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Absage Bewerbung – So klappt es das nächste Mal

Egal ob es um die Bewerbung für ein Praktikum, einen Werkstudentenjob oder einen Vollzeitjob geht – eine Absage ist immer demotivierend und frustrierend. Mit unseren Tipps kannst du diese Absage produktiv nutzen, um dich für die nächste Bewerbung oder das nächste Vorstellungsgespräch zu wappnen.

Kopf hoch: Hier findest du Jobs, die mindestens genauso gut sind.

Inhalt

Absage kassiert? So reagierst du souverän.

Klar, nach einer Absage bist du erstmal niedergeschlagen, vor allem wenn es um den vermeintlichen Traumjob ging. Dass es dann auch noch so eine vorformulierte E-Mail war, die wahrscheinlich alle anderen auch bekommen, macht es nicht gerade besser. Nimm dir das aber nicht zu Herzen. Für Unternehmen ist es durchaus sinnvoll, Standardabsagen zu verschicken:

Zum einen ist der Aufwand für individuelle Absagen zu groß, gerade wenn auf eine begehrte Stelle auch mal hunderte Kandidaten kommen. Wurdest du zum Vorstellungsgespräch eingeladen, hast du schon überzeugt – fehlt nur noch der letzte Schliff.

Zum anderen fürchten viele Unternehmen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und wollen keine Klage riskieren. Das passiert gar nicht so selten: Einige Bewerber scheuen sich nicht, sich in ein Unternehmen reinzuklagen; andere sind einfach nur hinter einer Entschädigungszahlung her.

Die wichtigste Grundregel: Nimm die Absage nicht persönlich und verliere nicht dein Selbstbewusstsein. Denn das brauchst du noch, um in weiteren Vorstellungsgesprächen zu überzeugen. Eine Absage kann viele Hintergründe haben, die oftmals gar nichts mit dir zu tun haben. Konzentriere dich lieber auf deine weitere Jobsuche, statt den Kopf hängen zu lassen.

Verständliche, aber blöde Gründe. Schließlich bringt dich die 08/15-Absage nicht weiter. Aber: Nachdem du dich geärgert hast und wütend warst, geht es jetzt darum das Beste aus der Absage zu machen. Dazu haben wir sieben Tipps für dich – los gehts:

1. Frag nach: Woran hat et jelegen?

Frage dafür den Personaler nach Feedback – darauf muss er zwar nicht eingehen, aber einen Versuch ist es wert und kann dich nur weiterbringen. Für möglichst hohe Chancen, greifst du am besten zum Telefon. Die Frage nach Feedback gibt vielen Personalern auch einen positiven Eindruck von dir. Besonders, wenn du betonst, dass du auch weiterhin Interesse an einer Stelle im Unternehmen hast.

Somit kann dir das neue Türen öffnen und vielleicht bewahrt der Personaler deine Bewerbungsunterlagen für einen späteren Zeitpunkt auf. Schließlich demonstrierst du hiermit Engagement und Begeisterung an der Firma und der Tätigkeit. In seltenen Fällen kann es sogar vorkommen, dass du den Job für den du eigentlich die Absage bekommen hast, durch die Frage nach dem Feedback doch noch bekommst. Das kann verschiedene Gründe haben, zum Beispiel dass dein Konkurrent doch noch abgesagt hat. 

2. Selbstreflexion: Hast du ein Fettnäpfchen übersehen?

Da führt kein Weg dran vorbei: Check nochmal deine Bewerbungsunterlagen und gehe das Vorstellungsgespräch gedanklich durch. Versuche dabei objektiv zu bewerten, woran es gehapert haben könnte. Folgende Fragen können dir helfen:

Für die Bewerbung:

  • Sind die formalen Kriterien erfüllt?
  • Wie sieht's mit Rechtschreibung und Grammatik aus?
  • Hast du bei einer Online Bewerbung die geforderten Formate und Bezeichnungen eingehalten? 
  • Falls du ein Bewerbungsfoto mitgeschickt hast: Sieht das Bild professionell aus?
  • Hast du auch sicher keine No-Go’s in deiner Bewerbung? 
  • Hast du dein Anschreiben und deinen Lebenslauf individuell auf die Anforderungen der Stelle angepasst und Kompetenzen mit Beispielen belegt?
  • Hast du deine Referenzen angefügt?

