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Unglücklich im Job – Kündigen als letzter Weg
So triffst du die richtige Entscheidung

Es gibt viele Gründe, warum du denkst deinen Job kündigen zu wollen. Arbeit macht einen großen Teil des Lebens aus und bei knapp 40 Stunden pro Woche ist klar, dass es auch mal nicht so läuft wie erhofft. Schlechte Phasen gibt es immer und überall, auch im “Traumjob”.

Und auf die Tiefs folgen meist auch wieder gute Phasen, in denen der Job richtig Spaß macht. Den Job zu kündigen sollte immer das letzte Mittel der Wahl sein und kein Schnellschuss. Die Frage ist daher: Wann ist genug und wann solltest du kündigen?

Unglücklich im Job – Was kannst du tun?

Du willst deinen Job kündigen, einfach hinschmeißen, aus und vorbei – bevor du das machst, solltest du dich aber noch mit ein paar Dingen auseinandersetzen. Damit vermeidest du, deine Entscheidung später zu bereuen und bereitest dich mental schon auf den Wechsel vor.

  • Wie sieht’s bei dir finanziell aus? Den Job kündigen heißt erstmal kein Gehalt mehr zu bekommen. Um die Zeit zum nächsten Job zu überbrücken, brauchst du ein Geldpolster.
  • Und privat? Die Auswirkungen einer Kündigung beschränken sich nicht nur auf deine Karriere, auch dein Privatleben kann darunter leiden – oder sich verbessern.
  • Ist wirklich alles Mist? Mit dem Job gibst du nicht nur die schlechten Seiten auf, sondern auch die guten: nette Kollegen, spannende Aufgaben und andere Vorzüge.
  • Schon mit dem Chef gesprochen? Hast du noch nicht mit deinem Chef über deine Unzufriedenheit gesprochen, solltest du das tun. Vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung.
  • Was willst du? Wenn du noch gar nicht weißt, wie dein Traumjob aussehen soll und was du erwartest, bringt ein Wechsel wenig. Mach dir erst klar, wohin es gehen soll.
  • Bist du bereit? Ein neuer Job heißt: Bewerbungen schreiben und Vorstellungsgespräche führen. Darauf musst du Lust haben, damit es funktioniert.

Keine Panik. Die Kündigung zu begründen ist kein Problem. Schau mal rein – wir haben Tipps für dich.

Drei Pfeile auf Boden – Entscheidung Job zu kündigen

So kündigst du richtig

Für dich kommt nur noch in Frage, zu den Job zu kündigen? Dann stellst du dir bestimmt die Frage “Wie kündige ich richtig”. Einfach nicht mehr zur Arbeit gehen, funktioniert natürlich nicht. Gesetzlich ist eine Kündigungsfrist vorgeschrieben, die sowohl von deinem Arbeitgeber als auch dir beachtet werden muss. Außerdem musst du mit deinem Kündigungsschreiben eine bestimmte Form wahren, damit es gültig ist.

Anstand wahren

Es ist einfach richtig, ein professionelles Arbeitsverhältnis auch professionell zu beenden. Bleib höflich und respektvoll. Im besten Fall besprichst du deine Pläne persönlich mit deinem Chef bevor du die Kündigung einreichst. Eine E-Mail sollte das letzte Mittel sein. Wenn es dann so weit ist, verabschiede dich von deinem Chef und deinen Kollegen und bedanke dich für die lehrreiche Zeit – egal ob sie positiv oder negativ war.

Die Welt ist klein und es kann gut sein, dass du früher oder später in irgendeiner Form wieder mit deinem ehemaligen Chef und/oder Kollegen zusammenarbeiten musst. Seid ihr im Schlechten auseinandergegangen kann das das Arbeitsverhältnis belasten.

Kündigungsfrist beachten

Ist es in deinem Arbeitsvertrag nicht anders festgelegt, beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen, entweder zum 15. oder Letzten eines Monats. Das heißt: Willst du zum 30. Juni kündigen, muss deine Kündigung wenigstens 28 Tage vorher eingehen, also am 02. Juni. Bei Monaten mit 31 Tagen muss die Kündigung stets zum 03. des Monats eingehen.

