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Ausbildung abbrechen: So geht's am besten
Bewusst abbrechen und neu durchstarten

Wer seine Ausbildung abbrechen möchte, steht nicht alleine da. Denn laut dem Berufsausbildungs-Bericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) brechen 20 bis 25 Prozent aller Auszubildenden ihre Ausbildung vorzeitig ab. Dabei geben die meisten Abbrecher an zu wenig Geld als Hauptgrund für ihre Entscheidung an. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Gründe, die Ausbildung früher zu beenden als geplant oder den Ausbildungsbetrieb zu wechseln.

Gründe für einen Ausbildungsabbruch

Falls du mit der Bezahlung durchaus zufrieden bist, können eine Vielzahl weiterer Gründe dazu führen, die Ausbildung abzubrechen oder den Ausbildungsbetrieb zu wechseln. Zum einen können gesundheitliche Probleme oder Schwierigkeiten im privaten Bereich der Auslöser für deine Entscheidung sein. Doch in den meisten Fällen liegt die Ursache im Betrieb selbst.

Viele Auszubildende fühlen sich nicht genügend beachtet und angeleitet oder noch schlimmer, einfach links liegen gelassen. Andere sehen sich Arbeiten gegenüber, die sie sich so nicht vorgestellt haben und die im Vorstellungsgespräch nicht besprochen wurden.

Nicht zuletzt kann ein Streit mit dem Arbeitgeber oder Missstimmung in der Firma wie Mobbing den Wunsch zum Abbrechen herbeiführen. Einige Auszubildende haben sich schlichtweg bezüglich der Berufswahl geirrt. Sie merken erst nach einiger Zeit, dass ihr Traumberuf ein ganz anderer ist und möchten deswegen den Ausbildungsbetrieb wechseln.

Ausbildungsvertrag kündigen: So gehst du vor

Falls du deine Ausbildung sofort abbrechen möchtest, steht das Recht auf deiner Seite. Doch solltest du das Unterfangen, deinen Ausbildungsvertrag zu kündigen nicht überstürzen. Es ist am Einfachsten, aus deinem Ausbildungsbetrieb auszusteigen, wenn du in der Probezeit in der Ausbildung bist. Während der Probezeit ist eine Auflösung des Vertrages von beiden Seiten ohne Begründung möglich.

Wenn du deine Ausbildung wechseln möchtest, ist es hilfreich, bereits einen anderen Vertrag in der Tasche zu haben. Denn in diesem Fall ist ein nahtloser Übergang von der einen zur anderen Ausbildungsstelle möglich und denkbar einfach. Sollte das Verhältnis im Lehrbetrieb für dich unerträglich sein, kannst du natürlich auch ohne einen Anschlussvertrag aussteigen.

Tipp: Sprich auf jeden Fall mit den Lehrern in der Berufsschule über deine Entscheidung. Diese können dir einige hilfreiche Hinweise geben. Falls es in deinem Betrieb einen Betriebsrat oder einen speziellen Ansprechpartner für dich gibt, solltest du auch dort vorsprechen.

Außerhalb der Probezeit gelten bei einer ordentlichen Kündigung die Fristen, die im Vertrag stehen oder gesetzlich vorgesehen sind, dazu gibt es weiter unten mehr Informationen.

Ausbildung abbrechen: Was dann?

Wenn du deine Ausbildung abbrechen möchtest, solltest du am besten vorher schon wissen, wie es weitergeht. Ansonsten riskierst du eine Lücke im Lebenslauf, durch die du in Zukunft bei Neubewerbungen immer wieder in Erklärungsnot geraten könntest.

Außerdem möchtest du sicher nicht im Anschluss an die Kündigung längere Zeit arbeitslos sein. Das kann in den ersten Wochen ganz wohltuend sein, doch auf die Dauer kann es auch ziemlich nerven. Insbesondere dann, wenn alle anderen arbeiten und nur du zu Hause sitzt.