Für das Bewerbungsgespräch

  • Hättest du dich im Vorhinein besser über Tipps informieren sollen?
  • Worauf hättest du dich besser vorbereiten können?
  • Bei welcher Frage war deine Antwort ausbaufähig?
  • Hattest du die richtige Kleidung an? 
  • Bei welchen Fragen warst du unzufrieden mit deiner Antwort oder wusstest vielleicht gar nicht, was du sagen sollst? Hast du dich auf diese Fragen im Vorhinein vorbereitet?
  • Kannst du an deiner Selbstpräsentation noch arbeiten? Bist du abgeschweift und oder hast die wichtigsten Punkte nicht alle erwähnt?
Für spezifischere weitere Tipps und Fragen bezüglich Bewerbungen oder Vorstellungsgesprächen verschiedener Art, lies dir am besten weitere Artikel zum Thema Bewerbung und Vorstellungsgespräch durch. Vielleicht fällt dir aufgrund dieser Analyse noch die ein oder andere konkrete Sache ein, die du beim nächsten Mal ändern kannst.

3. Analysiere auch das, was du deiner Meinung nach positiv gemeistert hast

Genauso wie die Fehleranalyse solltest du dir auch genau überlegen, was denn gut an deiner Bewerbung oder deinem Auftritt beim Bewerbungsgespräch war. Denn das kannst du dir merken und für das nächste Mal beibehalten.

4. Rede mit anderen, denen es genauso ging

Erfahrungsberichte von anderen Personen, die auch schon mit Absagen klarkommen mussten, können dir helfen. Denn meist wirst du dadurch motiviert, weiterzumachen und nicht aufzugeben. Schau dich einfach mal im Internet um. Vermutlich findest du sehr schnell Gleichgesinnte, die von ihren Erfahrungen berichten. Du wirst merken, dass Absagen von Unternehmen völlig normal sind und jedem – vermutlich mehrere Male im Leben – passieren. Außerdem haben sie vielleicht noch den ein oder anderen Tipp für dich bezüglich deiner Fehleranalyse. 

5. Erweitere deinen Horizont 

Solltest du bislang nur sehr fokussiert nach Stellenangeboten gesucht haben, beispielsweise bei nur einem bestimmten Unternehmen, erweitere dein Suchfeld. Dafür kannst du bei Campusjäger trotzdem noch gezielt nach den Aufgaben oder Themenfeldern suchen die du dir wünscht, konzentrierst dich aber nicht nur auf ein einziges Unternehmen oder nur auf eine einzige Art von Aufgabe, da du verschiedene Bereiche angeben kannst. Du wirst bestimmt auch andere sehr interessante Stellenangebote finden. 

Du kannst hierfür auch den kostenlosen Service von Campusjäger nutzen, der dir aktiv für dein Profil passende Stellen vorschlägt – so wird dir Arbeit abgenommen und du kommst vielleicht auf Jobs, die du bislang noch gar nicht in Betracht gezogen hast.     

Auch Praktika können eine Alternative zum direkten Jobeinstieg sein – vielleicht hat es einfach an deiner noch fehlenden  praktischen Erfahrung gehapert.   

6. Richtig auf die Absage antworten

Deine richtige Antwort auf die Absage kann eine zweite Chance sein. Es ist wichtig schnell, professionell und freundlich zu reagieren. Doch wie verpackst du das am besten in einen Text? 