Lies dir am besten nochmal deinen Arbeitsvertrag durch. Oft ist eine längere Kündigungsfrist als die gesetzliche vereinbart und auch die möglichen Austrittstermine können variieren. So ist es beispielsweise möglich, dass du nur zum Quartalsende, also vier Mal im Jahr, kündigen kannst.

In der Probezeit kündigen

Wenn du noch in der Probezeit bist, gelten meist andere, kürzere Fristen. Auch hier solltest du nochmal einen Blick in deinen Vertrag werfen, denn auch das kann individuell festgelegt werden.

Gesetzlich sind zwei Wochen vorgeschrieben und die Kündigung kann jederzeit erfolgen. Das heißt, du kannst zu jedem beliebigen Tag kündigen, so lange du die zweiwöchige Frist einhältst.

Bist du in der Probezeit und spielst mit dem Gedanken zu kündigen? In unserem Artikel "Kündigung in der Probezeit – Das ist jetzt wichtig" erfährst du alles, was du beachten musst.

Übrigens: Diese Regelung gilt auch, wenn du am letzten Tag deiner Probezeit kündigst. Wichtig ist nur, dass die Kündigung deinem Arbeitgeber innerhalb dieser Zeit vorliegt. Ob du das Unternehmen dann erst nach Ende der Probezeit verlässt, ist egal.

Außerordentliche Kündigung/Fristlose Kündigung

Liegen “wichtige Gründe” vor, kannst du fristlos kündigen, sprich: von einem Tag auf den anderen. Dies ist gesetzlich in § 626 BGB geregelt. Das Problem ist, dass ein wichtiger Grund von Fall zu Fall unterschiedlich ist und sich nicht pauschalisieren lässt.

Gewaltandrohung oder sogar -anwendung sind jedoch Straftaten, die du dir auf keinen Fall gefallen lassen musst und eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Genauso kannst du fristlos kündigen, wenn vertraglich geregelte Leistungen wie dein monatliches Gehalt über einen längeren Zeitraum ausbleiben. Trotzdem solltest du dir in dieser Situation einen Anwalt suchen.

Was gehört ins Kündigungsschreiben?

Damit dein Kündigungsschreiben nicht beanstandet werden kann, muss sie schriftlich erfolgen und du musst ein paar Kleinigkeiten beachten. Rein gehört auf jeden Fall:

  • vollständige Adresse von dir und deinem Arbeitgeber, ggf. auch Personalnummer
  • Datum vom Kündigungsschreiben und Datum des letzten Arbeitstages
  • Betreff: einfach kurz und knackig “Kündigung” reicht schon
  • Ansprechpartner: an wen ist die Kündigung zu richten?
  • Unterschrift: Das Schreiben muss von dir persönlich unterschrieben sein

Ansonsten kannst du das Schreiben relativ frei gestalten. Bedanke dich am besten in wenigen Sätzen für die gute Zusammenarbeit und lehrreiche Zeit. Einen Kündigungsgrund musst du nicht nennen, außer es handelt sich um eine fristlose Kündigung. Dein Arbeitgeber muss den Erhalt der Kündigung nicht bestätigen, du kannst jedoch darum bitten. Genauso kannst du schon im Kündigungsschreiben auf dein Arbeitszeugnis zu sprechen kommen.

Kündigen ohne neuen Job?

Im besten Fall schaust du dich schon nach einem neuen Job um, wenn du dir sicher bist, dass du kündigen wirst. Damit schaffst du meist problemlos einen nahtlosen Übergang vom alten in den neuen Job. Das Wissen, wie es danach weitergeht, gibt dir Sicherheit und du musst dir keine finanziellen Sorgen machen.

Willst du kündigen, ohne einen neuen Job in der Hinterhand zu haben, plagen dich vielleicht Gedanken daran, länger arbeitslos zu sein und diese Lücke beim nächsten Arbeitgeber zu begründen. Es gibt aber gute Gründe zu kündigen, ohne einen neuen Job in Aussicht zu haben:

Leidet deine Gesundheit?

