierfür auch den kostenlosen Service von Campusjäger nutzen, der dir aktiv für dein Profil passende Stellen vorschlägt – so wird dir Arbeit abgenommen und du kommst vielleicht auf Jobs, die du bislang noch gar nicht in Betracht gezogen hast.     

Auch Praktika können eine Alternative zum direkten Jobeinstieg sein – vielleicht hat es einfach an deiner noch fehlenden  praktischen Erfahrung gehapert.   

Richtig auf die Absage antworten

Deine richtige Antwort auf die Absage kann eine zweite Chance sein. Es ist wichtig schnell, professionell und freundlich zu reagieren. Doch wie verpackst du das am besten in einen Text? 

Erst einmal ist es wichtig, dir klar zu machen, welche Elemente du auf jeden Fall nennen möchtest. Wir empfehlen in jedem Fall zu betonen, dass das Unternehmen deine Bewerbungsunterlagen aufheben und speichern darf. Somit sicherst du dir die Möglichkeit, dass auf dich zurückgegriffen wird, wenn wieder eine neue passende Stellenausschreibung frei wird. Außerdem solltest du wie oben schon erwähnt nach Feedback fragen, denn auch das kann dir eine zweite Chance eröffnen. 

Wir haben für dich eine beispielhafte Absage formuliert, an der du dich orientieren kannst. 

Sehr geehrter Herr Mustermann / Sehr geehrte Frau Mustermann, 

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 21.03.2018, auch wenn ich es sehr bedauere, nicht in ihrem Unternehmen anfangen zu können. 

 

Es würde mir sehr helfen, wenn ich ein kurzes Feedback bezüglich der Gründe für die Absage erhalten könnte. Gerne melde ich mich dafür auch telefonisch bei Ihnen. 

 

Für den Fall, dass in der Zukunft ähnliche Stellen frei werden sollten, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie meine Bewerbungsunterlagen abspeichern und mich in Betracht ziehen würden.  

 

Mit freundlichen Grüßen 

Dein Name

Du kannst das natürlich gerne noch individuell ergänzen. Wie die Umgangsform ist, kannst du anhand deines Bewerbungsgespräches oder der Absagenmail erkennen. Beispielsweise in Startups wird oft sehr viel persönlicher gesprochen und in vielen Fällen wäre da die Ansprache “Sie” schon zu hoch gestochen.  

Ganz wichtig ist, dass du nicht deinen Ärger raushängen lässt. Bleibe professionell und verhindere, dass deine Antwort eingeschnappt oder zickig rüberkommt. Stattdessen sei durchweg höflich und vermittle, dass du bereit bist zu lernen und konstruktive Vorschläge anzunehmen. 

Mögliche Gründe für die Absage, die nichts mit dir zu tun haben

• Es wurde ein Konkurrent bevorzugt, da er persönliche Kontakte zu Personalern oder anderen hohen Positionen im Unternehmen hat

• Die Art der Stellenanzeige und so auch ihre Anforderungen haben sich doch etwas geändert, da in einem anderen Bereich dringender gesucht wird

• Wenn du die Absage erhalten hast, ohne zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, kann es sein dass die Stelle schon besetzt war aber die Stellenanzeige noch nicht gelöscht wurde

• Es gab einfach zu viele Bewerbungen – wegen Zeitmangel wurde deine Bewerbung gar nicht erst gelesen

• Die Stelle wurde ausgeschrieben, war aber nie zu vergeben oder ist schon lange besetzt. Das kommt in manchen Unternehmen vor, damit der Betriebsrat zufriedengestellt wird

Bewerben leicht gemacht

Du bist neugierig geworden, was Campusjäger eigentlich ist? Wir sind ein Start-up, das Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger die Jobsuche einfach gestalten möchte. Bei uns kannst du dir zeitaufwändige Lebenslauf Formatierungen und Bewerbungsanschreiben sparen. 

Stattdessen musst du dich nur einmal kurz und kostenlos registrieren, dein Profil ausfüllen und dich mit nur 2-3 Sätzen bewerben. Auch musst du nicht mehr ewig auf Rückmeldungen von Unternehmen warten und hast persönliche Ansprechpartner, die dich bei der Jobsuche begleiten. 

Hier geht’s zu den aktuell freien Stellen. 

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