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Berufliche Neuorientierung – Keine Angst vor dem Jobwechsel

Aus deinem Verwandten- und Freundeskreis kennst du es: Das Gejammer über den Job. Die wenigsten sind wirklich glücklich und beklagen sich über fehlende Aufstiegschancen, starre Arbeitszeiten oder den Chef. Und du hast dir vorgenommen, dass das bei dir nicht so wird. Aber was wenn es doch so weit kommt oder schon ist – kannst du einfach so den Beruf wechseln?

Beruflich umorientieren? Gründe gibt es viele

Mit knapp 18 eine Entscheidung fürs Leben zu treffen ist alles andere als einfach. Das Leben ändert sich ja auch immer wieder. Was dir damals noch Spaß gemacht hat, langweilt dich heute.

Das Ergebnis ist oft, dass du dich in einem Job wiederfindest, in dem du dich nach ein paar Jahren schon nicht mehr wohlfühlst. Frust, Überforderung, Langeweile, Stillstand, … Gründe gibt es viele, um über den Jobwechsel nachzudenken.

Wichtig ist, dass du unterscheidest, ob es sich um eine akute Phase handelt, oder ob deine Unzufriedenheit dauerhaft ist. Quälst du dich seit Monaten aus dem Bett und schleppst dich zur Arbeit, merkst dann aber, dass du gar nicht mehr so leistungsfähig bist, wie du sein solltest?

Das können Anzeichen dafür sein, dass dir dein Job keinen Spaß mehr macht und sich der daraus entstehende Stress schon auf deine Gesundheit auswirkt. Bevor du jetzt aber überstürzt über einen Jobwechsel nachdenkst und alles in Gang setzt, solltest du dir erst über ein paar Dinge klarwerden.

Füße mit Pfeilen – Berufliche Neuorientierung Ziele setzen

Das solltest du dich vorher fragen:

Soll ein beruflicher Neuanfang erfolgen, ist Spontaneität ein schlechter Ratgeber. Der richtige Weg ist eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands vorzunehmen, bei dem ein paar wichtige Fragen zu klären sind. Zeit, dir über das Hier und Jetzt, dich und deinen Traumjob Gedanken zu machen. Stelle dir dazu folgende Fragen. Das Wichtigste: Sei ehrlich zu dir selbst.

  • Ist das nur eine Phase oder bist du schon länger unzufrieden?
  • Liegt es wirklich am Job oder an deinen Lebensumständen?
  • Liegt es am Job selbst oder an den Rahmenbedingungen (Gehalt, Arbeitszeit, …)?
  • Liegt es am Chef, den Kollegen oder den Kunden?
  • Oder liegt es an dir selbst und lässt sich ändern?
  • Siehst du in deinem aktuellen Job noch Perspektiven?
  • Wäre das in einem neuen Job anders?
  • Ist ein Jobwechsel die einzige Alternative?
  • Was macht dich wirklich glücklich?
  • Wo liegen deine Talente und wie kannst du sie einsetzen?
  • Wie kannst du dein Ziel erreichen?
  • Musst du dafür etwas opfern und bist du bereit dafür?
  • Kannst du dich auch in fünf Jahren noch dafür begeistern?
  • Warum tust du es nicht?

Nimm dir für die Fragen genügend Zeit. Darauf aufbauend kannst du definieren, was du dir vom Jobwechsel versprichst. Mit einem klaren Ziel vor Augen fällt es dir leichter, die erforderlichen Schritte umzusetzen. Und du vermeidest es, früher oder später wieder in der gleichen Situation zu stecken. Die richtige Motivation ist bei der beruflichen Neuorientierung ausschlaggebend. Dein Ziel soll nicht sein, auf schnellstem Weg von deinem alten Arbeitsplatz wegzukommen. Stattdessen entwickelst du eine Strategie und arbeitest auf ein Ziel hin. Der Jobwechsel ist gehört dazu, ist aber Nebensache.

Jobwechsel – Tipps und Tricks

Wohin soll's gehen?

Du bist unzufrieden. Ok – aber was soll denn genau anders sein? Berufliche Veränderung kann viel bedeuten: Alter Job, aber neue Aufgaben? Weiterbildung? Den Arbeitgeber wechseln? Oder ein sauberer Schnitt und als Quereinsteiger in eine neue Branche? Fasse dir ein klares Ziel und definiere die einzelnen Schritte, um das zu erreichen.

Warum willst du das?

Stichwort Motivation. Triffst du die Entscheidung für den Jobwechsel aus einer Laune heraus, wirst du dich wahrscheinlich schnell wieder nach deinem alten Job zurücksehnen. Nur mit der richtigen Motivation hältst du auch dann durch, wenn es mal schwieriger wird. Mach dir also klar, wieso du diesen Schritt wagst.