Der Job macht dich tatsächlich krank. Egal ob es am Dauerstress liegt oder einer hohen körperlichen Belastung – leidet deine Gesundheit unter der Arbeit, solltest du sofort kündigen. Es bringt dir nichts, so lange zu warten bis du einen neuen Job hast, wenn du dich in der Zwischenzeit kaputt machst. Davon haben weder du noch dein neuer Arbeitgeber etwas.

Wirst du ausgenutzt?

Unternehmen wollen natürlich möglichst gut wirtschaften und erwarten, dass ihre Angestellten eine hohe Leistung erbringen. Du musst aber dauernd unbezahlte Überstunden machen, dir wird dein Urlaub gestrichen und du sollst noch Aufgaben der Kollegin übernehmen, die gerade in Elternzeit ist? Dann wird deine Arbeit nicht wertgeschätzt, sondern du wirst ausgenutzt. Zeit da rauszukommen!

Bist du unglücklich und unzufrieden?

Sind wir ehrlich: Könnten wir tun und lassen, was wir wollten, würden wir vermutlich nicht jeden Tag zur Arbeit gehen. Dass du also nicht jeden Tag super gelaunt im Büro sitzt, ist normal. Mobbing, ein Choleriker als Chef und andere widrige Arbeitsbedingungen aber nicht. Wenn du dich nur noch zur Arbeit quälst, geht du lieber zu früh als zu spät kündigen.

Bringt dich dein Job weiter?

So schlecht ist dein jetziger Job gar nicht, aber irgendwie steckst du fest? Du willst dich weiterentwickeln, neue Fähigkeiten lernen und neue Projekte übernehmen? Aber dein Chef sieht das anders. Wenn sich daran partout nichts ändern lässt, wird es Zeit, dass du dich nach etwas Neuem umsiehst und deine Wünsche erfüllst.

Job einfach kündigen!

In diesen Fällen ist es besser, dich ins Ungewisse zu stürzen und den alten Job möglichst schnell hinter dir zu lassen – ohne dir Gedanken um die Zukunft zu machen. Damit das klappt, haben wir noch ein paar Tipps für dich, um dir die Sorgen zu nehmen:

Nutze die Zeit

Um dir klar zu werden, was genau das Problem war und welche Konsequenzen du daraus für die Zukunft ziehst. Ein paar Wochen oder Monate können Wunder wirken, wenn es darum geht, einen Neuanfang zu wagen. Vielleicht orientierst du dich auch beruflich um und probierst es mit einem Praktikum in einem ganz neuen Bereich. Du gehst frisch und voller Tatendrang an den nächsten Job ran und weißt genau, was du brauchst, um glücklich zu sein.

Zeit für was Neues. Finde Praktika und Vollzeitjobs die zu dir passen.

Zwei Ananas am Strand – Job kündigen, Auszeit nehmen

Aber verschwende Sie nicht

So gut sich die Zeit nutzen lässt, um einen freien Kopf zu bekommen: Verschwende sie nicht. Selbst mit einem dicken finanziellen Polster solltest du dir nicht erst Gedanken um die Zukunft machen, wenn du den letzten Cent ausgegeben hast. Du wirst zwar wahrscheinlich kurz mal durchhängen, dich dann aber auch schnell erleichtert fühlen. Nutze die Energie, um dich nach einem neuen Job umzusehen.

Du bist flexibel

Ja, so blöd es klingt, aber du hast jetzt auch einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern. Beginnst du mit der Suche nach einem neuen Job erst nachdem du gekündigt hast, bist du flexibler und kurzfristig einsetzbar. Du und dein zukünftiger Arbeitgeber müsst euch nicht mit der Kündigungsfrist arrangieren.

Bereite dich vor

Eine Kündigung seitens des Arbeitnehmers ist gar nicht mehr so selten. Trotzdem wirst du dich darauf vorbereiten müssen, dass du im nächsten Vorstellungsgespräch nach den Gründen für diesen Schritt gefragt wirst. Lass dich aber nicht nervös machen. Du hattest gute Gründe zu kündigen und dein Gegenüber wird das auch verstehen. Wichtig ist nur, dass du sie positiv formulierst und erklären kannst, wie du persönlich an dieser Situation gewachsen bist.

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