Erst einmal ist es wichtig, dir klar zu machen, welche Elemente du auf jeden Fall nennen möchtest. Wir empfehlen in jedem Fall zu betonen, dass das Unternehmen deine Bewerbungsunterlagen aufheben und speichern darf. Somit sicherst du dir die Möglichkeit, dass auf dich zurückgegriffen wird, wenn wieder eine neue passende Stellenausschreibung frei wird. Außerdem solltest du wie oben schon erwähnt nach Feedback fragen, denn auch das kann dir eine zweite Chance eröffnen. 

Wir haben für dich eine beispielhafte Absage formuliert, an der du dich orientieren kannst. 

Sehr geehrter Herr Mustermann / Sehr geehrte Frau Mustermann, 

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 21.03.2018, auch wenn ich es sehr bedauere, nicht in ihrem Unternehmen anfangen zu können. 

Es würde mir sehr helfen, wenn ich ein kurzes Feedback bezüglich der Gründe für die Absage erhalten könnte. Gerne melde ich mich dafür auch telefonisch bei Ihnen. 

Für den Fall, dass in der Zukunft ähnliche Stellen frei werden sollten, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie meine Bewerbungsunterlagen abspeichern und mich in Betracht ziehen würden.  

 

Mit freundlichen Grüßen 

Dein Name

Du kannst das natürlich gerne noch individuell ergänzen. Wie die Umgangsform ist, kannst du anhand deines Bewerbungsgespräches oder der Absagemail erkennen. Beispielsweise in Startups wird oft sehr viel persönlicher gesprochen und in vielen Fällen wäre da die Ansprache “Sie” schon zu hochgestochen.  

Ganz wichtig ist, dass du nicht deinen Ärger raushängen lässt. Bleibe professionell und verhindere, dass deine Antwort eingeschnappt oder zickig rüberkommt. Stattdessen sei durchweg höflich und vermittle, dass du bereit bist zu lernen und konstruktive Vorschläge anzunehmen. 

7. Don't overthink 

Okay, Schluss jetzt. Du hast lange genug über die Absage nachgedacht, Zeit das hinter dir zu lassen. Es bringt nämlich nichts, dir allzu lang den Kopf darüber zu zerbrechen – statt einen Arbeitsvertrag bekommst du davon nur schlechte Laune. Deswegen ist die Energie besser in der weiteren Jobsuche investiert.

 

Leichter gesagt als getan? Stimmt. Aber wenn du schon darüber nachdenken willst, dann mach dir auch klar, dass die Gründe nicht unbedingt mit dir zu tun haben müssen.

Mögliche Gründe für die Absage, die nichts mit dir zu tun haben

Und davon gibt es gar nicht so wenige. Die häufigsten Gründen findest du hier:

  • Es wurde ein Konkurrent bevorzugt, da er persönliche Kontakte zu Personalern oder anderen hohen Positionen im Unternehmen hat
  • Das Stellenangebot und die Anforderungen haben sich geändert, da in einem anderen Bereich dringender gesucht wird
  • Die Absage kam schon vor dem Bewerbungsgespräch? Dann war die Stelle möglicherweise schon besetzt, das Stellenangebot aber noch nicht gelöscht
  • Es gab einfach zu viele Bewerbungen – aus Zeitgründen wurde deine Bewerbung gar nicht erst gelesen
  • Die Stelle wurde ausgeschrieben, war aber nie zu vergeben. Passiert tatsächlich. Oft soll damit der Betriebsrat zufriedengestellt werden oder das Unternehmen möchte sich nach außen hin als wachstumsorientiert und damit sehr erfolgreich präsentieren.

Bewerben leicht gemacht

Ne, aber mal ernsthaft: Es gibt so viele Jobs, wegen einer Absage musst du dir keine Sorgen machen keinen zu finden. Wir unterstützen dich gerne dabei. Du füllst dein Profil aus, sagst uns, wonach du suchst und bekommst passende Jobvorschläge gemacht. Die Rückmeldung ist garantiert und dein persönlicher Ansprechpartner steht dir während der gesamten Bewerbung mit Rat und Tatzur Seite.

Hier geht’s zu den freien Stellen.

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