Du musst deinem neuen Chef deinen Jobwechsel begründen? In unserem Artikel zeigen wir dir, wie du das positiv und souverän hinkriegst.

Die richtige Motivation ist auch deinem neuen Arbeitgeber wichtig. Spätestens im Vorstellungsgespräch wirst du erklären müssen, woher der Wunsch nach der beruflichen Veränderung kommt. Hier Frust und Ärger über den alten Job loszuwerden, wird dich nicht weiterbringen.

Übernimm Verantwortung.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Den Job zu wechseln bedeutet viel Arbeit und die kann dir niemand abnehmen. Du musst dich wirklich dahinterklemmen, damit es sich so entwickelt, wie du es dir vorstellst. Rückhalt und Rat findest du mit Sicherheit bei Freunden und Familie, aber am Ende des Tages bist du für dein Wohlbefinden verantwortlich.

Sei mutig.

Die berufliche Neuorientierung fordert dich heraus: Irgendwann wirst du aus deiner Komfortzone heraus müssen.Ein großer Schritt, der auch mit einem gewissen Risiko verbunden ist und an dem viele scheitern. Zu groß ist die Angst vor der Arbeitslosigkeit oder einem womöglich noch schlechteren Job.

Jetzt mach aber mal halblang. Es ist gut, dass du dir darüber Gedanken machst. Hast du einen guten Plan, wird aber nichts schiefgehen. Um ein wenig entspannter an die Sache heranzugehen, kannst du dir aber auch schon während deinem alten Job Gedanken darüber machen, wie es weitergehen soll.

Mann vor Tafel – Sei mutig.

Aber bleib realistisch.

Du darfst nicht unterschätzen, wie lange es dauert, bis du in einer neuen Branche wirklich Fuß gefasst hast. Vielleicht musst du sogar erst nochmal studieren oder eine Ausbildung machen? Das sollte dich aber nicht davon abhalten. Aber natürlich gilt: Je kleiner die Veränderung, desto schneller geht’s.

Nutze dein Netzwerk.

Einen kleinen Boost für den schnellen Wechsel findest du vielleicht in deinem Netzwerk – egal ob Chef, Kollegen, Kunden, Freunde oder Bekannte. Hör dich um und geh gezielt auf die Leute zu, die in der Branche arbeiten, in die du rein willst.

So kannst du dir ein klareres Bild von den Anforderungen an dich machen und weißt, was auf dich zukommt. Zudem hast du jemanden, der dir den Rücken stärkt und ein gutes Wort für dich einlegen kann.

Richte dich nicht nach anderen

Ein beruflicher Neuanfang ist nie einfach und verlangt viel Mut und Disziplin. Du wirst dabei immer wieder auf Menschen treffen, die dich davon abhalten wollen. Solange es nicht deine engste Familie oder Freunde sind, solltest du sowieso nichts darauf geben.

Viele sind einfach nur neidisch, weil sie selbst nicht den Mut aufbringen sich beruflich neu zu orientieren. Baue dir lieber ein Netzwerk auf, das dich unterstützt und das dir eventuell auch neue Türen öffnen kann. Nur diese Menschen sind für deine Karriere relevant.

Berufliche Neuorientierung mit 30, 40 oder 50?

Nur Mut – es ist nie zu spät. Klar, mit steigendem Alter wird es nicht einfacher einen neuen Job zu finden. Und es ist kein Geheimnis, dass die meisten Unternehmen ihre Stellen gerne mit jungen Arbeitnehmern besetzen. Aber deswegen lieber mehrere Jahrzehnte in einem Job bleiben, in dem du unglücklich bist?

Die Bewerbung als Quereinsteiger – wie funktioniert das genau und was musst du beachten? Mehr dazu in unserem Artikel "Jobs für Quereinsteiger"

Das ist keine Option. Mal abgesehen davon ist der Berufseinstieg mit 30 auch keine Seltenheit mehr. Da bleibt selbst mit 50 nochmal genauso viel Zeit nach einem Jobwechsel wie davor. Mehr als genug Zeit, dich noch einmal komplett umzuorientieren und durchzustarten.

Finde jetzt deinen Traumjob

Entschluss gefasst – der Jobwechsel ist der richtige Weg für dich? Wir unterstützen dich bei der Suche nach deinem nächsten Job. Nach deiner Anmeldung bekommst du von uns Jobs vorgeschlagen, die zu deinen Wünschen passen. So kannst du dich ganz entspannt parallel zu deinem alten Job nach neuen Möglichkeiten umsehen.

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