Diese Möglichkeiten hast du, wenn du deine Ausbildung abbrechen willst:

  • Du bewirbst dich um einen Ausbildungsplatz bei einem anderen Betrieb
  • Du machst ein Praktikum bei einer anderen Firma
  • Du besuchst eine weiterführende Schule
  • Du machst ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr
  • Du planst einen Auslandsaufenthalt oder machst ein Au Pair
  • Du entscheidest dich für den Beginn eines Studiums

Erst nach reiflicher Überlegung, ob eine der oben genannten Alternativen für dich infrage kommt, solltest du dich entscheiden und deine Ausbildung abbrechen. Falls du dir noch nicht sicher bist, wohin du dich (fachlich) entwickeln möchtest: Schau einfach mal bei uns auf dem Blog nach und lass dich von den verschiedenen Berufsperspektiven inspirieren.

Die Folgen eines Ausbildungsabbruchs

Wenn du dir sicher bist, dass du deine Ausbildung wirklich abbrechen möchtest, solltest du dir auch die Folgen klar machen:

  • Du musst den Ausbildungsbetrieb wechseln. Das heißt auch: Du musst dich wieder bewerben und einen neuen Arbeitgeber finden
  • Du wirst deinem Ausbildungsbetrieb mitteilen, dass du die Ausbildung abbrechen möchtest
  • Durchziehen und wirklich Abbrechen: das heißt schriftlich kündigen!

Kündigungsfristen in Ausbildungen

Damit bei deiner Kündigung auch nichts schief geht, solltest du unbedingt deine Kündigungsfrist im Auge behalten. Halte dich hierbei vor allem an deine vertraglichen Vorgaben von deinem Ausbildungsbetrieb. Wir haben dir als grobe Richtlinie hier auch nochmal Faustregeln für die Kündigung in der Probezeit und nach der Probezeit zusammengestellt:

Kündigung in der Probezeit

Innerhalb deiner Probezeit, kannst du die Ausbildung fristlos abbrechen und kündigen. Dazu brauchst du deinem Arbeitgeber lediglich eine schriftlich verfasste Mitteilung in Form eines Briefes zukommen zulassen. Du musst in dem Schreiben nicht einmal angeben, warum du deine Ausbildung abbrechen möchtest und kannst sofort deine Sachen zusammenpacken und die Firma verlassen.

Dein Schreiben sollte das Datum, deine Anschrift, die Anschrift der Ausbildungsfirma, eine Anrede sowie deinen Wunsch, in der Probezeit sofort kündigen zu wollen enthalten. Der Brief sollte am Ende noch von dir unterschrieben werden. Falls du noch minderjährig bist, müssen deine Eltern oder Erziehungsberechtigten mitunterzeichnen.

Ausbildung abbrechen nach der Probezeit

Du kannst deine Ausbildung auch nach der Probezeit abbrechen. Dabei kannst du auswählen, wie du den Betrieb verlassen möchtest:

  • Fristlose Kündigung bei Gesetzesverstoß – wie fehlende Vergütung oder Gewalt am Arbeitsplatz
  • Ordentliche Kündigung mit einer Frist von vier Wochen
  • Auflösungsvertrag – vertragliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber auf sofortige Auflösung des Ausbildungsvertrages

Nachdem du das Ausbildungsverhältnis beendet hast, solltest du diese Unterlagen anfordern:

  • Arbeitszeugnis
  • Noch ausstehende Vergütung
  • Auszahlung des Resturlaubs oder Überstunden

Verläuft bei deinem Ausbildungsabbruch alles fair, sollte es hier auch keine größeren Schwierigkeiten geben.

Mit Campusjäger aus der Ausbildung ausbrechen

Du bist dir sicher, deine Ausbildung ist einfach nicht das Richtige für dich und willst nochmal neu anfangen? Hierbei ist es dir wichtig, diesmal einen Treffer zu landen in der neuen Ausbildungswahl. Mach daher einfach ein Praktikum und versuche dich in neuen Branchen, Bereichen und Aufgaben. Manchmal braucht es eben einen zweiten Anlauf!

Wir bei Campusjäger machen dir das Bewerben so leicht wie möglich. So kannst du dich während dem Abbruch ganz auf die Kündigung und die nächsten Schritte konzentrieren, während das Bewerben fast von alleine nebenher läuft.

Hierfür registrierst du dich kostenlos auf unserer Online-Plattform, füllst dein Profil und deinen Lebenslauf aus und wir suchen dir die passende Stelle. Klingt einfach? Ist einfach! Probier's selbst aus und melde dich noch heute kostenlos an.

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